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Alle Artikel kategorisiert unter »Wolfgang Molkow«

Pianomania oder: Vom Triller zum Thriller

26.06.19 (Wolfgang Molkow) -
„Wer Klavier spielt, hat Glück bei den Frau’n“ – in dem Revuefilm „Immer nur Du“ von 1941 gibt sich Johannes Heesters, flankiert von einer Pianistenriege, auf übergroßer Klaviatur steppend in Frack und Zylinder mit Danilo-Schmelz als „Piano doch Forte-Erwecker geheimster Gefühle“. Da der Klavierklang im Film der 40er-, 50er- und 60er-Jahre „erregend wie Sekt“ prickelt, gilt er, ob frivol oder pathetisch, satirisch oder sakral, als Männerdomäne.

Eine ruhespendende Herrin – Gedanken über Victor Hugos Roman „Notre Dame de Paris“ und seine Vertonungen

21.04.19 (Wolfgang Molkow) -
Das war fast vorauszusehen: der Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame hat nicht nur eine weltweite Anteilnahme und Spendenbereitschaft ausgelöst, sondern als kleinen parallelen Nebeneffekt Victor Hugos Notre Dame de Paris über Nacht zu neuem Sensationsglamour verholfen. Noch während der Löscharbeiten avancierte der Schauerroman in Frankreich zum meistverkauften Buch und führte weltweit die Bestsellerlisten an, gefolgt von der trivialen Disney-Verfilmung des Stoffs.

Wer ist der Jäger, wer das Wild? Eine Anti-Revolutionsoper am Staatstheater Meiningen

11.03.19 (Wolfgang Molkow) -
Am Staatstheater Meiningen war am 8. März eine besondere szenische Uraufführung zu erleben: Othmar Schoecks "Das Schloss Dürande" in der Textneufassung von Francesco Micieli und der musikalischen Adaption von Mario Venzago. Ein melodisch reiches und komplexes Werk wurde zurückgewonnen.

Verzauberung durch Kunstreligion

04.10.18 (Wolfgang Molkow) -
Sie sieht sich nicht als Leiterin, sondern als Primaria inter pares des von ihr neuerdings angeführten Streicher-ensembles, das sie am 8. September in der Französischen Kirche der Stadt an der Aare mit einem eigenwilligen Programm, betitelt „Zeit und Ewigkeit“, präsentierte: der Camerata Bern. Patricia Kopatchinskaja, energiegeladene und fantasiebeflügelte Geigerin aus Moldawien mit Schweizer Wohnsitz, sucht seit jeher die ungewohnten Formate und spannungsvollen Seitenpfade jenseits des normalen Konzertbetriebes mit seinem Bach-Beethoven-und-Brahms-Kanon. In den dynamischen Musikern der Berner Gruppe scheint sie mit ihren visionären Konzepten, die das Ausgetretene meiden und das Risiko wollen, auf bereitwillige Resonanz zu stoßen.

Zum Eichendorff-Oratorium dekontaminiert

17.07.18 (Wolfgang Molkow) -
„In der schönen Provence liegt ein Tal zwischen waldigen Bergen, die Trümmer des alten Schlosses Dürande sehen über die Wipfel in die Einsamkeit herein…“ So stimmungsvoll abgeschieden leitet der Dichter Joseph von Eichendorff seine Novelle „Das Schloß Dürande“ ein. Und ganz ähnlich lautet jetzt die szenische Anweisung zum 1. Akt der gleichnamigen Oper in vier Akten des bei uns vor allem als Liedkomponist bekannten Schweizers Othmar Schoeck in der im Rahmen eines Forschungsprojekts der Hochschule der Künste Bern entstandenen textlichen Neufassung von Francesco Micieli.
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