Ein dynamischer Prozess, der zu gestalten ist

Philipp Ahner und Matthias Krebs im Gespräch zum Thema Musikpädagogik und Digitalisierung


(nmz) -
Philipp Ahner ist seit 2017 Professor für Musikpädagogik und Musikdidaktik im Kontext digitaler Medien am Landeszentrum MUSIK–DESIGN–PERFORMANCE der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen und seit 2019 Prorektor für Studium, Lehre und Forschung. Sein aktueller Forschungsschwerpunkt ist musikdidaktische Forschung mit digitalen Medien im Jugendalter und in der Lehrerbildung. Der Diplom-Gesangs- und Medienpädagoge Matthias Krebs leitet die Forschungsstelle Appmusik der Universität der Künste (UdK) Berlin und forscht aktuell im BMBF-geförderten Verbundprojekt MuBiTec zu Fragestellungen ästhetischer Erfahrungsmöglichkeiten und der Kompetenzentwicklung in appmusikalischen (Bildungs-)Kontexten. Mit den beiden Experten sprach Juan Martin Koch über digitale Musikpraxis und -pädagogik.
Ein Artikel von Juan Martin Koch

neue musikzeitung: Hatten Sie ein besonders einprägsames Erlebnis mit digitalisierter Musik oder Musikpädagogik in der Corona-Zeit?

Matthias Krebs: Bemerkenswert fand ich, dass gerade auch Lehrkräfte, die bisher in diesem Bereich eher unsicher waren, viele positive Erfahrungen gemacht haben. Und zwar dahingehend, dass sich Unterrichten mit digitalen Technologien gar nicht so technisch anfühlt, sondern durchaus lebendig sein kann. Von einem umgelegten Schalter wurde da oft gesprochen, nach dem Motto: Ich kann da Barrieren senken, kann durchaus Beziehungen aufbauen und Schülerinnen und Schüler motivieren, kann methodisch Sachen machen, die sonst nicht funktionieren würden, etwa mit verschiedenen Kamerapositionen Feinheiten von Bewegungsabläufen zeigen. Aber in sämtlichen Diskussionen muss leider immer die Frage am Anfang stehen, ob die digitalen Technologien nun den analogen Unterricht ersetzen können. Dass dieser Schwarz-Weiß-Vergleich, dieses Gegeneinanderstellen immer noch passiert, als ob es eine rein analoge Welt noch gäbe … Das macht mich manchmal ein wenig müde. Spannender ist es doch, sich über Methoden, Zielstellungen und konkrete Unterrichtserfahrungen auszutauschen.

Philipp Ahner: Einen bestimmten Moment zu benennen, fällt mir schwer, aber dass ein Wandel zu spüren war, wie ihn Matthias Krebs beschrieben hat, das kann ich nur unterstreichen. Wenn ich ein Jahr zurückdenke, dann hagelte es im Frühjahr Anfragen für Grundkurse: Wie bedient man die Geräte, was kann man damit überhaupt machen? Inzwischen kommen immer noch viele Anfragen, aber eher in die Richtung: Wie kann ich gezielt in der Grundschule oder in inklusiven Bereichen mit digitalen Methoden arbeiten? Oder: Wie kann Präsenz- und Dis­tanzunterricht sinnvoll in Beziehung zueinander gesetzt werden? Das ist eine schöne Momentaufnahme. Die Corona-Zeit hat einen Impuls gesetzt und es geht jetzt in ein methodisch-
didaktisches Denken hinein. Aber natürlich gibt es die Fraktion immer noch, die darauf hofft, dass das einzige, was Strom verbraucht, das Licht im Unterrichtsraum ist. Sie begegnet einem aber nur noch selten.

„Immer mehr Studierende fordern das konkret ein“

nmz: Inwieweit kann man die gemachten Erfahrungen differenzieren nach Musikschule, Schulmusik und Hochschule?

