Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Musikpädagogik«

Musikpädagogik und Kapitalismuskritik

26.09.19 (Annette Breitsprecher) -
Der Vortrag „Musik als zentrale Resonanzsphäre“ auf dem diesjährigen VdM-Kongress in Berlin war Anlass für Annette Breistprecher, Mitglied im ver.di-Bundesfachgruppenvorstand Musik, im folgenden Text einige grundlegende Gedanken zu Hartmut Rosas Resonanztheorie festzuhalten. Es verwundert nicht, dass auf einem musikpädagogischen Fachkongress der Wert musikalischen und musikpädagogischen Tuns als gegeben vorausgesetzt wird. Schon eher überraschend ist es, wenn dort nicht ein Musiker, sondern ein renommierter Soziologe die (entsprechend bejubelte) These in den Raum stellt: „Ohne Musik wäre die Gesellschaft längst kollabiert“. Unter der Leitfrage „Brauchen wir Musik? Wofür?“ rückte Hartmut Rosa die Musik in beeindruckender Weise vom ­„nice-to-have“- Rand in die Mitte der Gesellschaft – und er tat dies, ohne auch nur einen einzigen „Transfereffekt“ zu bemühen. Der überaus lebendige Vortrag skizzierte so etwas wie einen musikalischen Ausschnitt aus seiner sehr umfangreichen Resonanztheorie (Hartmut Rosa: Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung. Suhrkamp Verlag Berlin 2016, 2019). Deren Absicht ist keine geringere als „der kritischen Theorie einen positiven Begriff zur Verfügung zu stellen, der es ihr erlaubt, über die Kritik hinauszugehen und sich auf die Suche nach einer besseren Daseinsform zu machen“. Resonanz soll „den Maßstab für ein gelingendes Leben liefern, einen Maßstab, der es erlaubt, Lebensqualität nicht mehr nur indirekt an der Steigerung von materiellem Wohlstand, Optionen und Ressourcen, sondern direkt an der Qualität der Weltbeziehung zu messen“.

„Was mache ich, wenn  …???“

25.08.19 (Stephanie Knauer) -
Das Thema Sexualisierte Gewalt wird seit einiger Zeit erfreulicherweise breit diskutiert statt tabuisiert. Die Folgen für die Opfer sind traumatisch, tief und langdauernd – umso mehr, wenn die Opfer Kinder sind. Einem Drittel aller Jugendverbände sind Fälle von sexueller Gewalt bekannt. Dabei stellen die erfolgten Anzeigen lediglich das „Hellfeld“ dar. Die Dunkelziffer wird auf ein Vielfaches mehr geschätzt.

VdM Hessen diskutiert über aktuelle Fragen der musikpädagogischen Arbeit

13.08.19 (PM) -
Am 22. Oktober 2019 lädt das Kuratorium beim VdM Hessen zu einer Podiumsdiskussion in den Hessischen Landtag ein. Die Veranstaltung trägt den Titel „Persönlichkeit und Musizierenlernen, Kulturelle Bildung und Digitalisierung“.

news_update 2019_07_04: Meinungsfreiheit, Musikwissenschaft, Musikpädagogik

04.07.19 (mh) -
Im Fokus: | Nachschlag: WDR Jazz & World | KLANGRADAR in München | “Dalibor” in Prag | Neuer Podcast von Irene Kurka | Nachrichten & besonders Musik, Liebe, Bildung und Heiterkeit.

Freie und vorgegebene Impulse

30.05.19 (Heike Eickhoff) -
Die Teilnehmer des diesjährigen Praxistags JeKits trafen sich in der Neuen Aula der Folkwang Universität der Künste in Essen beim Auftritt der jungen JeKits-Künstler. Das bunte, gut gearbeitete und unterhaltsame Programm wurde mit viel Beifall gefeiert – die jungen Instrumentalisten, Tänzer und Sänger genossen ihn am Ende sichtlich.

Das Hören als konstruktiver Akt

30.05.19 (Anke Kies) -
„Guten Tag. Ich bin Ihr Publikums-Observator. Während des Konzerts werde ich Ihr Verhalten beobachten und protokollieren“, erläuterte David Helbich seine Rolle im Projekt „Piano Hero“ von Stefan Prins. Eine Provokation?

Rückblende 2019/06 (Vor 100 und vor 50 Jahren)

29.05.19 (Juan Martin Koch) -
Vor 100 Jahren: Zur Reform des Konzertwesens +++ Vor 50 Jahren: Kritische Theorie – und dann?

„The School I’d Like“

29.05.19 (Gabriele Puffer) -
Von 15. bis 18. Mai 2019 trafen sich im schwedischen Malmö Musikpädagoginnen und -pädagogen aus ganz Europa zur 27. Konferenz der European Association for Music in Schools (EAS).

Rolle des Körpers in der Lehrerausbildung

29.05.19 (Constanze Rora) -
Vom 21. bis 22.3. 2019 fand an der Universität Bielefeld eine Tagung statt, auf der nach der Rolle des Körpers in der Musik- und Kunstlehrerbildung gefragt wurde. Als Initiatorinnen zeichneten die Kunstpädagoginnen Petra Kathke (Bielefeld) und Christina Griebel (Karlsruhe) sowie die Musikpädagogin Constanze Rora (Leipzig) verantwortlich. Unsere Tagung hatte das Ziel, Ansätze und Konzepte in der Kunst- und Musiklehrerbildung zu thematisieren, die den Körper als Bezugspunkt ästhetischer Erfahrungsprozesse fokussieren. Dass auf einer Tagung beide künstlerischen Lehramtsfächer vorkommen, obgleich doch auf den ersten Blick gerade hinsichtlich der Einbeziehung des Körpers Musik und Kunst eine hohe und voneinander abweichende Spezifik aufzuweisen scheinen, mag verwundern. Auch könnte eingewendet werden, dass die Thematisierung körperlicher Erfahrungsprozesse die Reflexion hochschulischer Lehre auf einen abwegigen Seitenpfad führt.

Die Organisation der gemeinsamen Party

29.05.19 (Andreas Doerne) -
Beim Kongress des Freiburger Forschungs- und Lehrzentrums Musik an der Hochschule für Musik Freiburg (siehe nmz 5/2019, Seite 21) präsentierten Wolfgang Lessing und Andreas Doerne grundsätzliche Überlegungen zum Transfer pädagogogischen Wissens innerhalb einer Hochschule und kombinierten dies mit der Idee eines Reformstudienstudienganges, ausgehend vom Beispiel des reformierten Freiburger Hauptfachstudiums Gitarre (siehe Seite 2). Lesen Sie hier zunächst Wolfgang Lessings Ausführungen. Nach einer kurzen Definition des Wissensbegriffs und einer Übersicht zu den Arten von verallgemeinerbarem Wissen, die die Instrumentalpädagogik der künstlerischen Hochschullehre zur Verfügung stellen kann, bot er auf die Frage „Warum ist der Transfer instrumentalpädagogischen Wissens auf die künstlerische Lehre an Hochschulen dennoch kein Selbstläufer?“ eine lerntheoretische Antwort an:
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: