Buch-Tipps 2020/12

Begegnungen mit Peter Schreier | Erfahrungen mit Bach | urban sound art


(nmz) -
Begegnungen mit Peter Schreier, hrsg. v. Matthias Herrmann, Sax-Verlag +++ Erfahrungen mit Bach. Ein Dresdner Bach-Buch (Bach nach Bach, Bd. 3), hrsg. v. Michael Heinemann/Bernhard Hentrich, Dohr +++ urban sound art / stadtklangkunst. bonn hoeren 2010–2017, hrsg. v. Steffen Seiffarth im Auftrag der Beethovenstiftung, edition neue zeitschrift für musik, Schott
Ein Artikel von Michael Wackerbauer

Begegnungen mit Peter Schreier, hrsg. v. Matthias Herrmann, Sax-Verlag, Beucha/Markkleeberg 2020, 256 S., Abb., € 24,80, ISBN 978-3-86729-263-4

Mit dem schönen Erinnerungsband erweist eine außerordentlich namhafte Runde an Dirigenten, Sängern, Musikern und anderen Weggefährten dem Weihnachten 2019 in seiner Heimatstadt Dresden verstorbenen Künstler ein sehr persönliches Denkmal. Eine passende Lektüre für die stillen Tage zum vergnüglichen Genuss der alten Aufnahmen – ja, Bach vor allem …

Erfahrungen mit Bach. Ein Dresdner Bach-Buch (Bach nach Bach, Bd. 3), hrsg. v. Michael Heinemann/Bernhard Hentrich, Dohr, Köln 2020, 206 S., Abb., Notenbsp., € 29,80, ISBN 978-3-86846-158-9

… und warum nicht gleich ein wenig mehr erfahren über das Verhältnis Bachs zu Dresden und umgekehrt, zu einer Stadt, in der Bach selbst nicht „landen“ konnte, obwohl er von Leipzig aus immer wieder die Aufmerksamkeit des katholischen Hofes suchte, einer Stadt, die hier aber in den letzten hundert Jahren enorm aufholte, nicht zuletzt mit Schreier und dem Kreuzchor – ein differenzierter Lagebericht von Wissenschaftlern und Musikern.

urban sound art / stadtklangkunst. bonn hoeren 2010–2017, hrsg. v. Steffen Seiffarth im Auftrag der Beethovenstiftung, edition neue zeitschrift für musik, Schott, Mainz 2020, 17 Hefte, 500 S., € 50,00, ISBN 978-3-7957-2080-3

Schon das ungewöhnliche Journal-Format der Dokumentation lässt das Außergewöhnliche spüren, mit dem Bonn – dezidiert an Beethovens Aura des Revolutionärs und Neuerers anknüpfend – seinen Stadtraum über einen längeren Zeitraum akustisch und optisch beschenkte, flankiert von Symposien, Ausstellungen, studentischen Workshops, Stadtentwicklungs-Projekten und einem Festival – sicherlich ein Meilenstein für die noch relativ jungen Kunstformen.

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