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Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Ernst«

„Die Passagierin“ in Gera - ein Spiegelbild zwischen Luxus und Lager

11.03.19 (Michael Ernst) -
Erst spät entdeckt, inzwischen beinahe im Repertoire: „Die Passagierin“ von Mieczysław Weinberg ist 1968 entstanden, wurde erst 2006 konzertant und 2010 szenisch uraufgeführt. Jetzt wagt sich Gera an dieses berührende Auschwitz-Thema.

Vom leicht denunziatorischen Begriff „DDR-Musik“

27.02.19 (Michael Ernst) -
In allen vier deutschen Himmelsrichtungen käme wohl niemand auf die Idee, von „BRD-Musik“ zu reden. Bei „DDR-Musik“ ist das anders, die sorgt – mal mit, mal ohne Anführungszeichen – noch immer für reichlich Diskussionsstoff. So war es nur eine Frage der Zeit, dass im Osten und beinahe drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall (!) eine Debatte über „Neue Musik aus Ostdeutschland“ angeregt werden sollte.

Geschichten aus dem Musikland: Wie hat der Osten komponiert?

26.02.19 (Michael Ernst) -
In Dresden wird klingende Ostalgie betrieben. Ein Forschungsthema, das absolut notwendig ist. Das ist mal eine unbedingt lobenswerte Initiative von Sächsischer Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB), Sächsischer Akademie der Künste und Festspielhaus Hellerau: Wie klang es im Osten? Dieser Frage wollen die Veranstalter in einer vierteiligen Gesprächs- und Konzertreihe nachgehen, um der Marke „DDR-Musik“ auf den Grund zu gehen.

Wurzel-Behandlung: Die 3. Internationalen Messiaen-Tage in Görlitz/Zgorzelec

17.01.19 (Michael Ernst) -
Das Thema wurde dreisprachig verkündet, und es ist europäisch: „Wurzeln – Korzenie – Roots“ stand über den diesjährigen Messiaen-Tagen in der Doppelstadt Görlitz Zgorzelec.

Pferde in den Ruinen von Rom: Mailänder Scala eröffnet die neue Saison mit Verdis „Attila“

10.12.18 (Michael Ernst) -
Der Papst sitzt fest im Sattel und mit dem einzig wahren Glauben werden die Hunnen besiegt. So geht Risorgimento an der Mailänder Scala. Verdis Schlachtendrama aus dem 5. Jahrhundert wird beinahe gegenwärtig.

Richard Strauss an Dresdens Semperoper: „Ariadne auf Naxos“ zwischen Antike und Rokoko

04.12.18 (Michael Ernst) -
Die Oper in der Oper, das ist eine ebenso dankbare wie fragwürdige Angelegenheit. Richard Strauss und sein Librettist Hugo von Hofmannsthal haben vor gut hundert Jahren nach ihren gemeinsamen „Rosenkavalier“-Erfolgen mit „Ariadne auf Naxos“ eine hübsche Verbindung von Antike und Rokoko, von Mythologie und damaligem Zeitgeist auf die Bühnen zu bringen versucht. Der bis heute anhaltende Erfolg von „Ariadne auf Naxos“ gibt ihnen noch nachträglich Recht. Was aber nicht bedeuten muss, dass jede Neuproduktion dieses genremäßigen Zwitterwesens auf Gegenliebe stoßen muss.

Siegfrieds Schlittenfahrt – Wagners Götterdämmerung an der Oper Chemnitz

02.12.18 (Michael Ernst) -
Wie eiskalt ist der Wagner hier. Mit den ersten Takten der „Götterdämmerung“ in Chemnitz erleben wir ein Gefrieren aller Gefühle. Nicht etwa, weil die Robert-Schumann-Philharmonie unter ihrem spanischen Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo unterkühlt musizieren würde – im Gegenteil: hier wird heißblütig aufgespielt, dennoch ausgewogen klangstark, wohlbedacht dosiert und bestens begleitet. Eiskalt ist der Ort dieses Weltuntergangs-Szenarios von seinem Anfang bis zum frostigen Ende.

Alles auf Anfang oder „Alles ist aus“?

29.11.18 (Michael Ernst) -
„Fine dell’Opera“ steht am Schluss des Librettos. Ende der Oper. György Kurtág hat lange um diesen Schlusspunkt gerungen. Und nun soll es gar keiner sein. Dabei wurde der Meister der musikalischen Kleinteiligkeit mehr als ein Vierteljahrhundert lang von Alexander Pereira geradezu bekniet, eine Oper zu schreiben. Sie sollte in Zürich herauskommen, als Pereira dort Intendant war, sie war für die Salzburger Festspiele geplant, die Pereira für kurze Zeit leitete, nun wurde sie tatsächlich an der Mailänder Scala uraufgeführt, der Pereira seit 2015 vorsteht.

„Alles ist aus“ – György Kurtágs Oper „Fin de partie“ an der Mailänder Scala uraufgeführt

16.11.18 (Michael Ernst) -
Im Mutterland der Oper ticken die Uhren ein klein wenig anders. Wo einst Puccini und Verdi für ihre neuen Würfe gefeiert worden sind, hat es die Neue Musik heute deutlich schwerer. Das gilt insbesondere für das Teatro alla Scala, diesem so traditionsreichen Haus mitten in Mailand. Bevor Anfang Dezember die neue Spielzeit – wiederum mit Verdi – eingeläutet wird, gab es zur Krönung der laufenden Saison die Uraufführung von „Fin de partie“ nach dem gleichnamigen Drama von Samuel Beckett.

Eine ging, drei wollten und zwei wollen kommen – Wer, was, wo? Und wieso?

12.11.18 (Michael Ernst) -
Wenn jetzt die Weichen für die Zukunft an Dresdens Musikhochschule neu gestellt werden, berührt das auch die Osterfestspiele Salzburg. Oder verhält es sich eher umgekehrt? Personalroulette zwischen Dresden, Salzburg, Baden-Baden und München.
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