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Im Wissenschaftsbund Vierländerregion Bodensee

Untertitel
Musikhochschule Stella – Vorarlberg
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Am Bodensee treffen sich nicht nur vier Länder, sondern auch vier Hochschulkulturen. Deutschland, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein bilden eine der dynamischsten Grenzregionen Europas. Hier wurde vor 25 Jahren die Internationale Bodenseehochschule gegründet, die seit 2023 als Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee (W4) in neuer Rechtsform firmiert. 25 Hochschulen sind in diesem Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit zusammengeschlossen. Das Ziel: Forschung, Lehre und Wissenstransfer über Grenzen hinweg, mit einem klaren Fokus auf gesellschaftliche Herausforderungen und Innovation.

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Mitten in diesem Netzwerk positioniert sich die Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik. Sie ist die einzige österreichische Musikhochschule in dieser Allianz und bringt ein unverwechselbares Profil ein: künstlerische Exzellenz, musikwissenschaftliche Expertise und musikpädagogische Kompetenz. Damit erweitert sie das Spektrum des Verbunds um eine Stimme, die in besonderer Weise für die Rolle von Kunst und Kultur in Transformationsprozessen steht.

Ein zentrales Beispiel für diese erweiterte Dynamik im Verbund ist die Ad-hoc-Gruppe „Künste.Kultur.Gestaltung“. In ihr vernetzen sich Kunst-, Musik- und Designhochschulen mit Universitäten und Fachhochschulen der Vierländerregion, um über institutionelle und disziplinäre Grenzen hinweg auszuloten, wie die Künste zur Beantwortung gesellschaftspolitischer Fragen beitragen und Prozesse gesellschaftlichen Wandels kritisch reflektieren können. Im Mittelpunkt steht, wie Kunst, Musik und Gestaltung als Felder ästhetischer Erfahrung Impulse für Bildung, künstlerische Praxis und gesellschaftliche Gestaltungskraft entfalten können. Die Arbeitsgruppe bündelt die unterschiedlichen Forschungsprofile im Bereich Künste, Kultur und Gestaltung, fördert den Austausch über Methoden und Zugänge zur künstlerischen und wissenschaftlichen Forschung und entwickelt gemeinsame Formate für Lehre, Forschung und Wissenstransfer. Dazu gehören regelmäßige Präsenz- und Online-Treffen, Workshops und die gemeinsame Erarbeitung von Förderanträgen. So entsteht ein Netzwerk, das die Perspektiven der Künste systematisch in den Wissenschaftsverbund einbringt und ihre Relevanz für gesellschaftliche Transformationsprozesse sichtbar macht.

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Wissenschaft fördern, Grenzen überwinden und Gesellschaft gestalten, ist das Ziel des Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee (W4). Er vereint als größter hochschularten-übergreifender Verbund Europas 25 Hochschulen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz mit über 115.000 Studierenden. Im Herbst haben die Hochschulleitungen der Mitglieder an der Stella Musikhochschule die Strategie des W4 für die Jahre 2026 bis 2029 beschlossen und ein neues Leitungsteam gewählt. Zur neuen Vorsitze

Wissenschaft fördern, Grenzen überwinden und Gesellschaft gestalten, ist das Ziel des Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee (W4). Er vereint als größter hochschularten-übergreifender Verbund Europas 25 Hochschulen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz mit über 115.000 Studierenden. Im Herbst haben die Hochschulleitungen der Mitglieder an der Stella Musikhochschule die Strategie des W4 für die Jahre 2026 bis 2029 beschlossen und ein neues Leitungsteam gewählt. Zur neuen Vorsitzenden wurde Prof. Dr. Sabine Rein, Präsidentin der HTWG Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung gewählt. Ihr Stellvertreter ist neu Horst Biedermann, Rektor der Pädagogischen Hochschule St. Gallen. Ebenso neu in den Vorstand gewählt wurde Dr. Jörg Maria Ortwein, Rektor der Stella Musikhochschule. Weiterhin im Vorstand bleibt Isabell Otto, Prorektorin an der Universität Konstanz. Foto: Victor Marin

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Die Stella punktet dabei mit einem breiten und thematisch vielfältigen Forschungsprofil: Denn musikwissenschaftliche, musikpädagogische und künstlerische Forschung werden hier als komplementäre Perspektiven auf Musik verstanden, die ästhetische, gesellschaftliche und bildungsbezogene Fragestellungen auf unterschiedliche Weise bearbeiten und miteinander in Beziehung setzen. Diese inhaltliche Spannweite und Verknüpfung prägen auch die Rolle der Stella im Wissenschaftsverbund. Durch ihre aktive Mitarbeit gewinnt die Hochschule nicht nur neue Perspektiven für Forschung und Lehre, sondern gestaltet zugleich die Weiterentwicklung des Verbunds mit.

So sind die Vorteile dieser Mitgliedschaft vielfältig. Erstens stärkt sie die regionale Verankerung. Projekte im Rahmen der Ad-hoc-Gruppe ermöglichen es der Stella, ihre künstlerische Arbeit sichtbar in die Vierländerregion einzubringen und Brücken zu gesellschaftlichen Initiativen, Kulturinstitutionen und Bildungsakteuren zu schlagen. Zweitens schafft das Netzwerk Zugang zu einer lebendigen Forschungskultur, die sich durch Vielfalt und Offenheit auszeichnet. Gerade für eine spezialisierte Hochschule eröffnet dies neue Räume: Studierende und Lehrende begegnen unterschiedlichen Methoden, Perspektiven und Kooperationsmöglichkeiten. Drittens trägt die Stella im W4 aktiv zur Hochschulentwicklung bei. Rektor Dr. Jörg Maria Ortwein ist seit 2024 Mitglied des Vorstands und vertritt dort nicht nur die österreichischen Interessen, sondern auch die spezifische Perspektive einer Kunsthochschule.

Diese Stimme ist wichtig. Denn Kunsthochschulen sind mehr als Ausbildungsstätten für Musikerinnen und Musiker. Sie sind Laboratorien für neue Lehr-Lern-Formen, die traditionelle Meister-Schüler-Verhältnisse konsequent weiterentwickeln, und sie sind Orte, an denen sich gesellschaftliche Fragen in künstlerischer Sprache spiegeln. In einer Zeit, in der Kreativität, kulturelle Teilhabe und interdisziplinäre Zusammenarbeit zentrale Zukunftskompetenzen darstellen, können sie Impulse geben, die weit über ihre eigenen Fachgrenzen hinausreichen.

Der Wissenschaftsverbund W4 zeigt, wie Hochschulen über nationale Grenzen hinweg gemeinsam handeln können. Für die Stella ist die Mitgliedschaft daher nicht bloß ein Prestigeprojekt, sondern Ausdruck ihres Selbstverständnisses: regional verwurzelt, international vernetzt, gesellschaftlich relevant. Oder, um es mit einem Bild aus der Musik zu sagen: Im großen Ensemble der Vierländerregion setzt die Stella eine unverwechselbare Stimme – hörbar, prägnant und unverzichtbar für den Gesamtklang.

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