Seine Leidenschaft zu komponieren lebt er immer noch

Zum 90. Geburtstag von Rudolf Suthoff-Groß


(nmz) -
Braunschweig. Im Februar 2020 feierte Rudolf Suthoff-Groß seinen 90. Geburtstag. Wir übermitteln auf diesem Wege nachträglich die herzlichsten Glückwünsche! Bleiben Sie gesund und haben Sie weiterhin gute Inspirationen für neue Musik.
Ein Artikel von Gunter Sokolowsky

Im Februar 1930 erblickte er in Remscheid-Lennep das Licht der Welt. Erst im Dezember 1946 konnte er einen richtigen Klavierunterricht aufnehmen. An einem Privatkonservatorium in Berlin besuchte Suthoff-Groß Seminare, um sich als Privat-Musiklehrer ausbilden zu lassen. Extern legte er an der Berliner Musikhochschule seine Prüfungen in den Fächern Klavier, Tonsatz und Gehörbildung ab, ebenso die Kirchenmusikerprüfung, die er später an der Musikhochschule in Köln abschloss. Ernsthafter betrieb er das Komponieren ab etwa 1951 und hörte und studierte als Autodidakt  sehr viele Kompositionen von Hindemith, Bartók, Tschaikowski und Bach.

1961 verließ Suthoff-Groß Berlin und machte Stationen in Bremen, Dormagen und auch in Wuppertal-Elberfeld. In den DTKV trat er dann 1966 ein und kam im Jahre 1969 nach Braunschweig. Seiner Lehrtätigkeit als Dozent an der Niedersächsischen Musikschule folgte ab 1979 die an der Technischen Universität in Braunschweig bis 1995. Zeitweise war er auch stellvertretender Vorsitzender der Bezirksgruppe in Braunschweig. Neben diesen Tätigkeiten gab er zahlreiche Konzerte und machte Rundfunkaufnahmen als Organist und Chorleiter.

Aus seiner Feder entstanden zahlreiche Kompositionen für Orgel, Klavier, Sologesang mit Klavier, Chor a cappella, Chor mit Instrumenten, Orchester und verschiedene andere Besetzungen, darunter viele Werke für den Unterricht. Im Blockflötenunterricht sind seine Kinderlieder durchaus populär! Kirchenmusiker spielen immer wieder eines seiner Choralvorspiele. 1997 entstand sein preisgekröntes „Ein Lied für das Braunschweiger Land“.

Trotz seines Alters komponierte er kontinuierlich und möchte es auch weiterhin tun. Seit Jahren beteiligt er sich sehr erfolgreich am Siegburger Kompositionswettbewerb der Engelbert-Humperdinck-Gesellschaft und errang zahlreiche Preise. Es wurden viele seiner Werke dort uraufgeführt.

Er nahm Gedenkjahre zum Anlass: 500 Jahre Reformation (Luther-Liederbüchlein), 200. Todestag von Matthias Claudius (ein „Kriegslied“), sein „Versuch über Beethoven“ für Cello und Klavier, ein „Versuch über Liszt“ für Klavier, Sprüche aus dem „Cherubinischen Wandersmann“ von Angelus Silesius setzte er in Töne. Einige Stücke für Orgel sollen demnächst im Strube Verlag erscheinen.

Gerne nimmt er familiäre Ereignisse zum Anlass für kammermusikalische Werke. Runde Geburtstage, Kommunion, Jahreswechsel, alles inspiriert ihn zu sing- oder spielbaren Stücken, berichtet seine Schwester Hella Schacher. In einem Konzert mit Werken niedersächsischer Komponisten/Komponistinnen am 23. Mai 2020 im Rahmen der Internationalen Woche für Neue Musik in Lüneburg werden von Suthoff-Groß Stücke zu hören sein.

 

 

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