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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter P. Pachl«

Flugzeugbomberwrack als Wodanseiche – Henry Purcells Semi-Opera „King Arthur“ an der Staatsoper Berlin

17.01.17 (Peter P. Pachl) -
Eine die Mittel des barocken Theater mit heutiger Videotechnik perfektionierende Bühnenpräsentation zweier Regisseure, die für die Kombination von Schauspiel- und Opernelementen dieser Semi-Opera verantwortlich zeichnen und die nunmehr 24. Staatsoperneinstudierung des Barock-Spezialisten René Jacobs, – wie kommt es, dass das 40 Musiknummern umfassende, an der Berliner Staatsoper um 30 weitere Nummern aufgepeppte Meisterwerk Henry Purcells in seiner Wirkung verpufft?

Berliner Kinder-Bande für das Gute – „Emil und die Detektive" im Atze Musiktheater Berlin

09.01.17 (Peter P. Pachl) -
Den vor 87 Jahren von Erich Kästner als Roman veröffentlichten Kinder-Krimi „Emil und die Detektive" bearbeitete Atze-Theaterleiter Thomas Sutter als ein heutiges Singspiel mit zeitgemäßem politischem Bezug und setzte ihn selbst wirkungsvoll in Szene.

Silberscheiben, die bleiben

24.12.16 (Peter P. Pachl) -
Der persönliche Jahresrückblick der nmz-Phonokritiker. Rara et diversa: Franz Schmidt, Max Reger, Bernd Alois Zimmermann, WDR Sinfonieorchester, Carl Goldmark, Frank Beermann, André Previn, Erwin Stein, Gerhard Weinberger und Franz Schmidt, Max Reger, Bernd Alois Zimmermann, WDR Sinfonieorchester, Carl Goldmark, Frank Beermann, André Previn, Erwin Stein, Gerhard Weinberger.

Tickt es? –Emmerich Kálmáns „Marinka“ an der Komischen Oper Berlin

20.12.16 (Peter P. Pachl) -
Die fünf Jahre dauernde Beschäftigung mit selten gespielten Bühnenwerken von Emmerich Kálmán, dargeboten jeweils als mehr oder weniger halbszenische Vorweihnachtsoperette an der Komischen Oper Berlin, fand ihren an Kálmán-Originalität kaum zu überbietenden Höhepunkt mit dem einzigen Beitrag dieses Komponisten für den Broadway, dem 1945 in New York uraufgeführten romantischen Musical „Marinka“, der Meyerling-Tragödie mit Happy-End.

Vom Teufel trotz kreativer Vorleistung ignoriert

13.12.16 (Peter P. Pachl) -
Nach dem Lesen des ersten Drittels kam ich zu dem Schluss, dieses Bändchen habe in der Musikliteratur nur eine Parallele, so lesenswert, eigenwillig und in den Erkenntnissen sensationell wie die Mozart-Studie des Außenministers der Sowjetrepublik unter Lenin, Georgi W. Tschitscherin. Allerdings musste der Rezensent diesen Eindruck nach Abschluss der Lektüre relativieren. Gleichwohl ungewöhnlich und erstaunlich: Auf nur 136 Seiten gelingt es dem Autor Michael Schwalb, nicht nur ein recht umfassendes Bild des Komponisten und seiner Zeit zu zeichnen, sondern auch mit eigenen, überzeugenden Beobachtungen zu Pfitzners Werken aufzuwarten.

Ins Hollywood-Studio verlegt – Puccinis „Manon Lescaut“ an der Berliner Staatsoper

07.12.16 (Peter P. Pachl) -
Eine Großtat des Intendanten Jürgen Flimm an seiner Staatsoper war die Inszenierung von Rimsky-Korsakows „Zarenbraut“ durch Dmitri Tcherniakov, die in einem TV-Studio spielte. Dies das mag Flimm auf die Idee gebracht haben, seinerseits in St. Petersburg die Handlung der „Manon Lescaut“ ebenfalls in ein Studio zu verlegen. Aber was in St. Petersburg offenbar Gefallen gefunden hat, kam in Berlin weniger gut an.

Alexandrien ist doch Berlin – Oscar Straus’ „Die Perlen der Cleopatra“ an der Komischen Oper Berlin

04.12.16 (Peter P. Pachl) -
Mit der 1923 für Berlin geplanten, dann aber aufgrund der Währungsreform in Wien uraufgeführten und erst ein Jahr später im Theater am Nollendorfplatz herausgebrachten Operette „Die Perlen der Cleopatra“ knüpft Oscar Straus an seine frühen Berliner Wurzeln als Überbrettl-Kapellmeister an, lässt kaum ein Fettnäpfchen aus und übertritt gemeinsam mit seinen Autoren Julius Brammer und Alfred Grünwald permanent die Grenzen des „guten Geschmacks“. Ein gefundenes Fressen also für Barrie Kosky an der Komischen Oper Berlin mit der eigenwillig großartigen Dagmar Manzel in der von Fritzi Massary kreierten Titelrolle.

„Große Koalition, eine außerparlamentarische Oper“ im Berliner Radialsystem V

03.12.16 (Peter P. Pachl) -
Bei „Große Koalition“ denkt der Bundesbürger an die erste Zusammenarbeit zwischen Ex-Widerstand und Ex-Nazi, an Brandt und Kiesinger von 1966 bis 1969. Aber die freie Gruppe Novoflot will den Begriff weiter fassen, als einen Handlungsentwurf für die politische Realität. In dem auf Johann Sebastian Bach fußenden, insgesamt leider sehr unsinnlichen Musiktheater-Abend klaffen Anspruch und Umsetzung weit auseinander.

Oper zum Umherwandern – Emmanuel Nunes’ „La Douce“ in der Werkstatt der Berliner Staatsoper

20.11.16 (Peter P. Pachl) -
Der 2012 verstorbene portugiesische Komponist Emmanuel Nunes, der in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag hätte begehen können, hat es sich und seinen Zuschauern nie leicht gemacht, insbesondere wenn es um das Kunstwerk Oper geht. Seine bislang nur in Lissabon aufgeführte, über 30 Jahre hin entwickelte Goethe-Oper „Das Märchen“ hatte aufgrund der Dauer nicht nur die Zuschauer, sondern in ihren Ausmaßen auch die gigantischen Möglichkeiten des Teatro Nacional de São Carlos überfordert.

Kinderoper „Peter Pan“ von Richard Ayres an der Komischen Oper Berlin

16.11.16 (Peter P. Pachl) -
Regisseur Keith Warner steht für innovative, originelle Operninszenierungen, wie den „Ring“ in London und „Lohengrin“ bei den Bayreuther Festspielen, folglich waren die Erwartungen für sein Berlin-Debüt mit der Kinderoper „Peter Pan“ hochgesteckt. Die besuchte 3. Aufführung der Kinderoper „Peter Pan“ an der Komischen Oper Berlin (Spielleitung: Neil Robinson) vermochte diese Erwartungen jedoch nur partiell zu erfüllen.
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