Fortsetzung erwünscht!

Internationaler Marimba Festiva Kongress und Wettbewerb 2014


(nmz) -
In der Woche nach Ostern in diesem Jahr war es so weit: Junge Marimba-Spieler aus acht Ländern kamen in Bamberg zusammen, um sich in ihrem Können zu messen, gleichzeitig aber auch um Kontakte zu knüpfen und ihr Wissen und Können rund um die Marimba zu erweitern.
Ein Artikel von Katja Pütz, Stanislaw Kokoszka

Die Veranstaltung begann mit dem Eröffnungskonzert in der Auferstehungskirche. Das Bach Marimba Trio (Slawomir Mscisz, Radek Szarek und Sebastian Wieland) brachte die Goldbergvariationen von Johann Sebastian Bach in eindringlicher und zugleich tänzerischer Art und Weise zu Gehör. Shoko Sakai führte die Zuhörer im Anschluss daran zunächst weiter auf Bachs Pfaden, indem sie die Lautensuite in e-Moll mit tänzerischer Anmut und großer musikalischer Klarheit präsentierte. Die international renommierte Solistin setze ihrem Können auf der Marimba mit der Interpretation von „Porgy and Bess“ von George Gershwin eine Krone auf.

Mit derartig eindrucksvollen Klängen gestärkt begann am Tag darauf der Wettbewerb im Hegelsaal der Konzertund Kongresshalle. Die Jury, bestehend aus Shoko Sakai, Prof. Paul Mootz, Radek Szarek und Slawomir Mscisz, hatte in den zwei Tagen des Wettbewerbs die verantwortungsvolle und auch schwierige Aufgabe, aus den insgesamt 37 in 4 Altersgruppen angetretenen Teilnehmern die Besten herauszuhören.

Einen Gegenpol zum Wettbewerbsgeschehen bildeten die Vorträge rund um die Marimba. Mitglieder der Jury, die international renommierten Spezialisten Stanisław Welanyk, Katarzyna Mycka, Peter Klemke und Komponisten wie Eva Sindichakis und Manfred Menke waren eingeladen worden, um verschiedenste Themen von allen Seiten zu beleuchten und den Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern und auch dem Publikum anzuregen.

Im zweiten Konzert mit dem Titel „Podium der Jugend“ versetzte das von Gerhard Stengert geleitete Percussionensemble der Kunst- und Musikschule Osnabrück die Zuhörer in eine afrikanisch inspirierte Klangwelt. Im zweiten Teil dieses Konzerts demonstrierte Radek Szarek das Improvisationspotential der solistischen Marimba im Jazz.

Am letzten Abend dann waren die  Finalisten und Preisträger des Wettbewerbs in ihrer ganzen Spielfreude zu hören. Ihrer Begeisterung über den Erfolg übertrug sich sekundenschnell auf das Publikum und war ein gelungener Höhe- und Schlusspunkt der gesamten Veranstaltung. Die Veranstalter des Internationalen Marimba Festival Kongresses und Wettbewerbes 2014 in Bamberg, der Verein Marimba Festiva e.V., der Tonkünstlerverband Bayern e.V. und der Tonkünstlerverband Bamberg e.V. haben mit der Zusammenschau von hochkarätiger Musizierpraxis auf der Marimba und reflektierenden Momente innerhalb der Vorträge und Konzerten einen wegweisenden Schritt für die Verbreitung der solistischen Konzertmarimba getan. Man darf sich auf eine Fortsetzung in zwei Jahren freuen!

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