Krebs: Was die Hochschulen betrifft, so scheint klarer geworden zu sein, dass Digitalisierung ein Thema bleibt. Da gibt es ja zahlreiche Tools, die man in die Hochschullehre integrieren kann. Manchen Dozenten fällt es schwer, aber immer mehr Studierende fordern das konkret ein – nicht weil sie nicht mehr „nicht-digital“ lernen könnten, sondern weil sie gemerkt haben, dass es für bestimmte Inhalte viele Vorteile hat, auch asynchron arbeiten zu können. Die wundern sich dann, dass Dozenten Schwierigkeiten haben, bei einer Zoom-Sitzung ein paar Noten zu visualisieren, weil sie wissen, dass es da auch außerhalb von „Paint“ Möglichkeiten gibt wie zum Beispiel „Noteflight“ oder eben direkt per Bildschirmfreigabe im Notensatzprogramm …

Ahner: In Trossingen haben wir seit letztem Herbst einen neuen Studiengang: „Master Extended Music Education“. Der wurde vor Corona konzipiert, aber startete, als gerade die erste Welle vorbei war. Hier sind zukünftige Lehrkräfte an Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen angesprochen, sich künstlerisch, wissenschaftlich und pädagogisch mit digitalen Technologen auseinanderzusetzen. Im Rahmen eines Thementages hatten wir Manfred Grunenberg zum Schwerpunkt Musikschule zu Gast, und was er berichtete, hat die Kollegen aus den allgemeinbildenden Schulen ein wenig an den Stand erinnert, der dort vor fünf bis zehn Jahren vorherrschte: Die Musikschulen sprechen über Infrastruktur und sind jetzt gerade erst damit befasst, Lernplattformen aufzusetzen, Server zu konfigurieren oder Räume entsprechend auszustatten. Gleichzeitig wird dort die App ERNA, die den Präsenzunterricht einbettet in Chatfunktionen, Playalongs et cetera, in Baden-Württemberg sehr gut angenommen. Auch wenn es in den Schulen noch nicht so weit ist, dass alle Schüler jeweils Endgeräte hätten, so haben doch fast alle schon lange eine Plattform und Server. Dort hat man sich nun stark mit Hilfsmitteln wie Jamulus oder JamKazam beschäftigt, um überhaupt Musizierpraxen aufrecht zu erhalten. Andererseits gibt es unzählige Padlets, also digitale Pinnwände, vom Bundesverband Musikunterricht (BMU) oder anderen Stellen – da sind unglaubliche Materialsammlungen entstanden. Oder nehmen Sie die Übersicht, die Matthias Krebs zum Online-Musizieren auf der Seite der Forschungsstelle Appmusik gemacht hat: Das hätte vor zwei Jahren wahrscheinlich nicht diesen Anklang gefunden und ist nun ganz normal geworden.

Krebs: Das ist sehr interessant: Was die Unterschiede zwischen Musikschule und Schule angeht, hätte ich das genau umgekehrt berichtet! Meiner Wahrnehmung nach musste ja sehr viel Unterricht an den allgemeinbildenden Schulen ausfallen. Viele Lehrkräfte haben Material per Post verschickt. Ich habe Videos aus Schulen gesehen, wo die Lehrkräfte völlig überfordert waren, mit Lernplattformen umzugehen – gerade methodisch. Andererseits erlebe ich, dass an Musikschulen in Schleswig-Holstein, auch in NRW oder Niedersachsen sehr lebendig neue Strukturen entwickelt wurden, ein großer Austausch entstanden ist und über Anschaffungen diskutiert wurde. Das Projekt MSdigital in Schleswig-Holstein war zum Beispiel ein großes Programm, an dem alle Musikschulen des Landesverbandes teilgenommen haben.

Ahner: Ich glaube nicht, dass man diese Unterschiede einfach geografisch festmachen kann, sondern dass das in unserem föderalen System sehr differenziert ist. Man findet wahrscheinlich überall für alles entsprechende Beispiele.

„Der Nerd ist aus seiner Ecke herausgekommen“

nmz: Herr Ahner, in einem Artikel, den Sie vor knapp drei Jahren für uns geschrieben haben („Gegenwart gestalten im digitalen Puls“, nmz 10/2018), haben Sie verschiedene Arten des Umgangs mit den digitalen Transformationsprozessen beschrieben. Wie hat sich dieses Bild inzwischen entwickelt?

