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Alle Artikel kategorisiert unter »Gerhard Dietel«

Regionalgeschichte, interdisziplinär

14.05.21 (Gerhard Dietel) -
Musikgeschichtsschreibung: das kann die Aufgabe bedeuten, mit weitem Blick eine Epochen und Länder überspannende Darstellung vergangenen Musiklebens zu entwerfen. Doch wie wären solche weitgreifenden historischen Zusammenfassungen möglich, wenn ihnen nicht viele Detailarbeiten vorausgingen, Forschungsarbeiten im zeitlich und örtlich begrenzten Bereich, die mit viel Fleiß in Archiven graben und Einzelheiten an den Tag bringen? Ein Projekt letzterer Art liegt mit der im ConBrio Verlag erschienenen Publikation „Protestantische Kirchenmusik in Regensburg 1542–1631“ vor, die als Dissertation ihres Autors Fabian Weber entstanden ist und sich nun als Band 14 in die „Regensburger Studien zur Musikgeschichte“ einreiht.

Die polare Deutung von Dur – Moll

14.06.16 (Gerhard Dietel) -
Thomas Emmerig (Hg.): Musiktheorie und musikalisches Werk. Eine Diskussion im Briefwechsel zwischen Hans-Georg Burghardt und Heinrich Simbriger (neue wege – nové cesty: Schriftenreihe des Sudetendeutschen Musikinstituts, Band 10), Regensburg, ConBrio, Regensburg 2015, 184 S., Notenbsp., € 19,90, ISBN 978-3-940768-55-1

Schöpferische Kräfte erforschen und fördern

05.06.16 (Gerhard Dietel) -
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatten die aus dem Gebiet der Tschechoslowakei geflohenen oder vertriebenen deutschsprachigen Bewohner Böhmens und Mährens zu großen Teilen Aufnahme im benachbarten Bayern gefunden. Der bayerische Ministerpräsident Hans Ehard nahm dies zum Anlass, auf dem Sudetendeutschen Tag 1954 in München die Sudetendeutschen (wie der Sammelbegriff für diese Volksgruppe seit den 1920er-Jahren lautete) zum „vierten Volksstamm Bayerns neben Altbayern, Schwaben und Franken“ zu ernennen.

Hörerlebnisse der besonderen Art: Vierhändiges von Robert Schumann mit dem Klavierduo Eckerle

29.01.15 (Gerhard Dietel) -
Von Schallplatten, CDs oder gar MP3-Dateien konnten die mitten im 19. Jahrhundert lebenden Musikfreunde noch nichts wissen. Wer Opern und Orchestermusik kennenlernen wollte, dem blieb meist nur der Weg, die entsprechenden Werke in Klavierfassungen durchzuspielen. So entstand damals ein ausgedehnter Markt von Bearbeitungen für Klavier zwei- oder vierhändig, wobei die letzteren es auch begabten Dilettanten ermöglichten, den Eindruck orchestraler Klangfülle hervorzurufen.

Haupt- und Nebenpfade der Musikgeschichte

02.11.14 (Gerhard Dietel) -
Musikgeschichtsschreibung: Das war in der Vergangenheit oft eine reine Heroengeschichte großer Komponisten. Doch das hat sich gewandelt. Längst fällt der Blick der Musikologen auch auf die tragende kulturelle Bodenschicht: auf das Musikleben im Kleinen und seine lokalen Institutionen. Im Falle der Stadt Regensburg hat der Musikforscher Thomas Emmerig schon vielfach Pionierarbeit geleis­tet, mit einer in der „Schriftenreihe des Sudetendeutschen Musikinstituts“ erschienenen Spezialstudie trägt Emmerig abermals zur Dokumentation des Regensburger Musiklebens bei. Die mit „Musik im Archiv“ betitelte Neuerscheinung widmet sich den Konzerten, die Thomas Stolle in den Jahren 1987 bis 1995 organisierte, während er als Leiter des seit 1966 in Regensburg ansässigen „Musikarchivs der Künstlergilde e.V.“ amtierte, in dem die Werke von Komponisten aus den ehemals deutsch geprägten Kulturlandschaften des Ostens gesammelt wurden. Stolle, sowohl als praktischer Musiker wie als Forscher erfahren, verfolgte seinerzeit das Ziel, die im Archiv gesammelten Musikalien ihrem Dornröschenschlaf zu entreißen und wieder an die Öffentlichkeit zu bringen.

Suche nach einer zeitgemäßen Musiksprache

03.03.13 (Gerhard Dietel) -
Thomas Emmerig (Hrsg.): „Ich bin vor allem Komponist …“. Biographie und Werk Heinrich Simbrigers (nové cesty – neue wege, Schriftenreihe des Sudetendeutschen Musikinstituts, Bd. 5), ConBrio, Regensburg 2012, 280 S., Abb., € 24,90, ISBN 978-3-940768-32-2
Thomas Emmerig (Hrsg.): Theorie und Analyse. Studien zum Werk Heinrich Simbrigers (Schriftenreihe des SMI, Bd. 6), ConBrio, Regensburg 2011, 245 S., Notenbsp., e 19,90, ISBN 978-3-940768-30-8
CD: Heinrich Simbriger (1903–1976), Komponistenportrait, Regensburger Musikedition

Verschollen in Stalingrad, heute neu entdeckt

02.11.10 (Gerhard Dietel) -
„Der Tod ist groß, wir sind die Seinen“: Diesen Rilke-Text vertonte der im Regensburger Ortsteil Reinhausen als Chorregent tätige Komponist Max Jobst Anfang der 1940er-Jahre. Da konnte er noch nicht wissen, dass diese Dichterworte ihn selbst bald betreffen würden. Der eben 35-Jährige, den sein Lehrer Joseph Haas als den „Musiker im ostbayerischen Raum mit der stärksten musikalischen Substanz“ seit Max Reger“ einschätzte, kehrte aus dem Russland-Feldzug nicht mehr zurück: Als bei Stalingrad verschollen gilt er bis heute.
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