Personalia 2019/04

Rudi Zapf, Igor Levit, Christian Heiß, Joshua Bell


(nmz) -
+++ Weltmusikpreis RUTH für Rudi Zapf +++ Igor Levit übernimmt Professur in Hannover +++ Christian Heiß wird neuer Domspatzen-Chef +++ Dresdner MusikFestspielPreis geht an Joshua Bell +++
Ein Artikel von nmz-red

Weltmusikpreis RUTH für Rudi Zapf

Der Hackbrett-Spieler Rudi Zapf aus München erhält am 6. Juli 2019 während des Rudolstadt Festivals den Weltmusikpreis RUTH. Dies meldeten die Auslober des Preises Rudolstadt Festival, Mitteldeutscher Rundfunk und Arbeitskreis Creole. Zapf erhält den Preis für sein Lebenswerk. Er habe sich in den vergangenen Jahrzehnten „unschätzbare Verdienste um die Popularisierung des Hackbretts“ erworben, heißt es in der Begründung der Jury. Rudi Zapf benutzt das Hackbrett für verschiedenste Musikstile: Er holte das Hackbrett aus dem akademischen Elfenbeinturm, verband Volksmusik mit Rock und Pop, konzertierte mit Symphonieorchester, integrierte Musiken aus aller Welt.

Igor Levit übernimmt Professur in Hannover

Zum Wintersemester 2019/20 übernimmt Igor Levit eine Professur für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover (HMTMH). Levit wurde 1987 in Nizhni Nowgorod in Russland geboren. Seine Familie zog nach Deutschland, als er acht Jahre alt war. Zwischen 2000 und 2003 war Igor Levit Student am Institut für Früh-Förderung der HMTMH. Später begann er dort seine künstlerische Ausbildung am Klavier und absolvierte 2012 die Soloklasse. Zu seinen Lehrern gehörten Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio, Bernd Goetzke, Lajos Rovatkay und Hans Leygraf. Mit Levit hat sich die Hochschule für eine Persönlichkeit mit vielseitigem Profil entscheiden, das sowohl Solo-Rezitale als auch Kammermusik und Orchesterkonzerte umfasst. Igor Levit stellt seine Kunst immer wieder in den Kontext des gesellschaftlichen Geschehens. Lesen Sie dazu ein Interview mit ihm über die Freiheit des Interpreten und politisch-musikalische Diskurse in der nmz 4/2018.

Christian Heiß wird neuer Domspatzen-Chef

Christian Heiß wird neuer Domkapellmeister in Regensburg und damit Chef der Regensburger Domspatzen. Dies teilte die Stiftung Regensburger Domspatzen mit. Heiß habe sich unter 40 „hochkarätigen Bewerberinnen und Bewerbern durchgesetzt. „Er gehörte zu den acht ausgewählten Top-Kandidaten und beeindruckte beim Vordirigieren das Expertengremium und die Sänger gleichermaßen“, so Dompropst Franz Frühmorgen. Auch die Meinung der Buben sei gehört worden. Heiß tritt am 1. September die Nachfolge von Roland Büchner an. Er ist selbst ehemaliger Domspatz und studierte Kirchenmusik und Orgel in München. Ab 1999 war er Dom­organist in Eichstätt und wechselte dort 2002 in das Amt des Domkapellmeisters. In dieser Funktion leitet Heiß, der auch für Chor komponiert,  die Chöre der Eichstätter Dommusik Zudem ist er Diözesanmusikdirektor und Leiter des Amtes für Kirchenmusik im Bistum Eichstätt.

Dresdner MusikFestspielPreis geht an Joshua Bell

Der Dresdner MusikFestspielPreis 2019 geht an den amerikanischen Geiger Joshua Bell. Bell erreiche mit seinem poetischen Violinspiel Klassikfans aller Generationen und Na-tionalitäten, so Festspielintendant Jan Vogler bei der Verkündung. Er sei „einer der charismatischsten und erfolgreichsten Musiker weltweit“, bemerkte Vogler weiter.

Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt vor allem soziale und musikvermittelnde Aktivitäten der Preisträger. So engagiert sich Bell unter anderem bei einer Stiftung, die Grund- und Mittelschulen Instrumente zur Verfügung stellt.

Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre zählen Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker, die Geigerin Hilary Hahn, die Fado-Sängerin Mariza, der Cellist Steven Isserlis und die Sängerin Joyce DiDonato.

Die Dresdner Musikfestspiele finden vom 16. Mai bis 10. Juni statt. Joshua Bell wird seine Auszeichnung im Rahmen seines Konzerts am 27. Mai in der Frauenkirche entgegennehmen.

 

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