In dem kleinen Ort im Landkreis Nordwestmecklenburg wird wieder gegen die Neonazi-Szene gerockt. Wer auftritt, ist bis zum ersten Akkord ein Geheimnis.
Jamel – Zwei Tage vor den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen startet am Freitag im Landkreis Nordwestmecklenburg wieder das Musik- und Demokratiefestival „Jamel rockt den Förster“. Seit 2007 treten in der Nähe von Wismar musikalische Topacts auf – auch und gerade, um sich gegen die starke Neonazi-Szene in dem kleinen Ortsteil der Gemeinde Gägelow zu stellen.
Wie immer werden die Namen der teilnehmenden Künstler bis zum Start geheim gehalten. Die etwas mehr als 3.000 Eintrittskarten für die aktuelle Auflage waren innerhalb einer halben Stunde nach dem Start des Vorverkaufs vergriffen. In den vergangenen Jahren waren unter anderem Fettes Brot, Die Ärzte, Deichkind, Herbert Grönemeyer, Marteria, Danger Dan, Igor Levit und Kraftklub aufgetreten.
Planungssicherheit erst seit März
Anfang Jahres hatte es eine kommunalpolitische Auseinandersetzung um das Festival gegeben. Ein Gemeindevertreter hatte das Veranstalter-Ehepaar – Birgit und Horst Lohmeyer – wegen vermeintlicher Umweltvergehen angezeigt. Im März wurde dann entschieden, einen Nutzungsvertrag für die dringend benötigte Wiesenfläche mit den Festivalveranstaltern abzuschließen.