Am 26. September lud die Fachberaterin für Elementare Musikpädagogik (EMP), Rebekka Schumacher, zum Fachtag in die Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg (SuMMA) ein. Zehn EMP-Lehrkräfte kamen zusammen, um sich fachlich auszutauschen, gemeinsam zu musizieren und einander mit Methodenwissen, Ideen und Materialien, darunter auch persönlichen Lieblingsliedern – zu inspirieren.
Strahlende Teilnehmerinnen des Fachtags EMP in Aktion: Es wurde gesungen, gelacht und musiziert. Foto: VBSM
Eine musikalische Oase zum Schuljahresbeginn
Am 26. September lud die Fachberaterin für Elementare Musikpädagogik (EMP), Rebekka Schumacher, zum Fachtag in die Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg (SuMMA) ein. Zehn EMP-Lehrkräfte kamen zusammen, um sich fachlich auszutauschen, gemeinsam zu musizieren und einander mit Methodenwissen, Ideen und Materialien, darunter auch persönlichen Lieblingsliedern – zu inspirieren.
Das Besondere am Fachtag: Die Teilnehmer:innen konnten im Vorfeld selbst entscheiden, ob sie zusätzlich eine eigene Unterrichtseinheit vorstellen oder den Tag ausschließlich für den gemeinsamen Austausch nutzen wollten. So entstand ein Format, das Beteiligung und Begegnung miteinan-der verbindet und die unterschiedlichen Erfahrungen der Lehrkräfte zum Ausgangspunkt des Lernens macht.
Die Vielfalt der Elementaren Musikpädagogik war dabei den gesamten Tag über spürbar. Rebekka Schumacher leitete die Gruppe durch unterschiedliche Unterrichtsmaterialien und Methoden, verband Stimme mit Bewegung, Bodypercussion und elementarem Instrumentarium. Auch der Tanz durfte nicht fehlen: In einer Einheit wurden die Teilnehmer:innen selbst in tänzerische Bewegungen geführt und konnten damit unmittelbar erfahren, wie Bewegung und Musik im EMP-Unterricht zusammenspielen.
Eine vorgestellte Unterrichtseinheit führte über Bewegung und bewusste Atmung hin zum Spüren von Schwingungen. Im Mittelpunkt stand eine mit Wasser gefüllte Klangschale – ein Beispiel dafür, wie elementare Zugänge über Körperwahrnehmung und sinnliche Erfahrungen musikalische Prozesse eröffnen können.
Der Termin zu Beginn des Schuljahres ist bewusst gewählt. „Für mich ist einfach super wichtig, dass man Momente findet, in denen man zusammenkommt, sich austauschen kann, feststellt, dass man ganz ähnliche Probleme hat. Und die gleichen Glücksmomente in den Unterrichten“, sagt Rebekka Schumacher. Seit 2025 ist sie Fachberaterin für EMP des Verbands Bayerischer Sing-und Musikschulen und gestaltet seitdem den kollegialen Austausch im Netzwerk EMP ganz aktiv. Gerade weil EMP-Lehrkräfte häufig an unterschiedlichen Orten und in Kindertageseinrichtungen arbeiten, entstehe leicht das Gefühl, Einzelkämpfer:in zu sein. Der Fachtag könne zeigen: „So alleine bin ich gar nicht, auch wenn ich örtlich alleine bin.“ Entsprechend groß ist der Wert des Austauschs für die Teilnehmerinnen. Eine Teilnehmerin beschreibt den Fachtag als besondere Gelegenheit, „weil wir alle auf einer Ebene“ seien und dennoch viel voneinander lernen könnten. Die eigenen Ideen der Kolleginnen seien dabei „bereichernd, aber auch bestätigend“.
Für eine weitere Teilnehmerin ist der Fachtag zugleich „Input und Motivation“: „Hier sammle ich neue Ideen, höre von anderen, wie sie diese Ideen umsetzen können und dann bin ich noch motivierter wieder in meinem Alltag, in meinem Unterricht.“ Auch das Kennenlernen neuer Kolleg:innen und der Austausch über Kunst und Musik seien für sie ein wichtiger Bestandteil.
Dass der Fachtag mehr ist als eine klassische Fortbildung, betont eine langjährig erfahrene Teilnehmerin: Während bei einer Fortbildung häufig die Wissensvermittlung durch eine Referentin im Vordergrund stehe, finde beim Fachtag der Austausch „untereinander“ statt. Besonders bereichernd sei es, wenn Kolleg:innen mit jahrzehntelanger EMP-Erfahrung zusammenkommen und ihre differenzierten Erfahrungen teilen.
Martina Hellmann holt als stellvertretende Schulleitung der SuMMA oft Fortbildungen des VBSM und Fachtage, vor allem den der EMPler:innen, nach Augsburg. Sie beschreibt den Fachtag als festen Termin, auf den sie sich jedes Mal freue: „Das ist eigentlich wie ein Tag zum Auftanken für uns alle.“ Die Gruppe sei inzwischen fast zu einer festen Gemeinschaft geworden. Besonders bereichernd sei die gesamte Altersspanne, die beim Fachtag vertreten ist, so Hellmann.
So steht am Ende nicht nur eine Fülle neuer Lieder, Tänze, Methoden und Unterrichtsideen. Die Teilnehmer.innen nehmen vor allem ein erweitertes, praxistaugliches Stundenrepertoire mit, das sich unmittelbar im neuen Schuljahr einsetzen lässt. Das Seminarziel – Expertise und Erfahrung auszutauschen, voneinander zu lernen und das eigene Repertoire zu erweitern – wird damit unmittelbar in die Praxis getragen.
Lachende Gesichter, gemeinsames Musizieren und viele neue Impulse machten den Fachtag zu einem Tag des gegenseitigen Auftankens – und zu einer musikalischen Oase im oft dezentral organisierten Arbeitsalltag der EMP-Lehrkräfte
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