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Alle Artikel kategorisiert unter »Ulla Lessmann«

Das Blockflötenkonzert

15.12.10 (Ulla Lessmann) -
„Paula, Finn, Jakob und Ole ernähren wir ohne Fisch, ohne Zucker, aber mit viel Getreide.“
So sehen sie aus, die vier kleinen verhärmten Wesen, findet Lisa Schweitzer, kritisch auf die Kinder am Nebentisch blickend: farblos und verschreckt, wie sie da um ihre Mama herum auf den harten Plastikstühlen in der Schulmensa hocken. Ob einmal in der Woche Fleisch etwas Farbe in ihre blassen Kinderwangen gezaubert hätte? Mama wirkte auf Lisa schwabbelig, blässlich und hat strähnige Haare. Was will sie ihrer Umgebung damit sagen? Ich arme gestresste Mutterkuh säugte meine vier Kinder, fütterte sie mit staubigem Getreide, beschützte sie mit meinem untrainierten, aber gebärfreudigen Leibe vor Fisch und Fleisch, Lebkuchen und Marzipan und konnte sie so zu Höchstleistungen auf der Blockflöte treiben? Lisa Schweitzer will nämlich, dass außer Friederike Clara Schweitzer kein anderes Kind in dieser Schule auch nur einen Funken Musikalität besitzt. Lisa will der Welt durch Friederike zeigen, dass eine alleinerziehende Mutter ein musikalisches Ausnahmetalent behutsam aufbauen kann, dass sie nicht verhärmt, gestresst und abgehetzt, sondern attraktiv und gelassen ein unneurotisches Kind aufziehen kann.

Ein Hypnotiseur am Pulte

09.11.10 (Ulla Lessmann) -
Bis heute hat sich Otto Klemperer als einer der großen Dirigenten des 20. Jahrhunderts, erster Protagonist der „Neuen Sachlichkeit“ und mitschöpfender Leiter vieler Uraufführungen eine große Fan-Gemeinde bewahrt. Umso erstaunlicher ist, dass eine deutschsprachige Biografie dieses deutsch-jüdischen Künstlers bis heute nicht vorlag. Die Kölner Musikwissenschaftlerin Eva Weissweiler, unter anderem mit Werken über Clara Schumann oder Fanny Mendelssohn einschlägig renommiert, erzählt nun, zum 125. Geburtstag des gebürtigen Breslauers, das Leben einer schwer fassbaren, stets durch seelische Erkrankungen gefährdeten Persönlichkeit und ihrer grandiosen künstlerischen Ausdruckskraft.

„JeKi“: Mehr als ein Event?

27.02.09 (Ulla Lessmann) -
Die Zahlen sind protzig und passen zu den Superlativen, die das Programm der Kulturhauptstadt Essen für 2010 bestimmen: Fast 31.300 Kinder, das sind rund 73 Prozent aller Erstklässler im Ruhrgebiet, können im nächsten Schuljahr neu am Programm „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi) teilnehmen, das heißt, ein Instrument ihrer Wahl spielen (Kunst und Kultur berichtete mehrfach).
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