Ahner: Die Gruppe derjenigen, die pragmatisch mit den Technologien umgeht, ist jetzt die starke Gruppe, und der „Nerd“ ist aus seiner Ecke herausgekommen und wird eher als „normal“ wahrgenommen. Das hat eine schöne Dynamik bekommen. Auch in der Hochschule verändern sich die Inhalte. Es ist in kurzer Zeit fast zum Standard geworden, dass jeder Student beispielsweise für eine Aufnahmeprüfung oder einen Wettbewerb ein qualitativ hochwertiges Video produzieren können muss. Das hat uns vor die Voraussetzung gestellt, dass wir im Rahmen des Programms Digitalisierung der Hochschule einen Zuschlag bekommen haben, um viele Unterrichtsräume so ausstatten zu können, dass man dort beispielsweise kleine Produktionen machen kann und dies zum selbstverständlichen Bestandteil des künstlerischen Unterrichts werden kann.

nmz: Wie sieht es eigentlich mit spezifisch digitalen künstlerischen Techniken aus: Funktionierte deren Vermittlung im Lockdown besonders gut?

Ahner: Eher im Gegenteil. Wir hatten gemeinsam mit der Bundesakademie Trossingen eine Fortbildungsreihe, bei der wir abgewartet haben, bis wir wieder in Präsenz gehen konnten, weil zum Beispiel das Musizieren über Abstandssensoren auf Zoom einfach nicht funktioniert und man eine Raumklanginteraktion mit 24 Lautsprechern nicht in Stereo abbilden kann … Da hat auch eine Sensibilisierung stattgefunden: Digitalisierung ist nicht gleich Online, man muss unterscheiden zwischen Online und Präsenz und darin, mit welchen Technologien man wie arbeitet. Es gib eine Menge digitale Technologien, die dafür da sind, dass man in einem gemeinsamen Raum damit arbeitet.

Krebs: Im Projekt „app2music“, das an Schulen für den Nachmittagsbereich digitale Bands anbietet, die mit Tablets und Smartphones musizieren, meinte das Ministerium, das liefe wahrscheinlich super im Lockdown. Aber das musste komplett ausfallen, weil die Kinder ja mit den Endgeräten kommunizierten, da kann man nicht gleichzeitig damit Musik machen …

nmz: Die Musikhochschule der Uni Münster bietet seit dem vergangenen Herbst das Lehramtsstudium mit Hauptfach „Producing“ an (siehe den Artikel in dieser Ausgabe). Ist das ein zukunftsträchtiger Weg: Laptop-Klasse statt Bläserklasse?

Ahner: Wir haben in Trossingen den künstlerischen Studiengang Musikdesign, der im Hauptfach dieser Zielrichtung entspricht und wo wir im Bachelor und künftig auch verstärkt im Mas­ter ausbilden. Im Lehramt und anderen Studiengängen haben wir uns dafür entschieden, einen anderen Weg zu gehen: Alle, egal welches Instrument sie studieren, müssen wesentliche Elemente in diesem Bereich abdecken. Das heißt, aktuell ist es in den ersten Studienjahren Pflicht und ab dem vierten Semester gehört es zum Wahlpflichtbereich. Wir wollen Musiklehrer ausbilden, die das auf jeden Fall können, es gehört für uns auf eine Stufe mit dem schulpraktischen Klavierspiel, das auch alle machen müssen. Mit dem ab September startenden Drittmittelprojekt „Musikstudium im digitalen Raum“ möchten wir (verbunden mit der Ausstattung der Fachräume) grundsätzlich in Studiengängen der Hochschule Möglichkeiten und Themen von digitalen Tätigkeiten im Studium entsprechend den Zielsetzungen des jeweiligen Studienganges verankern.

Krebs: Für mich ist das selbstverständlich: Natürlich kann man so Musik machen! Und zwar virtuos und vielfältig, diese Kompetenzen gehören für mich zu einer solchen Ausbildung dazu. Viele Musikschulen fangen an, dafür auch dezidierte Angebote zu machen und stellen dafür entsprechende Lehrkräfte ein, die DJing oder Apps als Musikinstrumente unterrichten. Die kommen oft aus anderen Musizierkulturen und lassen sich manchmal vielleicht nicht so leicht integrieren, aber dieser Trend wird hoffentlich bleiben und an den Hochschulen entsprechend aufgegriffen.

