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Anna Kakutia, Dmitrij Romanov und Graham Waterhouse. Foto: © Yorick Abel

Mit einem Lachen am Musizieren: Anna Kakutia, Dmitrij Romanov und Graham Waterhouse. Foto: © Yorick Abel

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„Aus Ost und West“

Untertitel
Hochemotionale Kammermusik im Münchner Rubinsteinsaal, Fortbildungen und Konzertempfehlungen
Vorspann / Teaser

Die aus Georgien stammende Violinistin Anna Kakutia, der Moskauer Pianist Dmitrij Romanov und der Brite Gra­ham Waterhouse am Cello hatten sich am 9. März 2026 für ein hochinteres­santes Kammermusikprogramm im Ru­binstein-Saal zusammengefunden, das Musik von osteuropäischen und zwei in Unterfranken geborenen Kompo­nisten vorstellte. 

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Allesamt hatten oder haben sie ihre Wirkungsstätte in München. Veran­staltet wurde der Abend unter dem Ti­tel „Aus Ost und West“ vom Tonkünst­lerverband München e.V. Romanov er­wies sich als souveräner, zuverlässiger Begleiter, stets enorm ausdrucksstark, dynamisch differenziert, jedoch mit einem eher geringen Repertoire an Klangfarben. In seinem viersätzigen 9. Klaviertrio (2025) ist sein Part trotz energiegeladener Virtuosität nie auf­dringlich. Man hört kontrapunktisch verflochtene Motive, im 2. und 4. Satz einfallsreiche, quirlige Rhythmik und im „Tranquillo“ eine sonore Klavier­kantilene, alles von einer Expressivi­tät, die an Apostel oder Krenek erin­nert. Heftige Gegensätze waren auch bestimmende Merkmale der folgenden Stücke. 

Die Variationen für Violine und Cel­lo von Narine Khachatryan, ursprüng­lich für 2 Violinen, nicht nur technisch anspruchsvoll und stetig fortschreitend à la Schönberg, verbinden reihenähn­liches Material mit fein eingestreuten armenischen Motiven, woraus sich viel­fältigste Charaktere entwickeln, bei de­nen nicht nur Kakutia glänzen konnte. Waterhouse, der am Cello einmal mehr in Topform war, stellte seine Cellosona­te „Birkenlicht“ (nach Gedichten Hans Kriegers) von 2023 vor. Die Ecksätze des Zyklus sind rhythmisch geprägt, al­les wie gewohnt harmonisch sehr klar. „Licht“ spielt mit irisierenden Figurati­onen und im Klavier weit ausholender Melodik, die vom Cello dann auf klei­ne Intervalle heruntergebrochen wird. „Sprache“ ist ein Lamentoso mit großer Steigerung im akzentuierten Mittelteil und ruhig glockigem Ausklang. „Tire­sias“, mit visionären Cellopassagen, hat fast ABA-Form plus Coda – insgesamt absolut überzeugend. 

Gábor Péter Mezeis Passacaglia für Cello und Klavier (2006) begann mit weiträumigen Intervallen und überra­schenden Bewegungsmustern. Es gibt im kompositionstechnisch komplexen Stück mal eine Solo-Variation nur fürs Cello, ebenso eine Art Fugato in contra­rio moto, wobei sich harmonisch fast ins Unendliche führende Effekte ähn­lich der Shepard-Skala einstellen, über­aus faszinierend. Die Überraschung des Abends war jedoch das kaum zehnmi­nütige Klaviertrio (1967) des 2019 ver­storbenen Franz Erasmus Spannhei­mer. Drei quasi expressionistische Sät­ze, die den Hörer aber mit typischen Fragestellungen der 1960er Jahre kon­frontieren. Virtuos rhythmisch, oft mit linearem Kontrapunkt und im zentra­len Adagio von einer Ausdruckstiefe, die eine intensive Beschäftigung mit Bartók vermuten lässt; das abschlie­ßende Presto mit verclustertem Kla­vierklang. Was für eine grandiose Mu­sik des damals erst 21-Jährigen! Zum Schluss erklangen noch der unwider­stehliche „Tango Pathétique“ von Peter Kiesewetter sowie als Zugabe ein ke­cker, die nordische Folklore aufgreifen­der und fortführender Volkstanz vom Münchner Oliver Fraenzke. 

Akkordeon-Elemente
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Fortbildungen

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05.05.: BERATUNGSOFFENSIVE: Schutz vor Überlastung – Gesund bleiben im vielseitigen Berufsalltag mit Pauline Gropp. Online 
Kurs-Nr. 26-4251 

07.05.: BERATUNGSOFFENSIVE: Ein Baby kommt – was nun?! Rechte, Leistungen und Elternzeit im Über­blick mit Franziska Weinreich. Online Kurs-Nr. 26-4253 

09.05.: Alexander-Technik – Work­shop mit Alexander Hermann und Manuel Eberle. München, Rubinstein-Saal 
Kurs-Nr. 26-4219 

20.05.: BERATUNGSOFFENSIVE: Net­working – Die ersten Schritte zum ei­genen Netzwerk mit Julia-Sophie Ko­ber. Online 
Kurs-Nr. 26-4249 

31.05.: 26. Internationale Musikwo­che in der Bayerischen Musikakade­mie Marktoberdorf. Marktoberdorf 
Kurs-Nr. 26-4226 

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Tonkünstler live

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04.05., 20.00 Uhr, Rubinstein-Saal, Landsberger Straße 336, 80687 München 
MUSIK-FORUM MÜNCHEN: Kompo­nistinnen und Komponisten in Ba­yern / Expressive Impressionen. En­semble Camerata 21: Barbara Hesse-Bachmaier (Mezzosopran), Monika Olszak (Flöte), Miku Nishimoto-Neu­bert (Klavier). Werke von Max Beck­schäfer, Minas Borboudakis, Gloria Coates, Jörg Duda, Harald Genzmer, Heinrich Hartl, Dorothea Hofmann, Vivienne Olive, Kay Westermann. Veranstalter: Tonkünstler München e.V. Eintritt frei 

07.05., 19.00 Uhr, Bayerische Staats­bibliothek, Musiksammlung, Lesesaal Musik (1. OG), Ludwigstr. 16, 80539 München 
MUSIK-FORUM MÜNCHEN: d#sonanzen. Tonkunst der Moder­ne in Bayern – Studio für Neue Mu­sik / monaco modern. Eva Kuhn (Ge­sang), Lisa Schöttl (Hackbrett), Vero­nika Schöttl (Viola). Werke von Max Beckschäfer, Dorothea Hofmann, Eva Kuhn (UA), Rudi Spring. Veranstal­ter: Bayerische Staatsbibliothek/Mu­siksammlung in Zusammenarbeit mit Tonkünstlerverband Bayern e.V. und Tonkünstler München e.V. Eintritt frei. Anmeldung erforderlich unter veranstaltungenatbsb-muenchen.de (veranstaltungen[at]bsb-muenchen[dot]de)

18.05., 20.00 Uhr, Rubinstein-Saal, Landsberger Straße 336, 80687 München 
MUSIK-FORUM MÜNCHEN: Studio für Neue Musik / Mit Brahms. An­dreas Skouras (Klavier). Werke von Brett Dean, Bernhard Weidner, Jo­hannes X. Schachtner, Jörg Widmann, Jan Müller-Wieland, Michael Emanu­el Bauer (UA), Vladimir Tarnopolski. Veranstalter: Tonkünstler München e.V. Eintritt frei 

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