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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter P. Pachl«

Kuriose Kostbarkeiten (Peter P. Pachl)

29.12.17 (Peter P. Pachl) -
Eine geradezu absurde Situation: selbst jene Labels, die in den Vorjahren Künstlern oder Ensembles wenigstens geringe Honorare entrichtet haben, zahlen inzwischen nichts mehr, sondern fordern im Gegenteil die Festabnahme von Exemplaren in Hunderter-Stückzahlen. Kurioserweise geht der Tonträger- und Bildtonträger-Markt trotz massiver Klagen um mangelnde Absätze nicht zurück, sondern expandiert weiter. Im schier kaum überschaubaren Angebot befinden sich im Jahre 2017 zahlreiche Erstveröffentlichungen und Repertoire-Erweiterungen, die anzuhören oder anzusehen Freude macht.

Paul Abrahams „Märchen im Grand Hotel“ an der Komischen Oper Berlin

18.12.17 (Peter P. Pachl) -
In Nachfolge zu fünf selten gespielten Operetten von Emmerich Kálmán, die in den vergangenen Spielzeiten an der Komischen Oper Berlin eine so genannte Weihnachts-Operetten-Reihe bilden, folgt nun ein fünfteiliger Zyklus mit selten zu hörenden bis vergessenen Operetten von Paul Abraham. Den Anfang machte die 1934 in Wien uraufgeführte Lustspieloperette „Märchen im Grandhotel“, „konzertant“ angekündigt, aber doch szenisch genussreich.

Ohne Harry Potter läuft nichts – Berlioz’ „L’enfance du Christ“ szenisch in der Philharmonie

17.12.17 (Peter P. Pachl) -
Die irische Regisseurin Fiona Shaw, durch die „Harry Potter“-Verfilmungen bekannt als Aunt Petunia Dursley, inszenierte in der Philharmonie Berlin Hector Berlioz’ Oratorium von der Kindheit Jesu, die geistliche Trilogie „L’enfance du Christ“ für Solisten, Chor, Orchester und Orgel aus den Jahren 1850 bis 1854. Deren – gerade verglichen mit der letzten szenischen Produktion an diesen Ort, Peter Sellars’ hinreißender Janácek-Inszenierung des „Füchslein Schlaukopf“ (vgl. nmz vom 13. 10. 2017) – äußerst karge szenische Einrichtung erreicht kaum die Wirkung einer Christmas Pantomime in einem britischen Gemeindehaus.

Sinnlich höfische Zur-Schau- und Selbstdarstellung – „L’incoronazione di Poppea“ an der Staatsoper Unter den Linden

10.12.17 (Peter P. Pachl) -
Die Barockoper gehört einfach zu Unter den Linden, und so gab es am zweiten Tag des Spielbetriebes gleich die Premiere jener Oper, die einen herausragenden Höhepunkt in der Geschichte des Musiktheaters bildet, Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“.

„Hänsel und Gretel“ mit Schwellköpfen – Umstrittene Neuinszenierung an der Staatsoper Berlin

09.12.17 (Peter P. Pachl) -
Gerade erst hat die Staatsoper Unter den Linden eine unkonventionelle Weihnachtsoper, „Der gewaltige Spotz“, herausgebracht, da folgt im großen Haus, hier seit 1996 nicht mehr gespielt, als erste reguläre Premiere des wieder aufgenommenen Spielbetriebes, die berühmteste klassische Weihnachts- und Kinder-Märchen-Oper „Hänsel und Gretel“.

Barrie Koskys Inszenierung der traditionsbelasteten „Anatevka“ an der Komischen Oper

04.12.17 (Peter P. Pachl) -
Mit seiner Neuinszenierung der „Anatevka“ trat Hausherr Barrie Kosky gegen eine legendäre Vorproduktion an, die Regiearbeit von Walter Felsenstein, der mit der Berliner Erstaufführung des Musicals von Joseph Stein und Jerry Bock eine der erfolgreichsten Produktionen an diesem Haus geschaffen hatte: unter dem Titel „Der Fiedler auf dem Dach“ erlebte Felsensteins „Anatevka“ mehr als 500 Aufführungen.

Redundante Choreographie-Inszenierung – Meyerbeers „Le Prophete“ an der Deutschen Oper Berlin

28.11.17 (Peter P. Pachl) -
Bereits beim ersten Blick auf die offene Bühne mit diversen Plattenbauten-Prospekten wird klar, dass die Handlung von Meyerbeers Grand Opéra, um 1530 in den Niederlanden und im westfälischen Münster spielend, in der Berliner Neuinszenierung an die Gegenwart herangerückt und hier auch verortet wird.

„Der unglaubliche Spotz“ von Mike Svoboda als Vorweihnachtsmärchen an der Staatsoper

26.11.17 (Peter P. Pachl) -
In der Nachfolge der romantischen Künstleroper hat Mike Svoboda einen Musiktheaterbeitrag komponiert, mit einer Mesalliance, wie sie in den Opern von Ludwig Thuille vorgezeichnet ist: Komponist und Prinzessin lieben einander, aber der Vater König ist schwer geräuschempfindlich und mag keine Oper. Ein Erfinder am Hofe – er trägt bezeichnenderweise den Namen Einstein – sorgt für Abhilfe, zunächst mit einem Kopfhörer, der alle Schallwellen tötet, dann mit einem Gerät, das dem König im Schlaf die Klänge der neuen Oper in homöopathischen Dosen infiltriert, so dass er schließlich doch Musik mag – happy end.

„Unsere Eier gehören uns!“ – Uraufführung der „Hühneroper“ am Atze Musiktheater in Berlin

06.11.17 (Peter P. Pachl) -
Die geistige Verwandtschaft zwischen dem Grips Theater in Berlin-Tiergarten und dem Atze Musiktheater im Wedding zeigt sich besonders deutlich an der jüngsten Atze-Produktion, einem „Singspiel über das Leben auf einer Hühnerfarm und die Kraft von Träumen“ in der wirkungsstarken Inszenierung der jungen Regisseurin Göksen Güntel.

Bibel am Stiel, Chor in Kreisbewegungen

31.10.17 (Peter P. Pachl) -
Befremdlich scheint der Titel. In dieser szenischen, musikalisch aus Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Knut Nystedt, William Carlos Williams und Steve Reich kompilierten Uraufführung tanzt Martin Luther keineswegs, und schon gar nicht mit den Göttern. Aber Robert Wilsons präzise Regiearbeit, vor mehr als 40 Jahren für Berlin an der Schaubühne begonnen, fasziniert. Sie ist, wie stets, extrem auszirkuliert.
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