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Alle Artikel kategorisiert unter »Ssirus W. Pakzad«

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Jazz & The City Salzburg – Die Stadt ist der Star

02.11.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Bereits zum 18. Mal lud die Stadt Salzburg zum Festival „Jazz & The City“ ein. Auf mehreren Dutzend Bühnen der Altstadt fanden Ende Oktober mehr als hundert Konzerte bei freiem Eintritt statt.

Gelebte Demokratie

28.09.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Welchen Stellenwert das Internationale Jazzfestival Saalfelden genießt, zeigte sich wenige Minuten vor dem Eröffnungskonzert im Congress der Pinzgauer Gemeinde: Das Publikum war ganz schön verdutzt, als neben den Ausrichtern der Veranstaltung, neben Bürgermeister Erich Rohrmoser, der Salzburger Grünen Partei-Chefin Astrid Rössler und dem Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer sogar der österreichische Bundeskanzler Christian Kern auf die Bühne kam. Diese Volksdiener versicherten glaubhaft, dass die Politik vom Jazz noch etwas lernen könne: optimierte Demokratie, Offenheit, Spontaneität und den selbstverständlichen, unverkrampften Austausch zwischen verschiedenen Lagern.

Wenn das Essen zur Ersatzreligion wird

11.08.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Butter? Halleluja! Sugo? Hosianna! Zucker? Amen! Mit Kirche hat der Berliner Jazz-Schlagzeuger Max Andrzejewski an sich nicht viel am Hut. Wohl aber ist ihm die Musik heilig, die in Gotteshäusern erklingt. Besonders jene, die in den USA die schwarzen Gemeinden aufwühlt. Sein Faible für inbrünstige Gospelmusik wollte der 31-jährige schon lange ausleben. Nur wusste er nicht so recht, wie er das Thema angehen sollte.

Keine Überraschung?

31.05.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Man soll das Fell des Bären ja nicht verteilen, bevor Meister Petz tatsächlich erlegt ist. Aber eigentlich hätte sich Renaud Garcia-Fons schon im letzten Herbst überlegen können, wo er den Siegerpokal später zu Hause platzieren wird und was er mit der vielen Kohle anstellt, die er nun am 6. Mai auch zugesprochen bekam. Die Jury des BMW Welt Jazz Awards hatte nämlich eigentlich keine reelle Chance, an dem 54-Jährigen vorbei zu votieren. Sie kürte ihn zum verdienten Gewinner eines ungleichen Wettbewerbs, der in seiner neunten Ausgabe „Bass Erstaunt“ überschrieben war.

Er hat den Bogen raus – Renaud Garcia-Fons gewinnt den 9. BMW Welt Jazz Award

08.05.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Bass erstaunt war wohl niemand, als Nicolas Peter, Mitglied des BMW-Vorstands, in Gegenwart des Münchner Kulturreferenten Hans-Georg Küppers und Moderatorin Beate Sampson den Gewinner verkündete. Renaud Garcia-Fons nahm im Auditorium der BMW Welt einen Sieger-Pokal und einen Scheck über 10.000 Euro in Empfang. Der 54jährige durfte sich dann auch noch über den Publikums-Preis freuen.

Von ätherisch bis erdig – Eva Kruses „On The Mo“ beim BMW Welt Jazz Award

13.03.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Wie es sich anfühlt, auf dem Siegertreppchen zu stehen und dann einen schweren Pokal sowie einen dicken Scheck in die Hand gedrückt zu bekommen, das hat Eva Kruse beim BMW Welt Jazz Award schon einmal erleben dürfen – 2009, als der Wettbewerb zum ersten Mal ausgerichtet wurde, hat sich die Bassistin mit den Kollegen Michael Wollny und Eric Schäfer als „Trio (em)“ gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Jetzt kam die auf einer autofreien schwedischen Insel lebende Norddeutsche mit ihrer Band „On The Mo“ zurück an den Ort ihres damaligen Triumphs. Es wäre nicht verwunderlich, wenn sie es mit diesem Quintett zumindest wieder ins Finale schafft.

Bunte Klänge – Linda Ohs „Sun Pictures“ brachte Farbe in den BMW Welt Jazz Award

07.03.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Das an diesem Morgen vorgetragene „Blue Over Gold“ wurde von einem Bild des „vielschichtigen“ Malers Mark Rothko inspiriert, der ein Vertreter des Abstrakten Expressionismus war. Hier hat eine Farbkomposition Musik ausgelöst. Normalerweise aber läuft es bei Linda Oh anders herum.

Ein Kampf mit zwei Gewinnern

24.02.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Da glaubt einer, seinen Platz, seine Bestimmung in der Welt der Klänge längst gefunden zu haben. Und dann das. Als der bekannte norwegische Jazz-Saxophonist Håkon Kornstad 2009 in New York weilte, wurde er eines Abends in die Oper mitgeschleppt. Zwei Einakter von Pietro Mascagni und Ruggero Leoncavallo wurden gegeben – beide gelten neben Puccini als die wichtigsten Vertreter des sogenannten Verismo. Für den damals 32-jährigen Håkon Kornstad hatte das Konzert Folgen, denn es war für ihn nicht weniger als eine Art musikalisches Erweckungserlebnis.

Manko weg, Panik da – Renaud Garcia-Fons erntete beim BMW Welt Jazz Award Ovationen

21.02.17 (Ssirus W. Pakzad) -
Schon in der Papierform sah das nach ziemlich unfairem Wettkampf aus. Als im letzten Herbst bekannt gegeben wurde, wer da im „Bass Erstaunt“ überschriebenen „BMW Welt Jazz Award“ gegeneinander antritt, durften sich Eingeweihte schon die Frage stellen, welcher der fünf Konkurrenten Renaud Garcia-Fons bitteschön ernsthaft die Stirn würde bieten können. Der Franzose mit iberischen Wurzeln ist der vielleicht vollkommenste unter den Jazzbassisten unserer Tage, ein Mann, der mit bloßen Fingern, aber auch mit dem Bogen am Bass in neue Dimensionen vorgedrungen ist. Seine Ausnahmestellung hat er im Doppelkegel eindrucksvoll unterstrichen.
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