Netz-Tutorials statt Meisterlehre?

nmz: Im letzten Jahr hat zu Beginn des Lockdowns das Musikhaus Thomann mit günstigen Online-Unterrichts-Angeboten einen Shitstorm ausgelöst. Neben der wirtschaftlichen Angst, von Netz-Tutorials überflüssig gemacht zu werden, geht es wohl auch um die Frage, inwieweit Online-Formate das traditionelle Prinzip der „Meisterlehre“ in Frage stellen und sich in Richtung einer Hilfe zum Selbststudium bewegen, oder?

Ahner: Das ist ja ein Phänomen, das in der Musikpädagogik etwas zeitversetzt ankam. Im naturwissenschaftlichen Bereich gibt es schon lange Angebote wie die Khan Academy, wo ein Milliardär sein Geld dafür ausgibt, Tutorials in guter Qualität in 50 Sprachen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Natürlich kann man die Frage stellen, ob das Prinzip „Flipped Classroom“ der richtige Weg ist, aber schon vor Corona galt: Ist doch super, wenn es die Möglichkeit gibt, dass ein Schüler eher technische oder wissensbasiert orientierte Inhalte eigenständiger zu Hause vorbereiten kann und dann im Präsenzunterricht mehr Zeit für anderes bleibt. Ein Konzept wie das Musiklernhaus in Waldkirch, das auch wissenschaftlich begleitet wird, zeigt, in welche Richtung das gehen kann. Die Diskussion darüber hat durch Corona einen Schub bekommen, ist aber natürlich noch nicht sehr weit.

nmz: Viele Pädagogen werden sich aber auch einfach methodisch-didaktisch überfordert fühlen, wenn jetzt möglicherweise Schüler kommen, die manche Aspekte des digitalen Unterrichts gut fanden und künftig vielleicht nur noch alle zwei Wochen oder einmal im Monat kommen wollen …

Krebs: Das ist genau der Punkt. Ich nehme es zwar noch nicht als Alltag wahr, dass Schüler so etwas artikulieren – im Gegenteil, die freuen sich nun erstmal, ihre Lehrer wieder zu sehen. Andererseits wird die intensive Auseinandersetzung mit Digitalität während der Lockdown-Phase der Corona-Pandemie nicht ohne Folgen bleiben und  einen Nachhall auf die Art haben, wie auch bei wieder geöffneten Schulen gelernt und gelehrt wird. Als Wissenschaftler bin ich gespannt, welche Auswirkungen diese Erfahrungen aus der Extremsituation auf das nächste Schuljahr, also die kommenden sechs bis zwölf Monaten haben werden und wie sich die Erwartungen bei Schülern und Lehrkräften verändert haben.

Ahner: Den zeitlichen Horizont würde ich eher noch dehnen und sagen: Ball flach halten! Was in den letzten zwei Jahren an Lernprozessen im Kontext von Digitalität stattgefunden hat, war mehr als in den zehn Jahre davor. Da darf das Tempo auch wieder ein anderes werden, aber der Prozess ist da, der will gestaltet und begleitet werden. Ich nehme auch wahr, dass es da Ängs­te und Befürchtungen gibt. Die muss man ernst nehmen und eher überlegen, was man nun konstruktiv daraus macht. Wir werfen ja nicht das, was uns wertvoll ist, einfach über Bord. Die Frage ist, um mit Alfred Smudits zu sprechen: Wie gestalten wir die Mediamorphose in diesem Prozess?

nmz: Wie steht es eigentlich mit der wissenschaftlichen Begleitung? Es sind ja schon erste Umfragen und Studien entstanden. Gab es da Bemerkenswertes?

Krebs: Mit am spannendsten fand ich die Umfrage der Rostocker Musikhochschule von Oliver Krämer und anderen. Gut aufbereitet und dargestellt ist auch die Studie der Wiener Musikuniversität zum musikalischen Distance Learning von Michaela Hahn und Wilfried Aigner.

„Communities of Practice“ gegen die Überforderung?

Ahner: Bei der Rostocker Studie läuft gerade die Fortsetzung, die Befragung der Studierenden, und die europäische Vereinigung AEC macht gerade eine Erhebung bei ihren Mitgliedshochschulen. Im schulischen Bereich ist die Studie des BMU sehr spannend, da wurden auch Maßnahmen abgeleitet. Das kann ich lobend sagen, weil ich da nicht beteiligt war … Da wurde sehr genau in die Landesverbände und in die Schulen hineingehört. Wissenschaftlich im engeren Sinn ist das natürlich nicht, weil für solche Studien ja immer ein langer Vorlauf nötig ist.

nmz: In Ihrem nmz-Artikel von 2018 haben Sie „Communities of Practice“ als möglichen Ausweg aus der Überforderung beschrieben. Haben sich solche nun verstärkt gebildet?

