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Kinoverbände protestieren gegen geplantes Filmförderungsgesetz

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Vor der ersten Lesung zur Novelle des Filmförderungsgesetzes im Bundestag haben die deutschen Kinoverbände am Mittwoch erneut ihre ablehnende Haltung gegenüber dem neuen Gesetz bekundet.

Berlin (ddp). Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) erkenne die Belange der Kinobranche nicht, kritisierten der Hauptverband Deutscher Filmtheater, die AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater und Cineropa in Berlin.

Die vorliegende Novelle belaste die Filmtheater in Deutschland «erneut deutlich stärker als die öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehanstalten», hieß es weiter. Die Kinos würden «per Gesetz zum Zahlmeister der Filmnation Deutschland gemacht». Die Verbände forderten Weiss deshalb auf, doch noch einen Konsens zu finden. Die Kinokultur in Deutschland brauche statt regierungspolitischem Druck «Planungssicherheit und Perspektive».

Das Bundeskabinett hatte dem Gesetzentwurf Ende Mai zugestimmt. Vorgesehen ist unter anderem eine Anhebung der Filmabgabe gestaffelt nach Umsatzgrenzen. Mit dem geänderten Gesetz sollen die Rahmenbedingungen für Kinofilmproduktionen und die Absatzförderung für deutsche Filme verbessert werden. Es soll noch in diesem Jahr Bundestag und Bundesrat durchlaufen und am 1. Januar 2004 in Kraft treten.