Mittlere Absatzschwankungen unproblematisch

Armin Hanika von der Konzertgitarren-Manufaktur Hanika


(nmz) -
Die Firma Hanika Gitarrenbau mit Sitz in Baiersdorf ist seit 1953 eine Gitarrenbau-Manufaktur zunächst für Schlaggitarren, später für klassische Gitarren. Die neue musikzeitung befragte den Inhaber Armin Hanika.
Ein Artikel von Andreas Kolb

neue musikzeitung: Inwieweit ist ihr Unternehmen von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen?

Armin Hanika: Der Betrieb läuft noch ohne große Einschränkungen. Aktuell kommt es jedoch immer mehr zu Verschiebungs- und Stornowünschen unserer Handelskunden. Ob und wann das genau zu Einschränkungen in der Produktion führen wird, lässt sich jetzt noch nicht seriös abschätzen.

nmz: Wie vermarkten Sie aktuell Ihre Produkte? Ändern Sie Ihr Marketing und Ihre Vertriebswege?

Hanika: Ausschließlich über den Musikfachhandel. Eine Änderung ist derzeit nicht geplant.

nmz: Viele Konzerte und Veranstaltungen sind bereits abgesagt, weitere werden folgen. Interpreten erleiden bereits konkret Einbußen. In welchen Bereichen müssen Sie aktuell Umsatzeinbrüche befürchten?

Hanika: Diese Frage trifft für mich nicht zu, da wir ausschließlich Konzertgitarren fertigen und das Gros der Endkunden das Instrument nicht zum Haupterwerb nutzt.

nmz: Welche Maßnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden wären aus Ihrer Sicht geeignet, die Beeinträchtigungen zu mildern? Welche konkreten Forderungen haben Sie?

Hanika: Die angekündigten Maßnahmen – erleichtertes Kurzarbeitergeld, leichter Zugang zu Überbrückungskrediten mit staatlicher Besicherung und das in Bayern zugesagte Überbrückungsgeld im Härtefall – sollten im Moment ausreichen.

nmz: Beeinträchtigen die Maßnahmen zur Vermeidung einer starken Verbreitung des COVID-19 Virus die Arbeit Ihres Unternehmens? Verlagern Sie die Arbeit ins Homeoffice?

Hanika: Homeoffice lässt sich in der Produktion nicht realisieren. Geringe Beeinträchtigungen in der Effizienz sind aber durch die veränderten Sicherheitsmaßnahmen schon vorhanden. Aber im Moment noch gut handlebar.

nmz: Gibt es schon Pläne, wie Sie die Ausfälle mittelfristig kompensieren wollen? Wenn ja, wie stellen sich diese dar?

Hanika: Wir sind so aufgestellt, dass geringe bis mittlere Schwankungen im Absatz unproblematisch sind. Wir können Vorarbeiten erledigen und bis zu einem gewissen Maß auch auf Lager produzieren. Einen Komplettcrash des Musikbusiness erwarte ich nicht.

Die Fragen stellte Andreas Kolb

Das könnte Sie auch interessieren: