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Alle Artikel kategorisiert unter »Philipp Lojak«

Das Comeback eines Musikkritikers?

05.05.22 (Philipp Lojak) -
Einmal ein Musikstück von Brahms oder Liszt so erleben, wie es im 19. Jahrhundert die Zeitgenossen gehört haben mussten – das wäre etwas! Nun gibt es zwar keine Zeitmaschine, um uns in diese Zeit zu bugsieren, dafür aber eine neu erschienene Studie über die Musikkritiken im Dresdner Feuilleton 1864 bis 1889. Theresa Henkel widmete sich in ihrer Dissertation den Texten des Musikschriftstellers und seinerzeit geschätzten, heute aber weitgehend vergessenen Liederkomponisten Carl Banck (1809–1889). Damit setzt sie Grundsteine für die Erforschung der Musikrezeption in den deutschen Tageszeitungen und zeigt, wie wichtig das musikalische Feuilleton in der Mediation zeitgenössischer Diskurse in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war. Für den Leser ist dies eine Gelegenheit, in die spannende Gedanken- und Erlebniswelt eines Zeitgenossen von Richard Wagner einzutauchen.

Gitarrist Leonard Becker mit Castelnuovo-Tedescos Kammermusik bei Naxos

31.03.22 (Philipp Lojak) -
Gitarristen haben eines gemeinsam: Sie leiden darunter, dass die Literatur für ihr Instrument nicht besonders groß ist. Das betrifft vor allem die Kammermusik. Nicht viele wirklich brauchbare Komponisten widmeten sich gebührend diesem Instrument, das doch zu so melancholischen bis feurig-wilden Klängen imstande ist. Mario Castelnuovo-Tedesco (1895–1968) ist einer von ihnen.

Link-Tipps 2022/03

09.03.22 (Philipp Lojak) -
Wie sieht es eigentlich aus, wenn man im Orchester sitzt, … / … die positive Kraft der Musik für den Klima- und Naturschutz … / Link-Tipp für eingefleischte Gitarren-Nerds!

Zenker: Estampies Royales / Leinen: Four Homages

04.02.22 (Philipp Lojak) -
Falk Zenker: Estampies Royales für Gitarre. Edition Margaux em 1190 +++ Willi Leinen: Four Homages für Gitarre. Edition Margaux em 1191

Noten-Tipps 2021/12

21.12.21 (Philipp Lojak) -
Hagen Barz: Berliner Skizzen II. Edition Dohr E.D. 18923 +++ Alois Bröder: Sentieri. Für drei Gitarren. Partitur und Stimmen. Verlag Neue Musik NM3158

Eierlehre statt Rassenlehre: Walter Braunfels’ „Die Vögel“ an der Oper Köln

06.12.21 (Philipp Lojak) -
Zwischen Sehnsucht und der Psychologie der Massen hat Regisseurin Nadja Loschky „Die Vögel“, Walter Braunfels’ „lyrisch-phantastisches Spiel“ von 1920, an der Oper Köln angelegt. Eine äußerst gelungene Produktion, findet unser Autor Philipp Lojak:

Alternative Altersvorsorge für Musiker

01.12.21 (Philipp Lojak) -
Das Alter ohne Geldsorgen verbringen, sich die Wohnung leisten können, einen Euro für eine Kugel Eis übrighaben. Dass ein Lebensabend in Würde aufgrund eines maroden Rentensystems nicht mehr möglich sein wird, befürchten viele Erwerbstätige. Doch auf dem Sparbuch gibt es keine Zinsen mehr, die Inflation zieht an und von klassischen Vorsorgemodellen fühlen sich die Anleger über den Tisch gezogen. Gleichzeitig lässt sich eine Entwicklung beobachten: Mit den steigenden Kursen von DAX und Co spielen sich Aktien als Altersvorsorge in den Vordergrund. Experten preisen sogenannte ETFs als sicher mit hoher Rendite. Könnte das auch für Kulturschaffende eine Lösung sein? Eine Recherche.

Noten-Tipp

17.11.21 (Philipp Lojak) -
Es ist Anfang Dezember im Jahr 1858. Gaspard Deguerry, Priester der Pfarrkirche La Madeleine im 8. Arrondissement von Paris, bittet Camille Saint-Saëns um Musik zur Begleitung der Mitternachtsmesse für das Weihnachtsfest desselben Jahres. Saint-Saëns, gerade einmal 23 Jahre jung und bereits seit einem Jahr Organist in der prunkvoll-klassizistischen Madeleine-Kirche, stürzt sich sofort in die Arbeit… Nur zwölf Tage dauerte die Entstehung der ersten sechs Sätze des „Oratorio de Noël“ op. 12, welches nun, 100 Jahre nach dem Tod von Camille Saint-Saëns am 16. Dezember 1921, in einer kritischen Ausgabe von Bärenreiter erscheint.

Von der Schlüssigkeit eines Wettbewerbskonzepts

11.11.21 (Philipp Lojak) -
Während Europa und Tokio in den Vorbereitungen für die Fußball-EM und Olympia vertieft waren, fand diesen Sommer in Zürich ein ganz anderer Wettbewerb von Weltklasse statt. Der „Concours Géza Anda“ ist mindestens ebenso außergewöhnlich wie sein Namensgeber, der schweizerisch-ungarische Pianist Géza Anda, dessen Geburtstag sich am 19. November 2021 zum 100. Mal jährt. Dabei macht der renommierte Wettbewerb einiges anders als andere Institutionen: Im Geis­te Andas ist das Ziel nicht das Produzieren von Klassik-Shootingstars, die nach einem raketenhaften Karrierestart ebenso schnell zu Boden stürzen. Denn beim Concours Géza Anda steht der Künstler und dessen nachhaltige Förderung im Mittelpunkt.
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