Die Jugend, der Jazz und die Musik

Landes-Jugendjazzorchester in neuem Outfit


(nmz) -

„Zeitgemäß und eindeutig“, beschreibt Willi Staud, organisatorischer Leiter des Landes-Jugendjazzorchesters Bayern (LJJB), das neue Logo des 180-köpfigen Jazz-Nachwuchsorchesters. Nachdem das alte Infomaterial des LJJB nach mehrjähriger Laufzeit zu Ende gegangen war, wurden Logo und Druck von Infomappen, Geschäftspapier, Programmvorlagen und Plakaten mit aktuellen Daten dringend notwendig. Im vergangenen Jahr schließlich gab der Kulturfonds Bayern dem LJJB finanzielle Starthilfe für die Neugestaltung einer aktuellen Infobroschüre, einer neuen CD und einer Internetpräsentation. Die Grafikerin Barbara Stephan, die seit vielen Jahren für das Bayerische Jazzinstitut in Regensburg tätig ist, übernahm die Gesamtgestaltung des Designs. Nicht leicht machten es sich die Beteiligten, die richtige Entscheidung für das neue Erscheinungsbild zu finden. „Unser langer Name sollte mit einem eindeutigen Blickfang versehen sein. Mit einem Logo, das auf Jugend, Jazz und Musik hinweisen sollte“, so Staud. Auch der Slogan und CD-Titel des LJJB „Together“ sollte durch das Logo ausgedrückt werden. Mitglieder des Orchesters haben im vergangenen Jahr eigene Kompositionen und Arrangements auf CD eingespielt.


Schließlich stand für alle fest, dass man sich mit dem neuen Logo von „Altem“ abgrenzen wollte. Deshalb sollte das LJJB ein „peppiges und kontrastreiches Äußeres“ bekommen. Zahlreiche Vorschläge wurden begutachtet und beraten. Die Entscheidung fiel schließlich auf die „drei musikmachenden Strichmännchen“. Staud freut sich sehr über das Ergebnis: „Wir bekommen von unseren Mitgliedern und Dozenten nur positive Resonanz. Die Außenwirkung scheint gut zu funktionieren, denn viele Menschen haben uns bereits auf unser neues Logo angesprochen. Und die Plakate setzen sich gegenüber vielen anderen sehr gut durch.“ Bei aller Freude über das neue Outfit bleibt für Staud jedoch auch ein kleiner Wehmutstropfen. „Unser neues Gewand hätten wir gerne einem großen Publikum präsentiert und das Neue an unserem Jazzorchester richtig offiziell vorgestellt, aber leider fehlen uns dazu die Mittel.“

Arbeitsphasen und Konzerte

Strahlend in neuem Outfit wird das LJJB auch in diesem Jahr wieder sehr aktiv sein. Das Orchester trifft sich in unterschiedlichen Besetzungen zu vier Arbeitsphasen, bei denen in Big Band-Besetzung und in der Satzarbeit ein umfangreiches Programm erarbeitet wird. Neben der pädagogischen Arbeit, der Improvisation und dem Kennenlernen eines möglichst breit gefächerten Repertoires während der Arbeitsphase bereitet das Orchester auch Konzerte vor. So wird das LJJB im März zum 20-jährigen Bestehen seines Heimathauses, der Musikakademie Marktoberdorf, in verschiedenen Konzerten auftreten. Mit dabei ist der Jazzsaxophonist Lee Konitz, den Staud als Dozenten für die Arbeitsphase engagieren konnte. Im Mai steht für das LJJB ein Projekt besonderer Art an.

Gemeinsam mit dem Vokalensemble Landsberg und dem Carl-Orff-Chor Marktoberdorf wird das Jazzorchester das „Requiem“ des schwedischen Komponisten Nils Lindberg erarbeiten. Anlässlich des Festivals Musica Sacra International wird das Werk für Chor, Big Band und Solisten in mehreren Konzerten aufgeführt.

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