Ahner: Der Wunsch, dass sich stabile Interessengruppen bilden, hat sich aus meiner Sicht eher nicht erfüllt. Die Welt ist auch hier differenzierter und föderaler, aber jeder Lehrer, sei es in Schule oder Musikschule, ist vielseitig vernetzt. Diese Vernetzung hat enor­me Schübe bekommen, es gibt Fortbildungen, die vielen Padlets habe ich schon erwähnt. In einem weiteren Sinn lautet die Antwort also ja, in einem engeren Sinn eher nein. Ich würde da heute auch eher davon Abstand nehmen und das vielmehr im Sinne der Akteur-Netzwerk-Theorie sehen: Man arbeitet nicht ausschließlich in konstanten, kleinen Gruppen, sondern agiert in einem weitverzweigten Handlungsraum mit  unterschiedlichen Möglichkeiten des Austausches und der Information.

Krebs: Ich arbeite und forsche seit einigen Jahren ganz dezidiert zur Wissensentwicklung in Communities of Practice oder Wissensgemeinschaften, auch im Fort- und Weiterbildungsbereich. In Schleswig-Holstein hat sich ausgehend von einer Initiative des VdM-Landesverbandes eine Struktur gebildet, die offen ist, wo sich Musikschullehrkräfte in verschiedenen Fachgruppen austauschen, zum Beispiel instrumentenspezifisch die Bläser und die Schlagzeuger jeweils für sich. Da wird sich regelmäßig konkret über Unterrichtsinhalte und -methoden ausgetauscht. Da beteiligen sich viele und das findet seit Dezember/Januar regelmäßig statt, teilweise mehrmals monatlich, und zwar selbst organisiert und moderiert. Es gibt auch einen Blog Musikschulleben.de, dort werden auch einige Ergebnisse daraus veröffentlicht. Eine ähnliche Struktur wird im Moment für NRW konzipiert. Manchmal werden solche spezifischen Austauschmöglichkeiten aber missverstanden in dem Sinne, dass das Fort- und Weiterbildungen ersetzen würde. Das ist aber nicht der Fall. Wichtig sind auch institutionelle Fort- und Weiterbildungsangebote, die sich, wie etwa beim VdM, aber auch beim BMU, auf höherer Ebene entwickelt haben.

Ahner: Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Netzwerk Musikhochschulen als Netzwerk 4.0 mit 18 Mitgliedshochschulen ab August starten wird, unter dem thematischen Dach der Stärkung der Digitalisierung der Hochschullehre. Auch hier bekommen die Dinge also eine neue Wendung.

Interview: Juan Martin Koch

Weiterführende Links:

Landeszentrum MUSIKDESIGNPERFORMANCE (Staatl. Hochschule für Musik Trossingen)

Forschungsstelle Appmusik

app2music – Appmusik-AGs an Berliner Schulen

Einstellungen von Lehrenden und Studierenden zur digitalen Lehre im Corona-Semester 2020 (Studie der Hochschule für Musik und Theater Rostock)

MUDIL – Musikalisches Distance Learning: Erfahrungen, Auswirkungen, Perspektiven (Studie der mdw Wien)

Umfrage zur außerunterrichtlichen Ensemblearbeit an Schulen (BMU)

Studie zu Übemotivation während der Pandemie (Sibelius Akademie)

Forschung im europäischen Verbund an den Coronafolgen für den Musikunterricht

Acht Thesen und einige Ideen zur strukturellen Umwandlung von Musikschulen in Musizierlernhäuser (Stefan Goeritz – musikschullabor.de)

Das Digitalisierungsprojekt „MSdigital – Schleswig-Holstein (MoMu.SH 2.0)“

Digitales Musizieren mit iPads (Oldesloer Musikschule)

Musikschulsoftware ERNA

SmartMusikschule – Die Musikschul-Cloud

Digitale Medien in musikalischen Vermittlungskontexten (Liste zu Apps, Online Tools, Software und Hardware von Rob Maas & Tobias Rotsch – keyboards & music production)

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