Lucienne Renaudin Vary erhält den Bernstein-Award 2026. Mit Klassik und Jazz begeistert sie Jury und Publikum - und verbindet unterschiedliche musikalische Welten auf besondere Weise.
Der Leonard Bernstein Award 2026 geht an die französische Trompeterin Lucienne Renaudin Vary. Die 27-Jährige liebe Klassik wie Jazz und zeige in beiden Genres unglaubliche Virtuosität, Wandlungsfähigkeit und Energie, teilten die Veranstalter des Schleswig-Holstein Musik Festivals mit. Sie wird die 25. Preisträgerin und erhält ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro.
Preisträgerin bezieht sich auf Leonard Bernstein
«Lucienne Renaudin Vary kennt keine Schubladen in der Musik», sagte Jurymitglied und Intendant Christian Kuhnt. «Ganz im Sinne Leonard Bernsteins verbindet sie mühelos unterschiedliche musikalische Welten, erweitert das Repertoire für die Trompete auf eindrucksvolle Weise und überzeugt dabei durch höchste künstlerische Exzellenz.» Ihre außergewöhnliche Wandlungsfähigkeit und technische Brillanz mache sie zu einer der prägendsten Musikerpersönlichkeiten ihrer Generation.
Die Preisträgerin erklärte, «ich fühle mich sehr geehrt, den Leonard Bernstein Award zu erhalten». Sie fühle sich dem Festival sehr verbunden. «Dieses wunderschöne Festival zelebriert Kreativität und den Dialog zwischen verschiedenen Stilrichtungen - Werte, die Leonard Bernstein zutiefst verkörperte.» Sie fühle eine besondere Affinität zu dieser offenen und lebendigen Vision von Musik.
Preisträgerkonzert
Überreicht wird die Auszeichnung am 21. August in Lübeck. Gemeinsam mit dem Orchester ensemble reflektor unter der Leitung von Vimbayi Kaziboni will sie mit Joseph Haydns Trompetenkonzert und Gershwins «Ein Amerikaner in Paris» die Brücke zwischen Klassik und Jazz schlagen.
Der Leonard Bernstein Award wird seit 2002 vergeben. Bisherige Preisträger waren unter anderem der Pianist Lang Lang, die Percussionisten Martin Grubinger und Vivi Vassileva sowie die Cellistin Anastasia Kobekina.