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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter P. Pachl«

„Der Zauberer von Oz“ von Pierangelo Valtinoni an der Komischen Oper Berlin

29.10.18 (Peter P. Pachl) -
Es ist schwer, gegen einen Mythos anzutreten, im konkreten Fall gegen den Hollywoodfilm „Der Zauberer von Oz“. Dass dies obendrein ein Musical-Film ist, der auch gerne auf die Bühnen transformiert wurde, macht den Fall für die Komische Oper Berlin mit einer Erstaufführung als Kinderoper nicht leichter.

Lagerhalle Korinth – Luigi Cherubinis „Médée“ an der Staatsoper Unter den Linden Berlin

21.10.18 (Peter P. Pachl) -
Die Premiere, vor knapp drei Wochen, fand wohl nur geteilte Aufnahme; inzwischen hat sich „Médée“ zu einem Triumph gemausert, als ein dramatisches Fest großer Stimmen, des imposanten Staatsopernchores und der unter ihrem GMD Daniel Barenboim fulminant aufspielenden Staatskapelle – ein Erlebnis.

Faszinierende Hommage á Debussy – Annelies Van Parys’ Kammeroper „Usher“ an der Staatsoper Berlin uraufgeführt

13.10.18 (Peter P. Pachl) -
Mit der jüngsten Produktion ist der Staatsoper ein Coup gelungen. Jenseits der bislang formal und ästhetisch betonten Werkstatt-Atmosphäre in der „Neuen Werkstatt“, die unter der Intendanz von Matthias Schulz „Alter Orchesterprobensaal“ genannt wird, erfolgt in perfekter Illusionsraum-Lösung die Uraufführung einer ungewöhnlichen Umsetzung von Claude Debussys Fragment „La Chute de la maison Usher“.

Die geklaute Ziffer – François Sarhans „Nacht bis Acht“ an der Deutschen Oper Berlin

07.10.18 (Peter P. Pachl) -
Einen knappen Tag nach der Eröffnungspremiere mit „Wozzeck“ lieferte die deutsche Oper Berlin als Uraufführung eine Oper „für alle ab 6 Jahren“ in ihrer Tischlerei nach. In François Sarhans „Nacht bis Acht“ stößt der Besucher auf Opern-Topoi, die ihm sofort bekannt vorkommen: auf eine diebische Elster, auf Don Quichotte und einen schweifenden Mann mit Augenklappe, auf eine per blauem Stofftuch imaginierte Wasserwelle, ein fahrbares und sich hebendes Bett sowie auf eine Drehorgel als Taxi. Doch wer dabei an Rossini, Massenet und Wagner, an Barockoper, an Marthaler oder an Wedekind denkt, der ist auf dem Holzweg.

Mit norwegischem V-Effekt: Bergs „Wozzeck“ an der Deutschen Oper Berlin

06.10.18 (Peter P. Pachl) -
Man stelle sich vor: Verdis „Aida“ in Rom, von einem deutschen Regisseur inszeniert, und jeder Handlungsträger ist mit einem Deutschlandfähnchen in der Hand oder am Anzug bestückt, alle in bayerischer Tracht – der Skandal wäre nicht auszumachen. Anders in Berlin, wo 1925 Alban Bergs „Wozzeck“ an der Staatsoper herauskam und wo jetzt in der Deutschen Oper eine Neuinszenierung Büchners Handlung radikal nach Norwegen verlegt: keinerlei Widerspruch beim Publikum.

Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ an der Komischen Oper Berlin

01.10.18 (Peter P. Pachl) -
In Berlin wurde das frühe Meisterwerk des Brünner Wunderkinds auf dem Wege nach Hollywood nach langem Verstummen im Dritten Reich und in einer der Spät- und Nachromantik des 20. Jahrhunderts abholden Periode wiederentdeckt durch eine ungewöhnliche Inszenierung Götz Friedrichs an der Deutschen Oper Berlin im Jahre 1983, der 2004 eine weniger gelungene Produktion am selben Haus folgte, welches in der vergangenen Saison mit Korngolds „Wunder der Heliane“ fulminant nachsetzte. Zu feiern gab es an der Komischen Oper Berlin nun nicht nur einen szenischen Neuansatz für den frühen Welterfolg, sondern auch Sängerleistungen und den Einstand des neuen GMDs Ainārs Rubiķis.

Ableitung der Ableitung: Franz Schrekers „Die Gezeichneten“ an der Oper Zürich

24.09.18 (Peter P. Pachl) -
Wenn eine Produktionsdramaturgin in der Einführungsveranstaltung vor der Premiere einer Neuinszenierung das Publikum auffordert, „Schließen Sie die Augen und hören Sie zu!“, dann scheint im Zeitalter des Regietheaters Vorsicht geboten – insbesondere, wenn eine mit Spannung erwartete szenische Neudeutung eines der spannendsten Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts ansteht.

Am Bahnsteig von Gleis 9 ¾ – Cimarosas „Die Italienerin in London“ beim Festival Schloss Britz

18.08.18 (Peter P. Pachl) -
Wieder einmal ist beim Festival Schloss Britz eine Opernrarität aus der Mozart-Zeit zu erleben, die 1774 in Rom uraufgeführte Oper „L’Italiana in Londra“ von Domenico Cimarosa: ein unkompliziertes Fünfpersonenstück als sommerliches Opernspektakel.

„Friedelind: Eine Wagner!“ beim Festival junger Künstler in Bayreuth uraufgeführt

14.08.18 (Peter P. Pachl) -
Richard Wagner ist als Kunstfigur oft verkörpert worden, sei es in Filmen, in neuen Werken oder in seinen eigenen Opern. Dass auch Leben und Eskapaden einer Wagner-Enkelin einen Bühnenabend zu füllen vermögen, beweist eine Uraufführung beim Festival Junger Künstler Bayreuth, Claus J. Frankls „Friedelind: Eine Wagner!“

„Die Walküre“ unter Placido Domingo bei den Bayreuther Festspielen und andere Veranstaltungen rund um den „Ring“

02.08.18 (Peter P. Pachl) -
Als König Ludwig II. nicht warten mochte, das ihm gewidmete Festspiel für drei Tage und einen Vorabend auf der Bühne zu erleben und jeweils nach Vollendung der Partituren Einzelaufführungen von „Das Reingold“ und „Die Walküre" ansetzte, kam es zum empfindlichsten Bruch in der engen Freundschaft zwischen Komponist und königlichem Mäzen. Denn für Wagner von größter Wichtigkeit war die zyklische Aufführung seines Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“, und die fand dann 1876 zum ersten Mal bei den Bayreuther Festspielen statt, wo seit Ende des 19. Jahrhunderts der komplette „Ring“-Zyklus zum Kanon der dort gespielten Werke Richard Wagners gehört.
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