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Personalia 2026/02

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Godelieve Schrama / Max Richter / Michel Schroeder /Wolf Biermann
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Godelieve Schrama neue Rektorin in Detmold +++ Filmkomponist Max Richter für Oscar nominiert +++ Bezirk Schwaben fördert Nachwuchstalente +++ Werner Burkhardt Musikpreis geht an Michel Schroeder +++ Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis für Wolf Biermann

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Godelieve Schrama neue Rektorin in Detmold

Prof. Godelieve Schrama wird neue Rektorin der Hochschule für ­Musik Detmold. Der Senat wählte sie für eine Amtszeit von sechs Jahren. Sie folgt damit auf Prof. Dr. ­Thomas Grosse, der die Hochschule seit 2014 leitet und sich nicht wieder zur Wahl gestellt hat. Schrama ­studierte am Königlichen Konservatorium in Den Haag und weiterführend bei der Harfenistin Germaine Lorenzini. 1996 gewann sie den Niederländischen Musikpreis. Neben dem klassischen Repertoire gilt ihr besonderes Interesse der zeitgenössischen ­Musik. Sie war 25 Jahre Mitglied des ASKO|Schönberg ­Ensembles. Als Solis­tin arbeitete sie regelmäßig mit verschiedenen Orchestern und ­Dirigierpersönlichkeiten zusammen. Sie hat mehrere Kompositionen in Auftrag gegeben und interdisziplinäre Projekte entwickelt. Seit 2001 ist Schrama Professorin an der Hochschule für Musik Detmold. Darüber hinaus gibt sie Meisterklassen und ist als Jury-Mitglied bei internationalen Wettbewerben tätig. Seit 2020 ist sie Prorektorin für künstlerische Angelegenheiten und setzte sich für zahlreiche Projekte im Bereich der Nachwuchsförderung ein.

Filmkomponist Max Richter für Oscar nominiert

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat die Nominierungen für die diesjährigen Oscars bekannt gegeben. Unter den Anwärtern auf die renommierte Auszeichnung befindet sich auch der Komponist Max Richter, der für seine Filmmusik zu Chloé Zhaos Drama „Hamnet“ in der Kategorie „Beste Filmmusik“ nominiert ist. Das Werk erzählt die Geschichte der Familie Shakespeare. Im Mittelpunkt stehen Agnes (­gespielt von Jessie Buckley) und William Shakespeare (Paul Mescal), die versuchen, den frühen Tod ihres elfjährigen Sohnes Hamnet zu verarbeiten. Die Filmmusik Richters trägt wesentlich zur emotionalen Tiefe des Films bei und wurde bereits im Vorfeld vielfach gelobt. Richter wurde 1966 im niedersächsischen Hameln geboren und zog als Kind mit seiner Familie nach Großbritannien. Er zählt heute zu den international gefragtesten Komponisten für Film- und Orchestermusik. Zu seinen bekannten Arbeiten gehören die Soundtracks zu „Waltz With Bashir“, „Die Fremde“, „Lore“ sowie Volker Schlöndorffs Verfilmung „Rückkehr nach Montauk“. Die Oscar-Verleihung findet am 15. März in Los Angeles statt.

Bezirk Schwaben fördert Nachwuchstalente

Am 25. November hat der Bezirk Schwaben zwei Preisträgerinnen und einen Preisträger aus der Region mit seinem Musikförderpreis prämiert.

Den Musikförderpreis und ein Preisgeld von je 15.000 Euro erhielten der Tubist, Musikpädagoge und Komponist Florian Mayrhofer, die Violinistin und Komponistin Teresa Allgaier und die Harfenistin Lea Maria Löffler. Insgesamt hatten sich 38 junge Musikerinnen und Musiker um den Preis beworben.

Mit dem Musikförderpreis unterstützt der Bezirk Schwaben die regionale Musiklandschaft. Gewinnen können Nachwuchsmusiker:innen und Ensembles, die zur Entwicklung eines innovativen, hochwertigen und vielfältigen Musiklebens beitragen. Bewerben können sich herausragende Dirigentinnen und Dirigenten, Komponistinnen und Komponisten sowie Solistinnen und Solisten und Orchester und Ensembles aller musikalischen Genres. Der jeweilige Wirkungsschwerpunkt der Bewerbenden muss seit mindestens zwei Jahren im Bezirk Schwaben liegen. Auch Künstlerinnen und Künstler von nationaler oder internationaler Bedeutung mit Wurzeln in Bayerisch-Schwaben können eine Bewerbung einreichen.

Werner Burkhardt Musikpreis geht an Michel Schroeder

Der Trompeter, Arrangeur und Komponist Michel Schroeder bekommt den Werner Burkhardt Musikpreis 2026. Die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung verleiht die Hamburgische Kulturstiftung seit 2012 an herausragende junge Hamburger Jazzmusiker:innen bis 40 Jahre. Damit erfüllt sie das Vermächtnis des 2008 verstorbenen Musikkritikers Werner Burkhardt. Die Jury begründet ihre Entscheidung folgendermaßen: „Als Trompeter, Komponist und Arrangeur ist Michel Schroeder ein vorwärtsgewandter Musiker, der sich das klangliche Ambiente, in das er sein Instrument einbettet, sehr genau aussucht…“ Schroeder studierte an der HfMT Hamburg im Bachelor Jazztrompete bei Prof. Claus Stötter und im Master Jazzkomposition bei Prof. Wolf Kerschek. Er ist Preisträger des Skoda Jazz Award (2014), des Lübecker Jazzpreises (2018), des Katowice Composers Award (2019) sowie des Jazzförderpreises des Kulturforums SH (2021). Seit 2018 ist Schroeder außerdem an der HfMT Hamburg tätig.

Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis für Wolf Biermann

Der Lyriker und Liedermacher Wolf Biermann wird mit dem diesjährigen Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis ausgezeichnet. Dies gab die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft mit Sitz in Wuppertal bekannt.

In der Begründung würdigt die Gesellschaft Biermanns literarisches und künstlerisches Wirken, mit dem er „unbestechlich, klar und konsequent die Brüche zwischen Weltanschauung und gelebter Wirklichkeit in der DDR sichtbar gemacht“ habe. Mutig und widerständig habe er als Dissident im Namen der Wahrhaftigkeit persönliche Konsequenzen wie Auftritts- und Publikationsverbote, staatliche Bespitzelung sowie schließlich die Ausbürgerung in Kauf genommen.

Darüber hinaus würdigt der Preis den besonderen lyrisch-poetischen Ton des heute 89-Jährigen. Wie auch die Namensgeberin des Preises, Else Lasker-Schüler, sei Wolf Biermann ein Grenzgänger – „zwischen Staaten, aber ebenso auch zwischen Ausdrucksformen und Genres, zwischen Ich und Welt“. 

Der in Hamburg geborene Künstler wurde im Laufe seiner Karriere bereits mit zahlreichen Musik- und Literaturpreisen ausgezeichnet. Der Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis ist mit 5.000 Euro dotiert. Infos: else-lasker-schueler-gesellschaft.de

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