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Zentrale Anlaufstelle für jedermann

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Neubau eines Kompetenzzentrums für Amateurmusik in Trossingen
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Seit 2008 gab es die Idee, die Bundesakademie Trossingen mit dem Neubau eines Kompetenzzentrums für Amateurmusik zu erweitern. Diese Idee kann nun dank der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, realisiert werden. Lorenz Overbeck, der Geschäftsführer des Bundesmusikverbands Chor & Orchester e.V. (BMCO), erklärte gegenüber der Presse die genaueren Umstände des neuen Gebäudes.

Der Startschuss für die Bauarbeiten ist bereits gefallen und das Kompetenzzentrum soll bis Weihnachten 2021 bezugsfertig sein. Nach seiner Fertigstellung wird das Gebäude, das von der Stadt Trossingen gebaut wird, in den Besitz des BMCO übergehen. Die Stadt Trossingen steuerte nicht nur die benötigte Grundstücksfläche bei, sondern auch die Arbeitsleistung der städtischen Verwaltung samt Baugenehmigung. Die verbleibende Baufinanzierung beläuft sich auf knapp drei Millionen Euro und wird zum Großteil vom Bund, über die BKM, und vom Land Baden-Württemberg getragen. Der von öffentlicher Hand unterhaltene BMCO bringt dabei keine Eigenmittel ein, jedoch stellt Overbeck klar, dass hier „eine ganz klare Kostenobergrenze exis­tiert, die nicht umgangen oder nachträglich angehoben werden kann.“ Auf „Experimente und komplizierte Bauteile“ soll bei dem Gebäude dafür verzichtet werden, in der Hoffnung, trotz COVID-19, „den Zeit- und Kostenplan einzuhalten“. Das Kompetenzzentrum für Amateurmusik soll ein zweistöckiger Flachbau mit rechteckigem Grundriss werden. Dieses Flachdach soll begrünt werden und durch die vorenthaltene Verkleidung der Decke soll der Beton als Puffer für die Nachtauskühlung des Gebäudes dienen, was durch Belüftungsklappen ergänzt wird und auf eine aktive Klimaanlage verzichten lässt.

Das energetisch nachhaltig konzipierte Gebäude soll außerdem mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet und zur Beheizung an die Wärmepumpe der Bundesakademie angeschlossen werden. „Die Fassade ist abwechselnd mit Glasscheiben und Schattenspendern versehen, so wie unsere dachverbandliche Arbeit auch transparent und beschirmend stattfindet“, erläutert Overbeck. Dieser Neubau soll sich in die Gesamtlage der Bundesakademie einfügen und den „Konzertsaal als architektonischen Glanzpunkt“ hervorheben.

Der BMCO sieht sich als Ansprechpartner für sämtliche deutsche Amateurmusiker. Dafür soll das neue Gebäude eine zentrale Anlaufstelle bieten, die „entlasten und vernetzen“ soll und in Hinblick auf die meist ehrenamtlich organisierten Ensembles des Amateurmusizierens „nicht nur vorhandenes Wissen bündeln, sondern auch Antworten auf neue Fragestellungen finden muss“, so Overbeck. Die unmittelbare Nähe des Kompetenzzentrums zur Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Deutschland, soll eine Bearbeitung übergreifender Themen mit hohen wissenschaftlichen Standards ermöglichen. Als neuer Dachverband der Amateurmusik in Deutschland möchte der BMCO mit dem Bundeskompetenzzentrum ein besonderes Augenmerk auf die Vernetzung der Verbände und deren Themen untereinander gelegt werden. So sollen beispielsweise der Deutsche Harmonika-Verband sowie Projekte der Bundesakademie Trossingen mit langfris­tigen Mietungen an Räumen beteiligt sein. Der technisch modern ausgestattete Tagungsraum soll für bundesweit gestreamte Veranstaltungen nutzbar sein.

Das Kompetenzzentrum für Amateurmusik fungiert als einer der ers­ten großen Schritte in der Verbandsentwicklung des noch jungen BMCO, der erst 2019 aus dem Zusammenschluss der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) und der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) entstanden ist. Weiter arbeitet der BMCO an einer  neuen Online-Plattform sowie der Erweiterung des Berliner Hauptstadtbüros.

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