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Alle Artikel kategorisiert unter »Viktor Rotthaler«

DVD-Tipp 2020/09

11.09.20 (Viktor Rotthaler) -
In den Ruinen von Berlin spielt ein Hollywoodfilm, der im frühen Nachkriegsdeutschland erst gar nicht ins Kino kam: Billy Wilders „A Foreign Affair“ von 1948. Auch später in den achtziger Jahren wurde der Film nicht synchronisiert. Und das ist in diesem Fall ein Glück. Die Idee zu dieser Komödie kam dem Exilanten Wilder, als er 1945 als Mitglied der Siegermächte wieder nach Berlin zurückgekehrt war.

Il Maestro

27.08.20 (Viktor Rotthaler) -
Er war neben Bernard Herrmann der Kinomusiker par excellence: Ennio Morricone. Innerhalb von sechs Jahrzehnten hat er rund 500 Filme orchestriert. Sein Name ist verbunden mit den großen Regisseuren des italienischen Kinos, von Leone über Argento und Petri bis zu Pasolini. Nachdem ihn 1985 der Jazzer John Zorn mit „The Big Gundown“ für sich entdeckt hatte, wurde der experimentelle Filmmusiker – lange vor Tarantino! – auch von der Popszene entdeckt. Und dabei war es sein Werk jenseits von „Spiel mir das Lied vom Tod“, das nun plötzlich auch in Diskotheken erklang. Stücke, die manchmal der „Neuen Musik“ näher standen als dem Pop.

AwopBopaLooBop AlopBamBoom

28.05.20 (Viktor Rotthaler) -
Es war 1956 der „Urschrei“ des Rock ’n’ Roll: „AwopBopaLooBop AlopBamBoom“ oder „Tutti Frutti“. Wenige Wochen bevor Elvis Presley mit „Heartbreak Hotel“ seinen ersten Nr.-1-Hit in den US-Charts landen konnte, hatte der in Macon, Georgia geborene Richard Penniman das „Motto“ ausgegeben, das der Popjournalist Nik Cohn um 1970 zum Titel seiner epochalen „Story of Pop“ gewählt hat. Mit einer unglaublich verwässerten Version von „Tutti Frutti“ gelang damals dem weißen Sänger Pat Boone ein größerer Hit als dem afroamerikanischen Originalinterpreten. Aber selbst die Version von Elvis verblasste gegen diesen „Urschrei“.

Mensch-Maschine in der Computerwelt

28.05.20 (Viktor Rotthaler) -
Der Flötenschlumpf fängt an, möchte man anmerken zum ersten großen TV-Auftritt von Florian Schneider-Esleben 1970 als Musiker von Kraftwerk. Im Ian-Anderson-Stil leitet er mit seiner Flöte das Stück ein, das zur ersten Erkennungsmelodie von Kraftwerk werden sollte: „Ruckzuck“. Ein Ohrwurm, der noch jahrelang herumspukte im Fernsehen, als Vorspannmusik zu „Kennzeichen D“, dem Pendant zu Löwenthals erzkonservativem „ZDF-Magazin“. „Progressive Musik“ nannte man das damals.

Neues von Demy, Varda & Co.

12.05.20 (Viktor Rotthaler) -
Im vergangenen Jahr starben zwei Künstler, die das filmische Universum des Jacques Demy entscheidend geprägt haben: der kongeniale Filmkomponist Michel Legrand und seine Witwe, die Filmemacherin Agnés Varda. Jetzt sind fast gleichzeitig zwei unabhängig konzipierte Produkte erschienen, die sich wunderbar ergänzen:

Lost in the Stars

29.04.20 (Viktor Rotthaler) -
Er war seit Anfang der 80er der „Kurator“ des musikalischen Unterbewusstseins des 20. Jahrhunderts – zwischen Film, Bühne und Jazzclub: Hal Willner.

Ain’t No Sunshine

29.04.20 (Viktor Rotthaler) -
1971 war ein großes Jahr für den Soul. Isaac Hayes orchestrierte die Abenteuer von „Shaft“, Sly Stone besang sehr düster eine „Family Affair“ und Marvin Gaye hatte den „Inner City Blues“. Und Bill Withers klagte „Ain’t No Sunshine“. Ein sparsam instrumentierter Zwei-Minuten-Song, der über Nacht zum Welthit wurde, laut Withers inspiriert von dem Alkoholiker-Melodrama „Days Of Wine And Roses“, inszeniert von Blake Edwards! Er wurde oft gecovert, von Isaac Hayes, Roland Kirk oder dem jungen Michael Jackson.

Vom Singen auf dem Ol’ Man River

18.04.20 (Viktor Rotthaler) -
Viele Jahre lang musste man warten auf eine Blu-ray-Disc-Ausgabe von „Show Boat“, dem Schmuckstück der Filmmusicalgeschichte der 1930er-Jahre, inszeniert vom britischen „Frankenstein“-Regisseur James Wh­a­le. Mit dem Broadway-Musical „Show Boat“ begann 1927 die Geschichte des modernen „Book-Musicals“. Ohne „Show Boat“ keine „My Fair Lady“, „West Side Story“ oder „Cabaret“ und „A Chorus Line“. Dreimal wurde dieser Meilenstein des Musiktheaters verfilmt, 1929, 1936 und 1951. Criterion hat nun endlich das herausragende Mittelstück dieser „Trilogie“ in einer restaurierten Fassung auf Blu-ray wiederveröffentlicht und mit Elementen aus der ersten ursprünglichen Stummfilmversion ergänzt.

King-Vidor-Retro in Berlin & München

23.03.20 (Viktor Rotthaler) -
Es war das große Ereignis für Filmhis­toriker und solche, die es werden wollen: die King-Vidor-Retrospektive der Berlinale. Und wer dieses Event versäumt hat, kann es vom 10. März bis 21. Juni im Filmmuseum München gewissermaßen nachholen.

Soundtrack 2020/02

23.02.20 (Viktor Rotthaler) -
Endlich wurde die Filmmusik zu einem der wichtigsten Filme über den Holocaust neu eingespielt: Hanns Eislers Score zu Alain Resnais’ „Nuit et brouillard“ („Nacht und Nebel“) – für die zweite Ausgabe einer Reihe von Eisler-Soundtracks. Benannt hat Capriccio diesen zweiten Teil: „Funeral Pieces/Nuit et broulliard“ (sic).
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