Werktreue und noch viel mehr

Der Frankfurter Musikpreis geht an das Quatuor Ébène


(nmz) -
Der Frankfurter Musikpreis geht dieses Jahr an das französische Quatuor Ébène. Das Kuratorium lobte die Streichquartett-Formation als „herausragendes Ensemble, dessen elektrisierendes Spiel von Leidenschaft, absoluter Werktreue und gleichzeitiger Lust an der Improvisation geprägt“ sei. Auch durch ihre mühelos erscheinende Grenzüberschreitung zum Jazz sei es den Musikern gelungen, dem Streichquartett als Königsklasse der Kammermusik verstärkt öffentliche Wahrnehmung, gefüllte Konzertsäle und ein spürbar verjüngtes Publikum zu bescheren.
Ein Artikel von nmz-red

Das Quatuor Ébène ging 1999 aus dem Conservatoire National de Région Boulogne-Billancourt hervor. Nach Studien beim Quatuor Ysaÿe in Paris errang das Quartett einen überraschenden ersten Platz beim ARD Musikwettbewerb 2004.

Im Jahr darauf gewann es den Belmont Prize der Forberg-Schneider Stiftung. Seitdem hat sich das Quartett unter anderem durch seine Vielseitigkeit einen festen Platz in der Musik-landschaft erspielt: Das Repertoire reicht von klassischen Werken bis hin zu Interpretationen bekannter Film-Soundtracks und Pop-Songs.

Seit 2009 spielen die Ébène-Mitglieder auf Instrumenten, die Leihgaben von Gabriele Forberg-Schneider sind. Beim Preisträgerkonzert spielen Pierre Colombet, Gabriel Le Magadure, Marie Chilemme und Raphaël Merlin Beethovens Streichquartett Nr. 7, F-Dur Op. 59 Nr. 1 („Rasumowsky“).

Die Preisverleihung ist öffentlich und findet am 5. April ab 19 Uhr in der Paulskirche statt. Karten für die Preisverleihung gibt es nicht zu kaufen – interessierte Gäste konnten sich dieses Jahr auf der Website der Musikmesse kos­tenfrei bewerben. Der Frankfurter Musikpreis zeichnet seit 1982 jährlich Akteure der Musikszene für außergewöhnliche Leistungen in der Interpretation, Komposition, Musikwissenschaft, Lehre und Förderung des Musizierens aus.
  

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