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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter P. Pachl«

Musikalisch hochkarätig – Mozarts „Le Nozze di Figaro“ an der Berliner Staatsoper

03.04.21 (Peter P. Pachl) -
Ein neuer Da Ponte-Zyklus unter GMD Daniel Barenboim steht für die Staatsoper Unter den Linden ins Haus. Die „Figaro“-Neuinszenierung war am Gründonnerstag 2021 als Premiere über Mezzo TV live zu erleben, und sie bleibt als Aufzeichnung vorerst weiterhin abrufbar. Dabei ist es noch keine sechs Jahre her, seit Jürgen Flimm, der vorige Hausherr der Staatsoper Berlin, Mozarts Opera buffa gleichermaßen gekonnt wie ungewöhnlich lokalisiert in Szene gesetzt hat; unter Gustavo Dudamels zündender musikalischer Leitung war die turbulente Produktion ebenfalls im Fernsehen übertragen worden und anschließend 90 Tage online abrufbar.

Zunächst als Livestream-(Vor-)Premiere: Zandonais „Francesca da Rimini“ an der Deutschen Oper Berlin

16.03.21 (Peter P. Pachl) -
Gemeinsam mit dem DVD-Label Naxos und Deutschlandfunk Kultur ermöglichte die Deutsche Oper Berlin es ihren Besuchern, der jüngsten Opernproduktion via takt1. digital live beizuwohnen. Generalintendant Dietmar Schwarz berichtete in seiner Ansprache vor Beginn der Oper, dass sechs Wochen unter Hygieneauflagen – dem täglichen Test aller Mitwirkenden – ohne Maske und Abstand geprobt werden konnte. Schwarz, wie auch die Sängerdarstellerin Alexandra Hutton bei ihrer Pausen-Führung über die Bühne und in einige Garderoben, betonten, dass das Publikum diese Oper bald auch im Zuschauerraum des Hauses an der Bismarckstraße live werde erleben können.

Circensisches Sammelsurium – „Pinocchios Abenteuer“ von Lucia Ronchetti an der Berliner Staatsoper

28.02.21 (Peter P. Pachl) -
Nach den Live-Streamings „Lohengrin“ und „Jenufa“ von der Staatsoper Unter den Linden gab es nun endlich auch eine Opernpremiere für die jungen Besucher ab 6 Jahren. Am Sonntag, dem 28. Februar um 11 Uhr war Lucia Ronchettis 2017 in Rouen uraufgeführte instrumentale Komödie „Pinocchios Abenteuer“ erstmals in deutscher Sprache zu erleben.

Tonträger-Bilanz 2020 von Peter P. Pachl

31.12.20 (Peter P. Pachl) -
Die schönsten Reize des Alten und des Neuen – Viele Erstveröffentlichungen.

Separatvorstellung – „Lohengrin“ an der Berliner Staatsoper Unter den Linden

14.12.20 (Peter P. Pachl) -
„Einsam in trüben Tagen“, so erzählt Elsa vor Gericht, habe sie im Gebet die Eingabe gehabt, dass ihr ein glänzender, reiner Ritter erscheine; diesen wolle sie zum Streiter für sich wählen – heute würde man sagen: als Anwalt für ihren Prozess. Die Geschichte vom angeblichen Mord Elsas an ihrem Bruder Gottfried, Wagners erste, noch verhalten hintergründige, musikdramatische Auseinandersetzung mit dem Thema Inzest zwischen Geschwistern, Tabu und Trauma, schien der richtige Stoff zu sein für den Regisseur Calixto Bieto, der in seinen früheren szenischen Arbeiten gern eigene kindliche Erfahrungen und Traumata zu verarbeiten pflegte. Doch wenig Vergleichbares bot sein Regiedebüt an der Staatsoper Unter den Linden – als eine einsame Premiere in trüben Tagen.

Rezension: „Die Opferung des Gefangenen“ von Egon Wellesz bei Capriccio erschienen

03.12.20 (Peter P. Pachl) -
Peter P. Pachl rezensiert die Ersteinspielung von Egon Wellesz‘ Einakter „Die Opferung des Gefangenen“, die kürzlich bei Capriccio erschienen ist. In der Interpretation von Friedrich Cerha mit dem ORF-Radio-Symphonieorchester werde mehr als einmal deutlich, wie stark Wellesz‘ stringente Thematik in den Bläsern die Filmmusikkomponisten beeinflusst hat, insbesondere diverse Weltraum-Sagas, meint unser Rezensent.

Premiere als Dernière? – Offenbachs „Die Großherzogin von Gerolstein“ an der Komischen Oper Berlin

01.11.20 (Peter P. Pachl) -
Es sei ein „Glück nun zu wissen, dass die Theater zur ‚Freizeit-Industrie‘ gehören und mit Nagelstudios in einen Topf geworfen werden“. Das Komischste des heiter apostrophierten Abends passierte vor der Aufführung mit der Ansprache von Barrie Kosky an sein Publikum. Doch was danach passierte, löste das Versprechen der Heiterkeit kaum ein und konnte mit dem hohen Niveau der künstlichen Qualität dieses Hauses nicht mithalten.

Frauens-Wissens-Wollen Reloaded – Die turbulente Oscar Straus-Revue wieder an der Komischen Oper Berlin

18.10.20 (Peter P. Pachl) -
Unter Walter Felsensteins Ägide und darüber hinaus hatte die Komische Oper Berlin einen absoluten Dauerrenner mit Jacques Offenbachs Operette „Ritter Blaubart“. Der Versuch, mit einer Neuinszenierung durch Stefan Herheim an diesen Erfolg anzuknüpfen, ist gescheitert; aber ein anderer Coup aus der Ära Barrie Kosky hat sich zu einem neuen Dauerbrenner entwickelt: Oscar Straus‘ musikalische Komödie „Eine Frau, die weiß was sie will.“

Mit Nebel- und Laserkanone – „Aus dem Hinterhalt: Macht der Künste“ an der Deutschen Oper Berlin

11.10.20 (Peter P. Pachl) -
Zuvörderst Chapeau für das Charlottenburger Opernhaus, das damit innerhalb von fünf Wochen seine vierte Premiere herausgebracht und auch numerisch damit die anderen beiden Berliner Opernhäuser überrundet hat. Nur selten berichtete die nmz bislang über jene Reihe „Aus dem Hinterhalt“, welche mit unterschiedlichem Erfolg die Opernpremieren in der Intendanz von Dietmar Schwarz begleitet, indem sie der Premiere zeitnah als künstlerischen Kommentar eine „Late Night Performance zur großen Oper“ folgen lässt. Dass für Wagners „Die Walküre“, die diesmal den Ansatzpunkt bildete, das Attribut „große Oper“ völlig unzutreffend ist, zumal Richard Wagner gerade mit seiner Form des musikalischen Dramas der Kunstform der „Grand Opéra“ den Kampf angesagt hatte, sei nur am Rande erwähnt.

Luca Francesconis „Quartett“ als Saison-Eröffnungspremiere an der Berliner Staatsoper

05.10.20 (Peter P. Pachl) -
Heiner Müller, der wohl wichtigste deutsche Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der auch als Regisseur für Schauspiel und Musiktheater („Tristan und Isolde“ in Bayreuth) Marksteine gesetzt hat, ist mit seinem wohl meistgespielten Stück „Quartett“ nach Berlin zurückgekehrt – und diesmal an die Staatsoper, als Erstaufführung der deutschen Fassung der gleichnamigen Oper von Luca Francesconi aus dem Jahre 2011.
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