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Der Preis der deutschen Schallplattenkritik hat seine Jahrespreise 2026 veröffentlicht. 119 Titel waren von der Gesamtjury vorgeschlagen worden und schafften es auf die Longlist, 10 wählte der Jahresausschuss für einen Preis aus. Die Preise werden den Preisträgern in den nächsten Wochen und Monaten individuell überreicht.
Die zehn Jahrespreise 2026 gehen an folgende Schallplattenveröffentlichungen:
- Die Bamberger Symphoniker unter Jakub Hrůša begegnen bei Bohuslav Martinů ihrer eigenen Geschichte – mit der bislang schönsten Aufnahme seiner Symphonien (Deutsche Grammophon/Universal).
- Der amerikanischen Pianistin Claire Huangci gelingt mit „Piano Heroines“ ein ebenso klug konzipiertes wie überzeugendes Konzeptalbum mit Werken von Komponistinnen (Alpha Classics/Naxos).
- Mit lyrisch intimer Stimme entdeckt der Tenor Cyrille Dubois auf „So Poétique!“ ein vergessenes Genre neu: das französische Orchesterlied (Alpha Classics/Naxos).
- Die 18 Leipziger Kantaten seines „Vetters“ Johann Ludwig Bach brachte Bach selbst zur Aufführung. Als Wiederentdeckung eine Großtat, dank der Capella Sollertia unter Johanna Soller (Ricercar/Naxos).
- Louis Couperin, Onkel von François Couperin, komponierte meditativer, endzeitlicher, suggestiver. Seine Sämtlichen Werke sind bei Jean Rondeau ein Fest zum 400. Geburtstag (Erato/Warner).
- „Yenbett“: Die mauretanische Griot und Winkelharfen-Virtuosin Noura Mint Seymali hypnotisiert. Ein Gesamtkunstwerk (Glitterbeat/Indigo).
- „Im Springbrunnen baden mit nackten Milliardären“, das wollen Dota Kehr und ihre Band Dota auf „Springbrunnen“. Wir wollen es auch (Kleingeldprinzessin Records/Broken Silence).
- Sanfte Hügel, zottelige Highland-Rinder, Ruhe: Auf „Buin“ ist der schottische Akkordeonist Pàdruig Morrison schlicht unwiderstehlich (Eigenverlag/Direktvertrieb).
- Die ukrainische Stimmkünstlerin Ganna mischt Folklore, Indie-Pop und Jazz mit Elektronik. Und macht mit „Utopia“ glaubhaft Hoffnung (Berthold Records/Cargo).
- Die katalanische Sängerin Rosalía, vom Flamenco kommend, changiert bei „Lux“ zwischen Zerbrechlichkeit und Wucht – in 13 Sprachen (Columbia Records/Sony).