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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikpädagogik«

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Musikunterricht und kulturelle Bildung

12.10.18 (Gabriele Puffer) -
Am 14. Oktober 2018 finden in Bayern Landtagswahlen statt. Aus diesem Anlass hat der VBS wieder „Wahlprüfsteine“ an die Parteien versandt – verbunden mit der Bitte, zu den angegebenen Fragen Auskunft zu geben. Eine Auswahl der wichtigsten Aspekte ist im Folgenden zusammengestellt.*

Musikunterricht mit Second-Hand-Lehrern?

10.10.18 (Jürgen Oberschmidt) -
Der Philosoph Peter Sloterdijk hat in seiner Essaysammlung „Du mußt dein Leben ändern“ bemängelt, dass sich Schule in einem „Selfish-System“ bewegt und sich in diesem durch das ständige Schmoren im eigenen Saft und ohne nötige Impulse von außen immer wieder selbst erneuert. Einen doch recht zweifelhaften Eingriff in dieses geschlossene System erleben wir derzeit durch Quer- und Seiteneinsteiger, in anderen Lebensbereichen wird dieses Modell mit wechselndem Erfolg praktiziert: In der Unterhaltungsbranche machte uns ein Teamchef ohne Trainerlizenz bereits 1990 zum Fußballweltmeister, ein Schauspieler und Theaterwissenschaftler führte als 40. Präsident die Vereinigten Staaten, der Inhaber eines Mischkonzerns und erfolgreiche Immobilienmakler ist der nicht unumstrittene Nachmieter in Washingtons Pennsylvania Avenue.

Gegenwart gestalten im digitalen Puls

28.09.18 (Philipp Ahner) -
Tabletklassen, ActiveBoards, Lernplattformen und WLAN fordern aktuell von Schulen beziehungsweise Schulträgern teils viel Geld, teils bleibt der CD-Player und die Deckenbeleuchtung die einzige elektrische Einrichtung der Schule. Technische Ausstattungen und damit verbundene Veränderungen des Unterrichts sind derzeit ein zentrales bildungspolitisches Thema. Der Musikunterricht spielt in diesen Diskussionen und Entscheidungen selten eine Rolle. Man könnte manchmal den Eindruck bekommen, die Transformationsprozesse der Digitalisierung beträfen den Musikunterricht nicht. Aber die Digitalisierung verändert musikbezogene Lern- und Gestaltungsprozesse in Schulen und Lehrkräfte müssen irgendwie damit umgehen. Es lohnt sich daher, einen Blick auf die Veränderungen und auf Umgangsweisen der Lehrkräfte mit diesen zu werfen.

Robo-Päd

27.09.18 (Theo Geißler) -
Musikunterricht in der dörflichen Grundschule. Mitte der 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Unser Allround-Lehrer hatte seine pädagogischen Zentralprinzipien wohl noch auf dem Nürnberger Reichsparteitags-Gelände erworben. Sein Ein-Meter-Lineal jedenfalls nutzte er beim allmorgendlichen Absingen des „Liedes der Bayern“ ausgiebig als Drum-Stick auf den Köpfen melodie- und/oder textunsicherer Mitschüler. Aber immerhin: Es wurde gesungen. Und es gab (zumindest in Oberbayern) Lehrerinnen und Lehrer für zirka dreißigköpfige Klassen.

Die Behinderung ist nur ein Teil von mir

19.09.18 (Lucca Keller) -
Vom 12. bis 14. Juli 2018 fand in Salzburg die PreConference der International Society for Music Education (ISME) statt. Mit der Band Vollgas Connected, einem Ensemble der Musikschule Fürth, eröffneten wir die Veranstaltung in der Musikhochschule Mozarteum. Unsere Motivation, an der „Special Music Education and Music Therapy“-Konferenz teilzunehmen lag darin, den zahlreichen Teilnehmern/-innen aus aller Welt durch unsere Musik und durch einen Workshop vorzustellen, wie Inklusion gelingen kann.

Gemeinsam an der Verbesserung von JeKits arbeiten

31.08.18 (Bernd Smalla) -
Unter dem Titel „Erfolgsgeschichte oder Trauerspiel? 15 Jahre JeKi und JeKits“ leert Ute Völker, Vorsitzende der ver.di-Landesfachgruppe Musik in NRW, ihr Argumentationsfüllhorn vornehmlich über der zweiten Waagschale, dem „Trauerspiel“, aus, sodass der geneigte Leser aus den persönlichen und nicht repräsentativen Erfahrungen und Einschätzungen Ute Völkers schnell den Eindruck destilliert, JeKi und JeKits, das geht ja gar nicht. Nicht aus der Perspektive der Arbeitsbedingungen für die beteiligten Lehrkräfte und nicht aus dem Blickwinkel pädagogischer Sinnhaftigkeit.

Fruchtbares musikalisches Netzwerk

30.08.18 (Gabriele Puffer) -
„Es war toll, dass alle Klassen vorgestellt wurden.“ – „Das Lied war super wild und das Lied hat gut zur Moorhexe gepasst.“ – „Mich hat das Schlagzeug interessiert.“ – „Das Theater war toll beleuchtet.“ – „Es war SUPER, wie die BAND gespielt hat!“ – „Mir hat am besten gefallen, als am Schluss alle gemeinsam das Freundschaftslied gesungen haben.“ – „Die Kinder haben alle Lieder im Bus nochmal gesungen und erzählten jeden Tag wieder irgendein Detail, das sie sich von dem Ausflug gemerkt hatten.“ – so kommentierten Kinder und Lehrkräfte ihr Erlebnis beim diesjährigen Chorklassentag des Chorverbands Bayerisch-Schwaben.

„Bridges – Musik verbindet“

„Bridges – Musik verbindet“ ist eine interkulturelle Initiative aus dem Raum Frankfurt, bei der professionelle Musikerinnen und Musiker aus unterschiedlichen Kulturen, mit und ohne Migrations- oder Fluchthintergrund, in gemeinsamen Konzerten und Musikprojekten durch Verbindung von traditioneller und moderner, orientalischer und europäischer Musik neue musikalische Wege gehen. Seit der Gründung Anfang 2016 entwickeln mittlerweile über 100 Musikerinnen und Musiker in festen und freien Ensembles im improvisierten musikalischen Dialog, aber auch in eigenen Kompositionen, eigene Stilistiken, in denen sich unterschiedliche Musikkulturen verbinden.

Erfolgsgeschichte oder Trauerspiel?

17.07.18 (Ute Völker) -
Herzlichen Glückwunsch an die JeKits-Stiftung! Wer hätte 2003 gedacht, dass das anfänglich noch als Projekt bezeichnete Musikalisierungsangebot „JeKi“ (Jedem Kind ein Instrument) in Grundschulen mit dem Schwerpunkt „erste Erfahrungen am Instrument“ sich als ein, zunächst nur im Ruhrgebiet und jetzt in ganz NRW, bedeutendes Musikangebot etablieren wird und aus dem Musikschul- und Grundschulalltag nicht mehr wegzudenken ist.
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