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v.l.n.r.: Johannes Schmalzl, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Würth, Preisträger Nicolás Pasquet undv JMD-Präsident Johannes Freyer. Foto: Ufuk Arslan

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Let them shine

Untertitel
36. Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland für Nicolás Pasquet
Vorspann / Teaser

Im Jubiläumsjahr der JMD wurde mit Nicolás Pasquet am 6. August einer der einflussreichsten Dirigenten-Ausbilder der Gegenwart ausgezeichnet. Der von der Stiftung Würth geförderte Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Gewürdigt wurde Pasquets vorbildliche Dirigier­haltung „fern von jeglicher Maestro- Attitüde“ sowie seine Überzeugung, dass die Arbeit mit Jugendorchestern die beste Schule für gute Dirigentinnen und Dirigenten ist, so die Begründung des JMD-Präsidiums. 

 

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Nicolás Pasquet hat junge Musike­rinnen und Musiker begeistert und zugleich – mit den Jugendor­chestern als idealem Lernort und Resonanzraum – eine neue Generation von Dirigentinnen und Dirigenten an­geleitet, wie sich dieser Funke musika­lischer Inspiration von ihrem Pult aus entfachen lässt“, würdigte Präsident Johannes Freyer den Preisträger. Die Laudatio hielt Martijn Dendievel, Chef­dirigent des Symfonieorkest Vlaande­ren – hörbar auch persönlich begeis­tert: „Nicolás Pasquet verdient diesen Preis, weil er sein Leben nicht nur der Musik gewidmet hat, sondern vor allem den Menschen, die durch Musik wach­sen, ihren eigenen Weg finden und ihre Persönlichkeit entfalten konnten.“ Den Preis überreichten Johannes Freyer und der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Würth Johannes Schmalzl. 

Sympathisch und bezeichnend für seine künstlerische Haltung ist, was Pasquet in seinem Dank formulierte: „Ich habe das Glück gehabt, von jungen Menschen begleitet zu werden – was für ein Privileg –, blitzgescheit, immer am Puls der Zeit. Ich lerne von ihnen mindestens so viel wie sie von mir.“ 

Im Anschluss an die Preisverleihung begeisterten das Landesjugendsinfo­nieorchester Hessen unter der Leitung des Preisträgers mit dem Konzert für Orchester BB 123 von Béla Bartók. Dabei wurde das künstlerische Credo des Preisträgers eines „Let them shi­ne“ eindrucksvoll erlebbar: Jede In­strumentengruppe trat mit ihren klang­lichen und technischen Qualitäten her­vor. Selbst am Pult stehend löste der Preisträger ein, was Laudator Martijn Dendievel zuvor gesagt hatte. Nicolás Pasquet sehe den Dirigenten nicht als Mittelpunkt des Orchesters. Er ver­mittle jungen Dirigentinnen und Diri­genten vielmehr, ihre Aufgabe darin zu sehen, einen musikalischen Raum zu öffnen, in dem alle einander zuhören können und sollen. 

Nicolás Pasquet, geboren 1958 in Mon­tevideo, Uruguay, lehrte von 1994 bis 2024 als Professor für Orchesterdiri­gieren an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Dass Weimar heute als eine der bedeutendsten Di­rigentenschmieden Europas gilt, ist untrennbar mit seinem Wirken verbun­den. Seine Laufbahn begann in den 1980er Jahren mit Auszeichnungen in bedeutenden Dirigierwettbewerben. Es folgten zehn Jahre an der Spitze professioneller Orchester sowie Enga­gements als Jugendorchester-Dirigent. Heute lehrt Pasquet an der Escuela Su­perior de Música Reina Sofía in Ma­drid sowie als International Chair of Conducting am Royal Northern Col­lege of Music in Manchester. 

Der von der JMD und der Stiftung Würth vergebene Preis wird seit 1991 jährlich an Künstlerinnen und Künst­ler oder Ensembles verliehen, die sich um die musikalische Nachwuchsförde­rung und die JMD-Ideale Wahrhaftig­keit, Verantwortung und Verbunden­heit verdient machen. Der Preis findet die besondere Anerkennung durch den Deutschen Musikrat. 

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