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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikpädagogik«

Was bis zehn nicht gesungen wird, ist verloren

30.01.19 (Andreas Kolb) -
Durch den Fächerverbund MeNuK – Mensch, Natur und Kultur –, in den Heimat- und Sachunterricht, Bildende Kunst, Textiles Werken und Musik jeweils integriert waren, war das Fach Musik an den Grundschulen des Landes Baden-Württemberg mehr als ein Jahrzehnt lang de facto unter den Tisch gefallen. Seit dem Schuljahr 2016/17 ist mit der Einführung eines neuen Bildungsplans Musik wieder Einzelfach an Grundschulen. Eine lange gestellte Forderung von Pädagogen, Musikern und Verbänden ging damit in Erfüllung. Doch noch ist die Welt nicht in Ordnung. Spontan nach Einführung dieses Bildungsplans konstatierte die Schulbehörde: Es herrscht Mangel an entsprechend qualifiziertem Lehrpersonal.

Ein bayerisches Kulturgut auf neuen Wegen

30.01.19 (Gunther Brennich) -
Jahrzehntelang war das Schulorchester an vielen bayerischen Gymnasien ein Aushängeschild der Schule – eine Tradition, deren Anfänge sich bis an den Beginn des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen lassen. Kostenfreier Gruppenunterricht in einem Streichinstrument wurde an jedem bayerischen Gymnasium erteilt, alle bayerischen Gymnasiallehrkräfte verfügten über die dazu notwendige Ausbildung. Somit standen in der Regel genügend Streicherinnen und Streicher als Basis eines „klassischen Schulorchesters“ zur Verfügung. In den zurückliegenden beiden Jahrzehnten haben sich die Rahmenbedingungen für die Schulorchester in Bayern jedoch deutlich verändert.

Mit Musik auf dem Weg zum guten Leben ?

08.01.19 (Markus Hirsch) -
Führt man sich vor Augen, dass trotz der Grabenkämpfe (im Wortsinn) in Profiorchestern tagtäglich künstlerisch gelungene Opernaufführungen stattfinden, wird man der Idee einer voraussetzungslos gegebenen Verbindung von Musik und Ethik zunächst skeptisch gegenüberstehen. Ist es die Musik selbst (das Musizieren, das Musikhören, die einer Komposition immanente Botschaft), die etwas zum Guten hin verändern kann oder hängt alles vielmehr davon ab, wie wir Menschen mit Musik umgehen und ob wir sie zum Guten (oder Schlechten) hin einsetzen?

Eigengestalterisch mit Musik umgehen

28.11.18 (Anja Günther) -
Fünfzehn Jahre lang hatte Barbara Metzger an der Hochschule für Musik in Würzburg die Professur für Elementare Musikpädagogik inne. Zum Ende ihrer Dienstzeit sprach Anja Günther mit der Pädagogin und Hochschullehrerin.

Musikunterricht und kulturelle Bildung

12.10.18 (Gabriele Puffer) -
Am 14. Oktober 2018 finden in Bayern Landtagswahlen statt. Aus diesem Anlass hat der VBS wieder „Wahlprüfsteine“ an die Parteien versandt – verbunden mit der Bitte, zu den angegebenen Fragen Auskunft zu geben. Eine Auswahl der wichtigsten Aspekte ist im Folgenden zusammengestellt.*

Musikunterricht mit Second-Hand-Lehrern?

10.10.18 (Jürgen Oberschmidt) -
Der Philosoph Peter Sloterdijk hat in seiner Essaysammlung „Du mußt dein Leben ändern“ bemängelt, dass sich Schule in einem „Selfish-System“ bewegt und sich in diesem durch das ständige Schmoren im eigenen Saft und ohne nötige Impulse von außen immer wieder selbst erneuert. Einen doch recht zweifelhaften Eingriff in dieses geschlossene System erleben wir derzeit durch Quer- und Seiteneinsteiger, in anderen Lebensbereichen wird dieses Modell mit wechselndem Erfolg praktiziert: In der Unterhaltungsbranche machte uns ein Teamchef ohne Trainerlizenz bereits 1990 zum Fußballweltmeister, ein Schauspieler und Theaterwissenschaftler führte als 40. Präsident die Vereinigten Staaten, der Inhaber eines Mischkonzerns und erfolgreiche Immobilienmakler ist der nicht unumstrittene Nachmieter in Washingtons Pennsylvania Avenue.

Gegenwart gestalten im digitalen Puls

28.09.18 (Philipp Ahner) -
Tabletklassen, ActiveBoards, Lernplattformen und WLAN fordern aktuell von Schulen beziehungsweise Schulträgern teils viel Geld, teils bleibt der CD-Player und die Deckenbeleuchtung die einzige elektrische Einrichtung der Schule. Technische Ausstattungen und damit verbundene Veränderungen des Unterrichts sind derzeit ein zentrales bildungspolitisches Thema. Der Musikunterricht spielt in diesen Diskussionen und Entscheidungen selten eine Rolle. Man könnte manchmal den Eindruck bekommen, die Transformationsprozesse der Digitalisierung beträfen den Musikunterricht nicht. Aber die Digitalisierung verändert musikbezogene Lern- und Gestaltungsprozesse in Schulen und Lehrkräfte müssen irgendwie damit umgehen. Es lohnt sich daher, einen Blick auf die Veränderungen und auf Umgangsweisen der Lehrkräfte mit diesen zu werfen.

Robo-Päd

27.09.18 (Theo Geißler) -
Musikunterricht in der dörflichen Grundschule. Mitte der 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Unser Allround-Lehrer hatte seine pädagogischen Zentralprinzipien wohl noch auf dem Nürnberger Reichsparteitags-Gelände erworben. Sein Ein-Meter-Lineal jedenfalls nutzte er beim allmorgendlichen Absingen des „Liedes der Bayern“ ausgiebig als Drum-Stick auf den Köpfen melodie- und/oder textunsicherer Mitschüler. Aber immerhin: Es wurde gesungen. Und es gab (zumindest in Oberbayern) Lehrerinnen und Lehrer für zirka dreißigköpfige Klassen.

Die Behinderung ist nur ein Teil von mir

19.09.18 (Lucca Keller) -
Vom 12. bis 14. Juli 2018 fand in Salzburg die PreConference der International Society for Music Education (ISME) statt. Mit der Band Vollgas Connected, einem Ensemble der Musikschule Fürth, eröffneten wir die Veranstaltung in der Musikhochschule Mozarteum. Unsere Motivation, an der „Special Music Education and Music Therapy“-Konferenz teilzunehmen lag darin, den zahlreichen Teilnehmern/-innen aus aller Welt durch unsere Musik und durch einen Workshop vorzustellen, wie Inklusion gelingen kann.

Gemeinsam an der Verbesserung von JeKits arbeiten

31.08.18 (Bernd Smalla) -
Unter dem Titel „Erfolgsgeschichte oder Trauerspiel? 15 Jahre JeKi und JeKits“ leert Ute Völker, Vorsitzende der ver.di-Landesfachgruppe Musik in NRW, ihr Argumentationsfüllhorn vornehmlich über der zweiten Waagschale, dem „Trauerspiel“, aus, sodass der geneigte Leser aus den persönlichen und nicht repräsentativen Erfahrungen und Einschätzungen Ute Völkers schnell den Eindruck destilliert, JeKi und JeKits, das geht ja gar nicht. Nicht aus der Perspektive der Arbeitsbedingungen für die beteiligten Lehrkräfte und nicht aus dem Blickwinkel pädagogischer Sinnhaftigkeit.
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