Levente Török wird der neue Aachener Generalmusikdirektor (vorbehaltlich der Bestellung des Rates im Februar). Seine neue Aufgabe in Aachen wird er am 1. August 2026 antreten. Der Vertrag läuft bis zum 31.7.2031.
Die Entscheidung erfolgte auf Grundlage eines sorgfältigen Auswahlverfahrens durch eine Findungskommission. Zu dieser gehörten neben Generalintendantin Elena Tzavara und Verwaltungsdirektorin Miriam Sasserath (beide Theater Aachen), dem Orchestervorstand sowie kulturpolitischen Sprecher:innen der Ratsparteien ein Experten-Trio bestehend aus Louwrens Langevoort, ehemaliger Intendant der Kölner Philharmonie und Geschäftsführer der Köln Musik GmbH, Boris Ignatov, Castingdirektor an der Staatsoper Stuttgart, sowie Andreas Bausdorf, Geschäftsführer der Deutschen Orchesterstiftung und Mitglied des Deutschen Musikrates.
Künstlerische Perspektive für Orchester und Stadt
Mit der Bestellung von Levente Török durch den Rat verbindet sich die Erwartung einer nachhaltigen künstlerischen Weiterentwicklung des Sinfonieorchester Aachen als zentralem Klangkörper des städtischen Musiklebens. Als Generalmusikdirektor verantwortet Levente Török künftig die künstlerische Ausrichtung des Orchesters, die Programmgestaltung der sinfonischen Konzerte sowie die musikalische Qualität der Musiktheater-Produktionen des Theater Aachen.
Internationale Tätigkeit
Levente Török studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und ist derzeit Chefdirigent des Nordungarischen Symphonieorchester, Miskolc. Engagements führten ihn unter anderem zum Symphonieorchester des Spanischen Rundfunks und Fernsehens (ORTVE), zu der Isländischen Oper, der Ungarischen Staatsoper und im April dieses Jahres zu der Stuttgarter Staatsoper. Sein Repertoire reicht von klassischen, romantischen und barocken bis zu zeitgenössischen Kompositionen. Ein besonderes Anliegen ist ihm das partnerschafliche Miteinander im Ensemble: Die Arbeit als Generalmusikdirektor versteht er ausdrücklich als gemeinsamen künstlerischen Entwicklungsprozess. Zugleich möchte er verstärkt junge Menschen für die Angebote des Theaters begeistern und sieht darin – gerade in einer von Hochschulen geprägten Stadt – eine zentrale Aufgabe künstlerischer Arbeit.