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Prof. Christian Höppner © DTKV

Prof. Christian Höppner, Präsident Deutscher Tonkünstlerverband © DTKV

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DTKV: Kreatives Schaffen auf dem Dualen Weg

Untertitel
Es darf zu keiner Unwucht zu Lasten einer dieser beiden Grundsäulen kommen
Vorspann / Teaser

Die Idee des Dualen Weges im bil­dungskulturellen Arbeitsmarkt hat der Deutsche Tonkünstlerverband geprägt und in der fachlichen wie politischen Debatte entscheidend vorangebracht. In Anerkennung der immer noch he­rausragenden Dichte Kultureller Viel­falt in unserem Land und in der Über­zeugung, dass Selbstständigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäfti­gungsverhältnisse zu der DNA des bun­desdeutschen Arbeitsmarktes gehören, darf es eben im Interesse dieser Kultu­rellen Vielfalt und dem – bei weitem noch nicht eingelösten – chancenglei­chen Zugang zu kultureller Teilhabe zu keiner Unwucht zu Lasten einer dieser beiden Grundsäulen kommen. 

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Gerade in diesen bewegten Zeiten in­ternationaler Spannungen und bundes­weiter Auseinandersetzungen zu ge­sellschaftspolitischen Themen müssen die Grundlagen unseres regelbasierten Zusammenlebens nicht nur gestärkt, sondern auch im politischen Handeln sichtbar werden. Das Grundgesetz oder völkerrechtlich verbindliche Vereinba­rungen, wie der UNESCO Konvention zum Schutz und zur Förderung der Viel­falt Kultureller Ausdrucksformen, müs­sen auch bei ordnungs- und sozialpo­litischen Entscheidungen Buchstaben und Geist widerspiegeln. 

Die Botschaft des Dualen Weges ist klar: Kulturelle Vielfalt und kulturelle Teilhabe brauchen diese beiden Grund­säulen des Arbeitsmarktes. Wenn un­sere Gesellschaft es mit dem sonntags immer wieder formulierten Anspruch, dass jedes Kind ein Recht auf eine qua­lifizierte und kontinuierliche kulturelle Bildung, die die musikalische Bildung in Kita, Schule und dem außerschulischen Bereich einschließt, ernst meint, dann muss sie montags diesen Anspruch auch einlösen. 

Der Deutsche Tonkünstlerverband unterstützt Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas bei ihrem umfänglichen Re­formvorhaben. Angemessene sozialver­sicherungspflichtige Beschäftigungs­verhältnisse gehören ebenso dazu wie adäquate Rahmenbedingungen für die Selbstständigkeit künstlerisch-pädago­gischer Berufsfelder. 

In der Ausbalancierung beider Ziele - einer verbesserten sozialen Sicherung und der Möglichkeit einer weiterhin selbstständigen Tätigkeit im Auftrag Dritter – liegt eine große Chance für die Kreativen wie für unser Gemeinwesen. 

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Musikalische Bildung in Gefahr © DTKV Bund

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