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(nmz) -
Katharina Rosenberger Professorin in Lübeck +++ Neue Berufungen nach Trossingen +++ Digitale Musikpraxis für Lehramt in Münster
Ein Artikel von nmz

Katharina Rosenberger Professorin in Lübeck

Die Komponistin Katharina Rosenberger ist auf die Professur für Komposition an der Musikhochschule Lübeck (MHL) berufen worden. Die 50-jährige Schweizerin folgt ab April Prof. Dieter Mack nach, der nach 18-jähriger Tätigkeit an der MHL in den Ruhestand geht. Die in Zürich geborene Klangkünstlerin studierte am Berklee College of Music in Boston, an der Londoner Royal Academy of Music sowie an der Columbia Universität New York bei Tristan Murail, wo sie ihren „Doctor of Musical Art“ erwarb. Zwölf Jahre unterrichtete sie Komposition und Klangkunst an der University of California in San Diego und wurde dort 2018 zur Professorin ernannt. Rosenbergers Kompositionen, Musiktheater und Installationsarbeiten waren und sind auf vielen zeitgenössischen deutschen und internationalen Bühnen zu erleben, wie unter anderem beim Warschauer Herbst, den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, Heroines of Sound (Berlin) und ZeitRäume Basel sowie an verschiedenen Konzerten hauptsächlich in der Schweiz, Österreich, Deutschland und in den USA.

Neue Berufungen nach Trossingen

Christina Landshamer wird neue Gesangsprofessorin an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen. Die Sopranistin ist Nachfolgerin von Prof. Alexandra Coku. Sowohl als Opernsängerin als auch im Lied- und Konzertfach hat sich Christina Landshamer bereits weltweit einen Namen gemacht.

Zum Sommersemester wird außerdem die vakante Gitarrenprofessur in Trossingen neu besetzt: Die Stelle teilen sich künftig Jinhee Kim, Professorin für klassische Gitarre, und Tobias Hoffmann, Professor für Jazzgitarre. Damit verstärkt die Musikhochschule den Jazz-Pop-Bereich, der zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Schließlich übernimmt Michael Meyer die Professur für historische Musikwissenschaft an der Musikhochschule Trossingen als Nachfolger von Prof. Dr. Nicole Schwindt. Seit vielen Jahren liegt ein Schwerpunkt der Trossingener Musikhochschule auf Alter Musik und „Aufführungspraxis“. Mit dem Musikwissenschaftler Michael Meyer konnte die Hochschule wieder einen ausgewiesenen Experten für diesen Bereich gewinnen.

Digitale Musikpraxis für Lehramt in Münster

Als erster Ausbildungsstandort in Deutschland bietet die Musikhochschule Münster der Westfälischen Wilhelms-Universität das Hauptfach „Producing und digitale Musikpraxis“ im Lehramtstudium Musik an. Anstelle des Instrumental- oder Gesangsunterrichts erhalten die Studierenden eine vertiefte musikpraktische Ausbildung an Tablet und Computer und beschäftigen sich intensiv mit dem Aufnehmen, Arrangieren und Produzieren von Musik. Hinzu kommen Inhalte wie DJing oder das Spiel virtueller Instrumente. Die Notwendigkeit, mediale Musikpraxen im musikpädagogischen Kontext noch stärker zu berücksichtigen als bisher, ergebe sich auch aus ihrer hohen Bedeutung für Schülerinnen und Schüler, so Ilka Siedenburg, Professorin für Musikpädagogik: „Das didaktische Potenzial ist zudem erheblich, weil viele Musik-Apps es im Gegensatz zu traditionellen Musikinstrumenten ermöglichen, sich auch ohne spieltechnische Fähigkeiten oder theoretische Kenntnisse kreativ auszudrücken.“

 

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