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Tabea Kind

Der mit 15.000 Euro dotierte Jazz-Preis Baden-Württemberg geht 2026 an die Kontrabassistin und Komponistin Tabea Kind 

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Tabea Kind erhält Jazz-Preis Baden-Württemberg 2026

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Der mit 15.000 Euro dotierte Jazz-Preis Baden-Württemberg geht in diesem Jahr an die Kontrabassistin und Komponistin Tabea Kind aus Karlsruhe. Der Preis ist einer der bestdotierten Nachwuchspreise für Jazz in Deutschland. 

Kunststaatssekretär Arne Braun sagte: „So was von verdient! Denn die diesjährige Jazzpreisträgerin Tabea Kind wirkt längst nicht mehr nur in Baden-Württemberg durch ihr künstlerisches Schaffen, nein, ihre musikalische Biografie ist längst schon international, vor allem auch in der Schweiz. Aber mehr noch, tourt die Kontrabassistin doch mit ihren zahlreichen unterschiedlichen Projekten quer durch Europa. Das passt, denn studiert hat Tabea Kind in Freiburg, Bern und Basel – und dieser Geist ist spür- und hörbar, wenn sie spielt. Tabea Kind begreift sich als ganzheitliche Künstlerin und verbindet ganz selbstverständlich ihr virtuoses Bassspiel mit ausgefeilten Kompositionen. Als exzellente Pädagogin hat sie auch stets den Nachwuchs im Blick. Für ihr Alter hat sie bereits ein beeindruckendes künstlerisches Gesamtwerk vorzuweisen. Umso mehr sind wir als begeistertes Jazzpublikum gespannt auf das, was noch alles kommt. Es gibt also so viele gute Gründe, sie mit einem der wichtigsten Jazzpreise Deutschlands auszuzeichnen.“  Die Verleihung findet am 25. November im Tollhaus Karlsruhe statt. 

Die Vorsitzende der Fachjury, die Stuttgarter Sängerin und Gesangsprofessorin Fola Dada, begründet das Juryvotum folgendermaßen: „Tabea Kind erhält den Jazz-Preis Baden-Württemberg 2026 für ihre außergewöhnliche künstlerische Eigenständigkeit als Kontrabassistin und Komponistin. Ihr Spiel besticht durch klangliche Tiefe, rhythmische Präzision und eine überzeugende Balance zwischen tragender Funktion und solistischem Ausdruck. Mit Persönlichkeit und großer Selbstverständlichkeit erweitert sie die Rolle des Kontrabasses und erschließt ihm neue klangliche Räume. Ihre Kompositionen zeichnen sich durch eine unverwechselbare Handschrift aus, in der sich konzeptionelle Klarheit und Offenheit für improvisatorische Prozesse verbinden. Als Bandleaderin schafft sie ein inspirierendes Umfeld, das künstlerische Entfaltung ermöglicht. Tabea Kind prägt mit ihrem Schaffen die Jazzszene Baden-Württembergs nachhaltig und wirkt über die Landesgrenzen hinaus.“‘

Preisträgerin Tabea Kind

Tabea Kind, am 18.06.1999 in Karlsruhe geboren, ist Bassistin, Komponistin und Pädagogin. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Musik. Sie absolvierte ihr Bachelorstudium in Musikpädagogik in Freiburg und Bern. 2024 schloss sie ihren Masterstudiengang am Jazzcampus in Basel ab. Während ihrer akademischen Laufbahn hatte sie das Privileg, bei renommierten Mentoren wie Larry Grenadier, Patrice Moret, Bänz Oester, Dieter Ilg, Jorge Rossy und anderen einflussreichen Persönlichkeiten der Jazzszene zu studieren.

Tabea Kind ist in der Musikszene der Schweiz und Deutschlands aktiv und wirkt mit ihrem Spiel an verschiedenen Projekten mit. Sie leitet ihr eigenes Trio (Debüt-CD „Fragments“, 2024) und arbeitet mit verschiedenen Ensembles zusammen, darunter Aerie, Aino Salto, das Bundesjazzorchester, Paul Beskers Vier oder das Mia Gjakonovski Quartett. Ihre Auftritte führten sie quer durch Europa zu renommierten Festivals und Veranstaltungsorten. Angetrieben von ihrer Leidenschaft für die Musik und ihrem Engagement für ihr Handwerk erkundet Tabea Kind weiterhin neue Wege im Bassspiel, in der Komposition und in der Musikpädagogik und bereichert damit sowohl ihren eigenen künstlerischen Werdegang als auch die lebendigen Musikgemeinschaften, in denen sie tätig ist.

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