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Verlage in Mitteldeutschland weiter in Außenseiterrolle

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Die Verlage in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben ihre Außenseiterrolle auf dem deutschen Buchmarkt auch im vergangenen Jahr nicht ablegen können.

Leipzig (ddp). 2002 seien die Verlage der drei Länder lediglich mit 2,3 Prozent an der bundesweiten Erstauflagenproduktion beteiligt gewesen, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes im Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Frank Stübner, am Donnerstag in Leipzig. Dabei sei die Zahl der Verlage seit Jahren gestiegen. «Es sind momentan 244 und es werden wöchentlich mehr», sagte Stübner.
Dieser Umstand hänge allerdings damit zusammen, dass viele Autoren keinen Verleger für ihr Buch fänden und deshalb selbst einen Verlag gründeten. Gerade in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gebe es im bundesweiten Vergleich eine auffällig hohe Zahl an Klein- und Kleinstverlagen, betonte Stübner. Auffällig schwach sei auch die Position Leipzigs in der bundesweiten Rangliste der Titelproduktionen. «Die ausgewiesene Buchstadt dümpelt seit Jahren um Platz 25 herum», sagte Stübner.
Aber auch die Kaufkraft der Bevölkerung in den drei Ländern sorge für schlechte Voraussetzungen für Verleger, erklärte Stübner. Bis auf wenige Ausnahmen hätten die Menschen im gesamten Osten im vergangenen Jahr über die geringste Bücher-Kaufkraft in ganz Deutschland verfügt. Dabei seien Bücher auch weiterhin eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. «Die Leute lesen immer noch gerne - egal ob Bohlen, Naddel oder Literatur», sagte Stübner.
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