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Alle Artikel kategorisiert unter »Theater Aachen«

Vergnüglich-hintergründige Familienoper – Uraufführung von Anno Schreiers „Der Zauberer von Oz“ am Theater Aachen

29.12.19 (Andreas Hauff) -
Schon einmal hat das Theater Aachen ein Auftragswerk an den Komponisten Anno Schreier vergeben. Im Spätherbst 2013 kam „Prinzessin im Eis“ heraus, eine hintersinnige „multinationale Polarkomödie in Musik“ auf ein Textbuch von Constantin von Castenstein. Sechs Jahre später ist nun am selben Ort „Der Zauberer von Oz“ zu erleben, „eine Oper für die ganze Familie“ nach einem Libretto von Alexander Jansen. Deren Konzept funktioniert offensichtlich: Bei der 3. Vorstellung ist das Theater vollbesetzt mit Zuschauern aller Altersgruppen, und selbst die Jüngeren, die vor Beginn noch auf ihren Plätzen herumzappeln und in der Pause durchs Foyer fegen, folgen der Vorstellung wie gebannt.

Unmoral in neuer Fassung. Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ in Aachen

10.10.17 (Andreas Hauff) -
Claudio Monteverdis letzte Oper „L’Incoronazione die Poppea“ („Die Krönung der Poppea“) gilt bis heute als eines der großen Rätsel der Musikgeschichte. Es ist kein Autograph der Uraufführung 1643 in Venedig erhalten, sondern nur zwei spätere, divergierende Fassungen, die in Teilen Zweifel an Monteverdis Allein-Autorschaft wecken. Und bis heute irritiert der offensichtlich unmoralische Schluss, der den Ehebruch des Kaisers Nero mit einem der beeindruckendsten Liebesduette der Musikgeschichte krönt. Dass der Bärenreiter Verlag nun eine kritische Neuausgabe des Werkes vorgelegt hat, weckt unter diesen Umständen natürlich besonderes Interesse auf deren Erstaufführung am Theater Aachen.

Der Nachwuchs lässt die Muskeln spielen – Komische Oper im Doppelpack am Theater Aachen

29.06.16 (Georg Beck) -
Die Stimmen wie die Gesichter. Auf der Bühne, im Graben, sogar im Parkett die Welt zwischen Zwanzig und Dreißig. So gewollt, so praktiziert am Theater Aachen seit 20 Jahren. Seitdem kooperiert man mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Standort Aachen. Die letzte Opernpremiere der Spielzeit, dies der Deal, gehört den Gesangsstudenten und dem Hochschulorchester.

So ist die Welt! Nur muss sie auch so sein? – Philippe Boesmans „Au Monde“ am Theater Aachen erstaufgeführt

07.12.15 (Georg Beck) -
Das Ambitionierte dieses Premierenabends war spürbar. Perfektion allenthalben. Szene, Bühne, Kostüm. Und es lief ja auch wie geschmiert. Auf- und Abtritte durch Schiebetüren, Umbauten auf offener Szene in immer neuen Sitz- und Hackordnungen zu einer Musik, die niemals störte, aufmuckte, vielmehr immer artig aus dem Graben verrätselte Bläser-Fragezeichen, gemurmelte Halbsätze gespielten Erschreckens versendete. Etwa so: „O, Welt!“

Begrenzte Rührung im Grenzland – Die deutsche Erstaufführung von Charles Wourinens Oper „Brokeback Mountain“ in Aachen

09.12.14 (Frieder Reininghaus) -
Zum tiefen Dräuen aus dem Aachener Orchestergraben, in dem Kazem Abdullah mit energischen Händen dem Orchester die Wege durch eine hörbar ungewohnte Musiklandschaft weist, zeigt sich ein Karussellpferd auf der Bühne. Ein irgendwie typisches US-amerikanisches Paar des fortgeschrittenen 20. Jahrhunderts läuft im Kreis und kümmert sich ohne größere Anteilnahme um ein Kind. Dann wird es heller. „Welcome to Wyoming“ grüßt ein großes Plakat und signalisiert, dass die Story von der Rückblende in die Vorgeschichte – ein Kindheitsmuster – zur eigentlichen Handlung fortschreitet.

Groß gemusterte Tapete für den großen Vater-Sohn-Konflikt – Verdis große Historien-Oper „Don Carlos“ in Aachen

11.02.14 (Frieder Reininghaus) -
Frieder Reininghaus berichtet aus Aachen von der Premiere von Giuseppe Verdis „Don Carlos“ in der fünfaktigen Version. Die Aufführung hinterließ einen nicht so nachhaltigen Eindruck: „Transpositionen der Stoffe und Handlungen um Jahrhunderte und in andere gesellschaftliche Verhältnisse können ‚funktionieren‘, sind aber per se noch keineswegs eine Garantie für stimmiges Theater auf der Höhe der Gegenwart.“

„Prinzessin im Eis“ Die Uraufführung von Anno Schreiers „multinationaler Polarkomödie mit Musik“ am Theater Aachen

07.01.14 (Andreas Hauff) -
Ein Chor von Eisbären auf der Bühne ist zweifellos eine Seltenheit. Erstens sind die Tiere von Natur aus Einzelgänger, und zweitens spielt kaum ein Bühnenstück am Nordpol. Doch der Komponist Anno Schreier, der auf der Opernbühne bislang nur durch ernste Sujets aufgefallen ist, hat für das Theater Aachen eine „multinationale Polarkomödie mit Musik“ geschrieben, die haarscharf am apokalyptischen Abgrund zu balancieren scheint. Im Jahr 2015 werden demnach die Zustände in der Antarktis so bedrohlich, dass die Eisbären sich miteinander Gedanken machen.

Kazem Abdullah wird Generalmusikdirektor in Aachen

26.01.12 (Agentur - dapd, PM) -
Aachen - Der US-amerikanische Dirigent Kazem Abdullah wird neuer Generalmusikdirektor in Aachen. Der 32-Jährige unterschrieb am Mittwoch einen Fünf-Jahres-Vertrag, wie die Stadt mitteilte. Er soll im August sein Amt antreten. Abdullah war von 2006 bis 2009 als Assistent an der Metropolitan Opera in New York bei James Levine tätig.

Kazem Abdullah wird Aachener Generalmusikdirektor

22.11.11 (Agentur - dapd) -
Aachen - Der US-amerikanische Dirigent Kazem Abdullah soll neuer Generalmusikdirektor in Aachen werden. Ein städtischer Ausschuss bestätigte den Vorschlag einer Findungskommission, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Der 32-Jährige war von 2006 bis 2009 als Assistent an der Metropolitan Opera in New York tätig.

In Aachen wird das Alte Testament entdeckt: die spartenübergreifende Uraufführung „An den Wassern zu Babel“

23.11.10 (Andreas Hauff) -
Wie hat der deutsche Kulturphilosoph Peter Sloterdijk kürzlich formuliert? „Ein Gespenst geht um in der westlichen Welt – das Gespenst der Religion,“ heißt es in seiner Studie „Du musst dein Leben ändern“ von 2009. „An den Wassern zu Babel“, die jüngste spartenübergreifende Uraufführung des Theaters Aachen, hat sich das irritierende Phänomen Religion vorgenommen - in einer Folge von „Szenen aus dem Alten Testament für Sänger, Schauspieler, Chor und Orchester.“
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