Geteilte Freude

Das House Of Jazz in Berlin kommt … 2026


(nmz) -
Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte bereits im Mai 2018 beschlossen, die Alte Münze in Berlin Mitte als Kultur- und Kreativstandort zu sichern und zu entwickeln. Im Laufe des Beteiligungsverfahrens konkretisierten sich drei Konzepte für die zukünftige Nutzung von Haus 4 mit seinem Erweiterungspotenzial, die auf bereits bestehenden Konzepten und Ideen basieren. Die Prüfung dieser Konzepte ist durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa nunmehr abgeschlossen.
Ein Artikel von Martin Hufner

Aus kulturfachlicher Sicht wird die Entwicklung einer Ankerinstitution für den Jazz befürwortet, das auf das Konzeptpapier der Deutschen Jazzunion, der IG Jazz und auf Till Brönner zurückgeht, „da hier besondere Bedarfe für eine strukturelle Stärkung der Szene vorliegen“ wie es in der Pressemitteilung des Senats heißt. Entstehen soll nun ein Zentrum für Jazz und improvisierte Musik mit internationaler Strahlkraft, eine neuartige Institution, die fest in der bundesdeutschen Szene und der Stadt Berlin verankert ist und sich gegenüber anderen Sparten der freien Musikszenen, darunter etwa die zeitgenössischen Musikgenres, experimentelle Popmusik oder transkulturelle Musik öffnet. Kultursenator Klaus Lederer: „Der Jazz braucht eine Ankerinstitution, nicht nur in Berlin, sondern bundesweit. Und dass so etwas, wenn das kulturpolitische Interesse da ist, in Berlin umgesetzt wird, ist besonders sinnvoll.“

Vertreter/-innen der deutschen Jazzszene begrüßen die Ankündigung des Berliner Senats, in der Alten Münze Berlin ein einzigartiges Zentrum für Jazz und improvisierte Musik mit bundesweiter und internationaler Strahlkraft entstehen zu lassen. Die Initiative Neue Musik Berlin, die selbst ein Nutzungskonzept entwickelte, kritisiert dagegen das Ergebnis und den Abschluss des politischen Entscheidungsprozesses. Der „Richtungsentscheid der Senatsverwaltung ist fatal, grenzt er doch große Teile der Freien, experimentellen Musikszenen Ber­lins – die Neue Musik, die Klangkunst, das zeitgenössische Musiktheater, die elektroakustische Musik, die experimentelle Pop- und Clubmusik bis hin zur Freien alten Musikszene – von vornherein als gleichberechtigte Partner aus.“

Einen Kommentar zum Thema von Martin Hufner finden Sie auf JazzZeitung.de

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