Bundespreisträgerkonzert Jugend musiziert NRW


(nmz) -
Das Konzert von ausgewählten nord­rhein-westfälischen Preisträgern des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert in der Kölner Philharmonie wartete am 19. Juni wie im Vorjahr mit einer Besonderheit auf: Neben den Hauptgeldgebern, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW und den beiden Sparkassenverbänden in Nord­rhein-Westfalen, engagierte sich ein weiterer Förderer:
Ein Artikel von rvz

Sabine Falke-Ibach und Susanne Ibach zeichneten zwei Duos mit dem Ibach-Preis aus. Von 1991 bis 2005 ist dieser Preis des traditionsreichen Klavierunternehmens jährlich vergeben worden, und im vergangenen Jahr wurde er nach dem Tode des Firmeneigners Rolf Ibach von Witwe Susanne Ibach für drei Jahre neu ausgesetzt. Die beiden Duos, die die insgesamt 3.000 Euro erhalten, sind die Flötistin Kathrin Redlich und der Pianist Colin Pütz sowie der Klarinettist Kolja Arnold und der Pianist Adrian Lindner. Kathrin Redlich und Colin Pütz bedankten sich mit berührenden Interpretationen des Kopfsatzes aus Poulencs Flötensonate und Georges Enescus „Cantabile e presto“. Das Duo Arnold/Lindner konnte leider krankheitsbedingt nicht auftreten.

Auch im weiteren Programm konnte Moderatorin Anja Backhaus einen Höhepunkt nach dem anderen ansagen. Das Klaviertrio Emily Leitgeb, Violine, Luca Benedikt Miedek, Violoncello, und Emma Spinelli, Klavier, bot in feinen Nuancierungen Mozarts Trio B-Dur KV 502. Noch subtiler zeigten sich Linnea Nike Adler, Andrej Meysing, Mandolinen, und Romain Vens, Gitarre, mit Valentin Rosers VI. Sonate. Die Bonner Popsängerin Ricarda Weber bezauberte das philharmonische Publikum mit zwei Eigenkompositionen, die sie selbst am Klavier begleitete beziehungsweise vorproduziert hatte.

Von der Akademie für Gesang NRW im Ruhrgebiet kamen überaus akurat Janis Galiyasevic, Lena Superson, beide Sopran, Resy Ntsiyep und Ley-vannah Amani Monthé, beide Alt, mit Werken von Robert Sund, Hyun Kook und Billie Eilish. Und mit einer fast unglaublichen Verve zelebrierte Anatoly Moseler aus Datteln die Chaconne aus Bachs Partita d-moll an der Violine. Anja Backhaus führte mit den Musikerinnen und Musikern kurze Gespräche auf der Bühne und fragte auch Moseler, der schon mehrere Wettbewerbe gewonnen hat, wie es nun weitergehe. Moseler, Jungstudent an der Folkwang Universität der Künste, wollte sich da nicht festlegen. Er lasse die nächsten Phasen der Ausbildung auf sich zukommen – „Ich will den weiteren Weg genießen.“ 

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