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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter P. Pachl«

Wagner ohne Mundschutz – „Das Rheingold“ an der Deutschen Oper Berlin

13.06.20 (Peter P. Pachl) -
Mit dem „Rheingold“ hätte dieser Tage der neue „Ring“-Zyklus der Deutschen Oper Berlin in der Inszenierung von Stefan Herheim eröffnet werden sollen, was durch den Shutdown der vergangenen Monate verhindert wurde. Mit nur zehn Tagen Vorlauf, wie Intendant Dietmar Schwarz betonte (zumal die Genehmigung dafür erst vor zehn Tagen erfolgt sei), wurde eine Open-Air-Produktion des Vorabends des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“ ins Programm genommen, nicht ersatzweise, sondern zusätzlich – und dies auf einer Fläche, die sich bereits 2014 für Iannis Xenakis’ „Oresteia“ als eine akustisch und dramaturgisch gut bespielbare Location erwiesen hatte: das obere Parkdeck inmitten des Gevierts von Bühne und Werkstätten der Deutschen Oper Berlin.

Torte ohne Schlacht – Barrie Koskys szenischer Liederabend „Ich wollt, ich wär’ ein Huhn“

07.03.20 (Peter P. Pachl) -
„Ein Berlin-Abend“ untertitelt die Komische Oper das bereits vor zwei Spielzeiten angekündigte, dann aber verschobene und nun endlich realisierte Kammerstück mit Liedern aus den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Dabei sind es nicht nur populäre Nummern verfemter Komponisten, sondern auch solcher, die sich mit dem NS-Regime arrangiert haben, durch Brecht-Lieder von Hanns Eisler konterkariert oder zu „dadaistisch-eskapistische(n) Nummern“ hochstilisiert, etwa im Bemühen, aus den Texten von Bruno Balz als dem von der Gestapo verfolgten homosexuellen Dichter der Lieder für Zarah Leander, versteckte politische Aussagen zu entlocken.

Zum Mega-Event gepusht – „Der Rosenkavalier“ an der Staatsoper Berlin

10.02.20 (Peter P. Pachl) -
Die sich musikalisch auf hohem Niveau bewegende Neuproduktion krankt an der all zu großen Diskrepanz zwischen Inszenierungsabsicht und Inszenierungsergebnis der mit André Heller, Xenia Hausner und Zubin Mehta als Mega-Event apostrophierten Premiere an der Staatsoper Unter den Linden. Gleichwohl ein Publikumserfolg bei dem ungewöhnlich stark mit High Society aus Wien angefüllten Auditorium.

Nicht im Lot – Jaromír Weinbergers „Frühlingsstürme“ an der Komischen Oper Berlin

31.01.20 (Peter P. Pachl) -
Angekündigt als die Rückkehr der „letzten Operette der Weimarer Republik“, findet die jüngste Ausgrabung an der Komischen Oper Berlin in mehrfacher Hinsicht kein Ende. Die Handlung ringt sich zu einem sehr gebrochenen Happy End durch, fast schon ein tragischer Ausgang, wie sie im Genre Operette sonst nur von Lehars „Giuditta“ bekannt ist.

Schattenreich: Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ an der Deutschen Oper Berlin

27.01.20 (Peter P. Pachl) -
Mit der Shakespeare-Oper „A Midsummer Night’s Dream“ hat die Britten-Reihe an der Deutschen Oper Berlin einen besonderen Höhepunkt erreicht. Die Berliner Version der Koproduktion mit der Oper Montpellier erntete einen uneingeschränkten Premierenerfolg. Peter P. Pachl berichtet.

Physisches für das Sammlerherz

16.01.20 (Peter P. Pachl) -
Der persönliche Jahresrückblick der nmz-Phonokritiker. Kuriose Kostbarkeiten.

Butterfly light als „Weihnachtsoperette“ – Paul Abrahams „Dschainah, Das Mädchen aus dem Tanzhaus“ an der Komischen Oper Berlin

01.01.20 (Peter P. Pachl) -
Die „Weihnachtsoperetten“ der Komischen Oper Berlin werden auf dem Programmzettel halbfett als „Konzertante Aufführung“ bezeichnet – ein Understatement, denn es handelt sich dabei um eine Mischform zwischen Konzert und vollszenischer Darbietung, mit Beleuchtung, Choreografie der auswendig agierenden Darsteller*innen und glitzernden, paillettenreichen Kostümen. Die besondere Form hat seit acht Jahren Tradition und auch diesmal Qualität.

Das verbotene „B-Wort“ – Barrie Kosky als Klavierbegleiter in „Lonely House“ an der Komischen Oper Berlin

19.12.19 (Peter P. Pachl) -
Als eine „Wiederentdeckung“ der „eher unbekannten Seite von Kurt Weill“ hatte die Komische Oper Berlin einen ungewöhnlichen Liederabend angekündigt: „Gemeinsam mit der Sängerin und Schauspielerin Katharine Mehrling präsentiert Kosky eine emotionale Reise voller Lachen und Weinen durch die in Deutschland unbekannte Seite eines der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts – zwischen Paris und New York“.

Radikal modern? – Radikal altbacken! – „La Traviata“ an der Komischen Oper Berlin

10.12.19 (Peter P. Pachl) -
Als „Klassiker – radikal modern“ hatte die Komische Oper Berlin Giuseppe Verdis einzige aktuelle, in seiner Gegenwart spielende Oper über Leben und Tod einer Edelkurtisane angekündigt. Aber die Inszenierung von Nicola Raab verschenkt die sich in Beliebigkeiten nicht vermittelnde Handlung und erzeugt einen vergleichsweise radikal altbackenen Eindruck, dem leider auch die musikalische Seite nichts entgegenzusetzen vermag, außer Lautstärke. Peter P. Pachl ist enttäuscht.

Bollywood und andere Missgeschicke – Saint-Saëns’ „Samson et Dalila“ an der Berliner Staatsoper

25.11.19 (Peter P. Pachl) -
Der übermächtig starke Samson, der in der Liebesvereinigung mit der gegnerischen Dalila seine Kraft verliert – ein grandioser Hollywood-Stoff! Das dachten sich wohl auch die Verantwortlichen an der Staatsoper Unter den Linden und engagierten den argentinischen Filmregisseur Damián Szifron für die Neuinszenierung der Oper von Camille Saint-Saëns. Ein Experiment, das mit realistischen Monumentalkulissen wohl die Herzen konservativer Opernbesucher erfreuen sollte, das aber nach hinten losging, trotz partiell guter Personenregie und musikalischem Glanz.
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