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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter P. Pachl«

Warten, gähnen – Sciarrinos „Ti vedo, ti sento, mi perdo …“ an der Berliner Staatsoper

13.07.18 (Peter P. Pachl) -
Vor vier Jahren, als sich die Staatsoper noch im Umbau befand und in der noch unvollendeten Neuen Werkstatt Sciarrinos „Macbeth“ zu Recht gefeiert wurde, erfolgte die Ankündigung einer Uraufführung dieses Komponisten an der Staatsoper. Das Auftragswerk – in Koproduktion mit der Mailänder Scala – kam dann allerdings im November vergangenen Jahres in der Inszenierung von Jürgen Flimm und unter der musikalischen Leitung von Maxime Pascal in Milano heraus.

Hommage a Kroll-Oper – Opern von Ibert, Poulenc und Ravel an der UdK Berlin

06.07.18 (Peter P. Pachl) -
Die UDK zeichnet sich dadurch aus, dass sie den durch die drei großen Opernhäuser in Berlin ohnehin weit gefächerten reichen Spielplan durch überaus originelle Produktionen bereichert. Unter dem Titel „Trois Femmes“ hat der ebenso rührige wie einfallsreiche Dirigent Errico Fresis einerseits einen im Jahre 1930 von Alexander Zemlinsky an der Kroll-Oper realisierten Opernabend in der Abfolge adaptiert und zugleich noch eigenwillig angereichert.

Giuseppe Verdis „Macbeth“ an der Staatsoper Berlin

02.07.18 (Peter P. Pachl) -
Die als Festspieloper initiierte Produktion von Giuseppe Verdis „Macbeth“ in der Inszenierung des Altmeisters Harry Kupfer, mit den Stars Anna Netrebko und Placido Domingo in den Hauptrollen sowie Daniel Barenboim am Pult, funktioniert in der Öffentlichkeit auch bei den Folgevorstellungen trefflich.

„Ein Porträt des Künstlers als Toter“ von Davide Carnevalis und Franco Bridarollis in der Neuen Werkstatt der Staatsoper Berlin

01.07.18 (Peter P. Pachl) -
Letztmals findet in diesem Jahr das von Jürgen Flimm initiierte Berliner Festival für Neues Musiktheater „INFEKTION!“ statt. Es brachte die Berliner Erstaufführung einer als Koproduktion mit der Münchener Biennale entstandenen, am 3. Juni 2018 dort uraufgeführten Produktion in der Inszenierung des Autors Davide Carnevali.

Der richtige Riecher – Schostakowitschs „Die Nase“ an der Komischen Oper Berlin

17.06.18 (Peter P. Pachl) -
Die zunächst in London, dann in Sidney laufende „Nase“ in der Inszenierung von Barrie Kosky ist in Berlin angekommen. In deutscher Übersetzung setzt sie endlich einmal den von Beginn bis zu dieser Intendanz-Ära an der Komischen Oper als Alleinstellungsmerkmal ausschließlich geübte Praxis der Opernaufführungen in Landssprache fort. Die umjubelte Premiere von Schostakowitschs frühem Opern-Wurf wurde zu einem späten Höhepunkt dieser Saison und zugleich zu einem hoffnungsreichen Einstand für den künftigen GMD Ainārs Rubiķis.

Heiterer Sommernachtsspaß im Sanatorium der Liebe – Rossinis „Il viaggio a Reims“ an der Deutschen Oper Berlin

16.06.18 (Peter P. Pachl) -
War die vorangegangene Neuinszenierung an der Deutschen Oper Berlin, die in eine Weltraumstation mündende „Fledermaus“, zumindest in Fragen des Timings hoffnungslos verloren, so entschädigt die jüngste Neuinszenierung: Rossinis „Il viaggio a Reims“ schafft die Punktlandung, das Feuerwerk an Spielfreude und Sangeskunst entfachte beim Premierenpublikum einhellige Begeisterungsstürme.

Reflexionen des Orpheus-Mythos – „Abstract Pieces“ von Manos Tsangaris

21.05.18 (Peter P. Pachl) -
Alle Komposition von Manos Tsangaris sind im weiteren Sinne musiktheatrale Aktionen. So auch die jüngste des erfolgreichen Kagel-Schülers, deren sehr allgemein gehaltener Titel eines „Musiktheaters für Darsteller, Instrumente, Raum und Licht“ zunächst einmal nichts über Inhalte und Besonderheiten verrät. Dahinter verbirgt sich ein medial aufgepeppter Orpheus-Mythos, vom Komponisten selbst im nackten Raum der Neuen Werkstatt der Staatsoper in Szene gesetzt.

Erotischer Opern-Traum – Händels „Semele“ an der Komischen Oper Berlin

14.05.18 (Peter P. Pachl) -
Der drei-dreiviertelstündige, aber in seinen szenischen Erfindungen und Umsetzungen überaus kurzweilige Premierenabend, durchwegs mit sängerischen Spitzenleistungen, erntete einhellige Begeisterung.

Der scheidende Intendant tanzt – Flimm inszeniert und spielt Igor Strawinskys „Die Geschichte vom Soldaten“ in Berlin

24.04.18 (Peter P. Pachl) -
Mit Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“ bereitete sich Jürgen Flimm selbst ein Abschiedsfest: zugleich eine Abschiedsinszenierung und eine Abschiedsrolle, bei der er am Ende seinen Hut nochmals in den Ring wirft – respektive seinen Zylinder auf die leer gefegte Spielfläche. Ungeahnte Jahre hat es gedauert, bis Flimm endlich die Staatsoper eröffnen durfte, und dann, in dieser Spielzeit, an der Seite eines Co-Intendanten, der inzwischen bereits im Haus Unter der Linen alleine das Sagen hat, Matthias Schulz.

Fanny als potenzierte Opernfigur – Musiktheater mit Kompositionen von Fanny Mendelssohn Bartholdy in der Werkstatt der Staatsoper Berlin

16.04.18 (Peter P. Pachl) -
Neben fünf Erwachsenen Profis spielen, singen und musizieren 27 Kinder in der jüngsten Produktion des Kinderopernhauses Lichtenberg. Sie bescherten der Neuen Werkstatt der Staatsoper sechs volle Häuser. Ganz ohne Dernière-Mätzchen und -Witzchen wurde auch die letzte Aufführung „Fanny! – Wer will mir wehren zu singen?“ von den Beteiligten mit Engagement und künstlerischem Ernst dargeboten und vom Publikum gefeiert.
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