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Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Ernst«

„Don Hrabal“ – Neue Oper als Denkmal für einen toten Dichter

15.12.17 (Michael Ernst) -
All you can read oder: Eine Einladung, Bohumil Hrabal neu zu entdecken. Auch eine gute Idee, tote Dichter zu ehren: Man schreibt eine Oper. Nicht nach einem Text des Poeten, sondern nach dessen Leben und Werk. Wie wunderbar das funktionieren kann, hat jetzt der 1973 in Brno geborene Komponist Miloš Orson Štědroň mit seiner Kammeroper „Don Hrabal“ bewiesen. Uraufgeführt an der Neuen Szene des Prager Nationaltheaters, im sogenannten Kubus, wo experimentelles Herangehen und das Ausprobieren künstlerischer Vorgänge eine adäquate Heimstatt haben.

Saisoneröffnung in Mailand: „Andrea Chénier“ im Spiegel der Gesellschaft

09.12.17 (Michael Ernst) -
Nur sehr selten führt der Weg vom Vorplatz der Oper so direkt auf die Bühne wie bei Umberto Giordanos Revolutionsoper an der Scala. Wenn in Mailand die Saison beginnt, blickt traditionsgemäß die ganze Opernwelt dorthin. Das Teatro alla Scala, die Mailänder Scala, gilt ja noch immer als Hochburg der Szene.

Bruder Fidelio, Schwester Psyche und ewiger Eros – Opernpremieren in Wroclaw und Warschau

04.11.17 (Michael Ernst) -
Wroclaw legt Beethovens Freiheitsoper in Blei, Warschau entdeckt „Eros und Psyche“ von Ludomir Rózycki. Just während US-Panzer aus Bayern durch Polen gerollt sind, um die „Ost-Flanke“ der Nato zu stärken, wurde an der Oper Wroclaw Beethovens Freiheitsoper „Fidelio“ geprobt. Wer da nun einen schlesischen Aufschrei gegen die, vorsichtig formuliert: bizarre Nationalpolitik der Zentralregierung aus Warschau erwartet, sieht sich getäuscht. Dieser „Fidelio“ bleibt weitgehend unverständlich, was nun wirklich nicht nur an der Sängerbesetzung und deren Umgang mit deutschsprachiger Oper liegt.

Es werde Licht: „Wir brauchen einen neuen Moses!“ – Rubinsteins „Moses“ in Warschau

17.10.17 (Michael Ernst) -
Selbst Opernkenner denken bei „Moses“ vor allem an Schönberg, vielleicht auch an Rossini. An Rubinstein denken sie nicht - Michail Jurowski will das unbedingt ändern. Anton Rubinstein (1829-1894) wird heutzutage vor allem als begnadeter Pianist erinnert. Dass der brillante Virtuose, Franz-Liszt-Freund und Gründungsdirektor des berühmten Konservatoriums von Sankt Petersburg auch ein ebenso begnadeter wie schaffensreicher Komponist gewesen ist, wissen beinahe nur mehr musikalische Kenner. Vieles aus seinem reichen Œuvre ist so gut wie vergessen – und manches hatte nicht mal dazu die Chance.

Alter Schwede? Von wegen! – Herbert Blomstedt wird 90

11.07.17 (Michael Ernst) -
Herbert Blomstedt ist ein Phänomen. In aller Welt liegen ihm die Musikliebhaber zu Füßen. In Sachsen aber lieben sie ihn. Der Grund? Nirgendwo ist er so lange tätig gewesen wie hier. Erst ein Jahrzehnt bei der Staatskapelle in Dresden, dann sieben Jahre am Gewandhausorchester zu Leipzig. Noch immer arbeitet er mit beiden Klangkörpern als Gastdirigent. Am 11. Juli begeht der Maestro seinen 90. Geburtstag. Von Michael Ernst.

Bühnenverein politisch: Jahreshauptversammlung debattierte „Das Fremde und das Eigene“ in Dresden

30.06.17 (Michael Ernst) -
Ausgerechnet Dresden, könnte man meinen. Die vermeintliche Hochburg von Pegida & Co. scheint als Diskussionsstätte rechtspopulistischer Themen geradezu prädestiniert. Schließlich sollte es ganz absichtsvoll um „Das Fremde und das Eigene“ gehen.

Im Altbau Neuland betreten

29.06.17 (Michael Ernst) -
Genau genommen sind es ja drei Konzertsäle, die sich Deutschland in kurzer Zeit geleistet hat. Im Januar (endlich!) die Elbphilharmonie Hamburg, im März (überraschend!) der Pierre-Boulez-Saal in Berlin und nun (beeindruckend!) der neue Saal im Dresdner Kulturpalast. Wenn wir Berlin einmal außen vor lassen – dort gelang Maestro Daniel Barenboim mit dem Pierre-Boulez-Saal im eins­tigen Kulissendepot der Staatsoper schier ein kleines Wunder –, dann sind es vor allem die Kulturtempel in den Partnerstädten Dresden und Hamburg, die aktuell so viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das Dresdner Festspielorchester war sogar der erste Klangkörper, der beide Räume bespielen konnte.

Keine Angst vor gesellschaftlicher Vielfalt: „Das Fremde und das Eigene“

12.06.17 (Michael Ernst) -
Die Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins hat in Dresden getagt, wo binnen kurzer Zeit das Kraftwerk Mitte sowie ein Konzertsaal gestemmt wurden. Ein Tagungsort also, der für die heile Welt der Kultur steht? Oder doch eher für Pegida & Co.? – Hauptthemen des Treffens waren Rechtspopulismus und rechtsnationale Parteien.

Wagner in Prag. Opernbesuch im Museum: „Papa hätt’s gefallen!“

11.06.17 (Michael Ernst) -
Wagner-Remake in Wagner-Hand: Katharina Wagner inszeniert am Nationaltheater den „Lohengrin“ ihres Urgroßvaters Richard Wagner als Remake der 1967 in Bayreuth herausgekommenen Produktion ihres Vaters Wolfgang Wagner.

„Die Hochzeit des Figaro“ oder Die tollste Tortenschlacht – in Dresden

18.05.17 (Michael Ernst) -
Wenn Opernhäuser Operette spielen, darf sich die Staatsoperette Dresden auch an Oper wagen: Ob Mozarts „Figaro“ das richtige Rezept ist, um mehr Publikum ins neue Haus zu holen?
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