Soundtracks 2012/10


(nmz) -
Savages +++ On the Road
Ein Artikel von Viktor Rotthaler

Savages
(Varese Sarabande/Colosseum)

Oliver Stone, der Experte für „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“, ist zurück mit einem hochkarätig besetzten Drogenthriller. Die Besetzungsliste „klingt“ nach Tarantino: John Travolta, Salma Hayek, Benicio Del Toro und Uma Thurman. Ähnlich wie Tarantino hat Stone immer auch ein Händchen für ungewöhnliche Soundtracks gehabt. Erinnert sei an „Natural Born Killers“ oder „U-Turn“ (mit einem traumhaften Morricone-Score). Den pulsierenden Score schrieb dieses Mal Adam Peters. Aber grundiert wird „Savages“ natürlich von Stones vorzüglicher Song-Kollektion: Peter Toshs „Legalize It“, Bruce Lashs latinisierte Version von David Byrnes „Psycho Killer“, Yunas „Here Comes The Sun“ (mit Sitar!) oder Bob Dylans „Romance In Durango“ aus seinen „Desire“-Zeiten. 

On the Road
 (Verve/Universal)

Walter Salles hat Jack Kerouacs „Kultroman“ der Beat Generation verfilmt und dazu einen sehr originellen Soundtrack zusammengestellt. Der unvermeidliche Gustavo Santaolalla (der auch bei „Savages“ mit dabei ist) lieferte den Score. Aber es sind natürlich die Songs, die das Leben von Jack Kerouac „on the road“ grundieren: 

Swing-Klassiker von Billie Holiday, Dinah Washington oder Ella Fitzgerald, Be-Bop-Meilensteine wie Charlie Parkers „Ko-Ko“ oder Dizzy Gillespies „Salt Peanuts“. Und sogar der unheimliche „Death Letter Blues“  von Son House taucht hier auf. Weil Kerouac, wie wir aus dem Buch wissen, ein großer Fan von dem legendären Slim Gaillard war, hat auch dieser hier seinen großen Auftritt: „Hit That Jive Jack“ singt er in seinem unvergleichlichen Jive Talk. Eine andere Nummer von Gaillard darf Coati Mundi interpretieren, das einstige Herz von Dr. Buzzard’s Original Savannah Band und Kid Creole & The Coconuts. Und Coati Mundi macht das wunderbar, als Bruder im Geiste. Vorzüglich!

 

 

 

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