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Alle Artikel kategorisiert unter »Viktor Rotthaler«

Der Jazz und das Kino: eine Liebesgeschichte

19.05.17 (Viktor Rotthaler) -
Im Juni startet in Deutschland ein schönes Biopic über Chet Baker mit Ethan Hawke in der Rolle des enigmatischen Jazztrompeters: „Born To Be Blue“. Im Filmmuseum München hat man das zum Anlass genommen, im Juli eine große „Jazz im Film“-Reihe zu zeigen. Das Programm reicht von den frühen „Soundies“ bis zu Clint Eastwoods „Bird“.

Soundtrack 2017/05

19.05.17 (Viktor Rotthaler) -
Spätestens seit den „Sopranos“ machen Qualitäts-TV-Serien dem Kino starke Konkurrenz. „Binge Watching“ ist zum Hobby einer ganzen Generation geworden. Entscheidenden Anteil am Erfolg dieser großen TV-Erzählungen haben die Soundtracks zu diesen Epen mit den Jukebox-Hits der Vergangenheit. Produzent Danger Mouse und Sam Cohen haben nun für die erfolgreiche „Amazon“-Serie „The Man in the High Castle“ ein neues Soundtrackkonzept entworfen.

Von Doppelgängern und Heilsjägern

09.04.17 (Viktor Rotthaler) -
Während in Deutschland die großen Firmen das Geschäft mit Klassikern auf DVD inzwischen fast ganz eingestellt haben, kümmern sich inzwischen immer mehr kleinere Firmen um die Filmgeschichte. Zu den Pionieren gehört die „Edition Filmmuseum“, die inzwischen fast 100 Titel veröffentlicht hat. Vor allen Dingen das Filmmuseum München und das Österreichische Filmmuseum präsentieren in dieser famosen Reihe ihre restaurierten Archivschätze. In der letzten Zeit ist wieder einmal ein kleines Paket mit Stummfilmklassikern erschienen: Hanns Heinz Ewers‘ „Der Student von Prag“, Manfred Noas „Helena“ und Josef von Sternbergs „The Salvation Hunters“.

Soundtracks 2017/04

09.04.17 (Viktor Rotthaler) -
Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist 2014 ein Berliner Produzent und Filmregisseur gestorben, der Anfang der Sixties zu den „Rebellen von Oberhausen“ gehört hat: Hansjürgen Pohland. Drei wichtige Filme der deutschen „Nouvelle Vague“ sind mit seinem Namen verbunden: „Tobby“, ein Dokumentarspielfilm über einen Jazzmusiker, die Heinrich-Böll-Verfilmung „Das Brot der frühen Jahre“ und die Günter-Grass-Adaption „Katz und Maus“, die jetzt endlich in der vorzüglichen Edition Filmmuseum auf DVD erschienen ist.

Roll over Beethoven

02.04.17 (Viktor Rotthaler) -
Als im vergangenen Jahr Bob Dylan der Nobelpreis für Literatur zugesprochen wurde, war das sehr umstritten. Besonders ein Name tauchte immer wieder als Alternative auf: Chuck Berry, der gerade seinen 90. Geburtstag gefeiert hatte. Und der in Kritikerkreisen schon seit langer Zeit als der „Poet Laureate“ des Rock’n’Roll galt.

Das Jukebox-Kino des Mr. Scorsese

13.03.17 (Viktor Rotthaler) -
Als vor ein paar Jahren im Berliner Filmmuseum eine Martin-Scorsese-Ausstellung präsentiert wurde, konnte man dort auch einen Karteikasten entdecken mit all den Songs, die Marty in seinen Filmen seit den späten 60ern intelligent eingesetzt hat. Anlässlich des Filmstarts seines neuesten Werks „Silence“ (über die Verbindung von Religion und Macht) ein Blick zurück auf ein halbes Jahrhundert Scorsese-Kino.

Soundtrack 2017/03

13.03.17 (Viktor Rotthaler) -
Zu den ganz großen „Kultfilmen“ der 90er-Jahre gehört zweifellos Danny Boyles „Trainspotting“, nach einer Vorlage von Irvine Welsh. Zum „Kult“ dieses sicherlich auch überschätzten Films trug 1996 auch der von der damals noch existierenden EMI geschickt vermarktete Soundtrack bei, der bis heute immer noch aus irgendwelchen Lautsprechern in öffentlichen Räumen erklingt. Es war vielleicht der Soundtrack einer Generation: Iggy Pops „Lust For Life“, „Nightclubbing“ und „The Passenger“ von 1977 waren plötzlich wieder gegenwärtig, genauso wie Lou Reeds „Perfect Day“ oder New Orders „Temptation“.

Von Cowboys und Engeln

12.02.17 (Viktor Rotthaler) -
Das Jahr der großen Pop-Toten (Bowie, Prince, Cohen) klang Weihnachten aus mit der Nachricht von dem Ableben eines Mannes, der den Weihnachtshit der letzten drei Jahrzehnte geliefert hat, „Last Christmas“. Damals, in den frühen 80er-Jahren, war George Michael noch die bessere Hälfte von „Wham!“ gewesen, den Posterboys der MTV-Ära. Ein paar Jahre später trennte sich das Duo und George Michael begann mit einem Duett mit Aretha Franklin, der „Queen of Soul“, eine erstaunliche Solokarriere als einer der besten Blue-Eyed-Soul-Crooner seiner Generation.

Soundtrack 2017/02

12.02.17 (Viktor Rotthaler) -
Spätestens seit den 80ern gehört Quincy Jones zu den „household names“ des Pop-Universums. Als kongenialer Produzent der drei Michael-Jackson-Alben „Off the Wall“, „Thriller“ und „Bad“ hat „Q“ Pop-Geschichte geschrieben. Angefangen freilich hatte der 1933 geborene Künstler in den frühen 50er-Jahren als Jazzmusiker. Er hatte bereits einen ganzen Schwung fabelhafter Alben abgeliefert, als er 1961 während einer Tournee in Schweden seinen ersten Auftrag als Filmkomponist bekam, für den heute längst vergessenen Film „The Boy in the Tree“. Aber erst 1964 ging es dann so richtig los mit seiner Karriere als Filmkomponist.

Um die weite Welt zu sehn

15.12.16 (Viktor Rotthaler) -
1979 erschien im „Westen“ bei Intercord eine Langspielplatte mit „Schlagern für Fortgeschrittene“, wie das der Wiener Kabarettist Gerhard Bronner einst bezeichnet hat: „Da bist du ja“. In Blue Jeans lehnt da lässig ein Proletarier mit Schiebermütze an einem Eingang und schaut skeptisch in die Zukunft. Der Proletarier hatte gerade vor einem guten Jahr aus dem „Osten“ rübergemacht. Er war dort der größte Star der DDR gewesen. Und nun wagte er einen Neuanfang. Doch bis Manfred Krug auch hüben ein geliebter Star werden sollte, sollte noch ein wenig Zeit vergehen.
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