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Alle Artikel kategorisiert unter »Viktor Rotthaler«

Soundtracks 2021/09

07.09.21 (Viktor Rotthaler) -
Es dürfte das Box Set des Jahres werden: die 4-CD-Collection „Aretha“, die den Start des Aretha-Franklin-Biopics „Respect“ mit der großartigen Jennifer Hudson in der Titelrolle flankiert.

Soundtrack 2021/07

11.07.21 (Viktor Rotthaler) -
Nach fast fünf Jahrzehnten entstand nun ein zweites großes Biopic über Billie Holiday, die Generationen von Jazzsängerinnen und Croonern wie Frank Sinatra beeinflusst hat. Im Herzen des Films pocht der Jahrhundertsong „Strange Fruit“. Ein Lied, das von den „seltsamen Früchten“ handelt, die in den Bäumen des Südens baumeln. (siehe Kritik).

The Private Life of Sherlock Holmes, Quartet Records

18.06.21 (Viktor Rotthaler) -
Seit den 40ern verband Billy Wilder eine Freundschaft mit dem ungarischen Filmkomponisten Miklós Rózsa. Wie Korngold oder Waxman gehörte Rózsa zu den mitteleuropäischen Komponisten, die im Hollywood-Exil den Sound des „Golden Age of Film Music“ entscheidend geprägt haben. Während des Zweiten Weltkriegs sind drei Filme von Wilder und Rózsa im Teamwork enstanden: „Five Graves To Cairo“, der Film-Noir-Klassiker „Double Indemnity“ und das Alkoholiker-Drama „The Lost Weekend“. Danach war Rózsa bei M-G-M zum Starkomponisten aufgestiegen. Zum Höhepunkt wurde dort sein Score zu „Ben Hur“.

Hurra, wir leben noch!

28.05.21 (Viktor Rotthaler) -
Anfang der sechziger Jahre tauchte in Italien eine neue Generation von Sängerinnen auf, die zwischen Schlagern und Chansons pendeln sollten: Mina, Ornella Vanoni, Dalida und Milva. Alle trieben sich in jener Zeit auch in der Filmszene rum und sangen die Filmschlager der Saison. Dalida hatte ihren größten Hit in Deutschland mit Gilbert Becauds „Am Tag, als der Regen kam“ und Mina hat mit der Schnulze „Heißer Sand“ die Herzen der Deutschen erobert. In einer ersten Reaktion auf Milvas Ableben haben manche in diesem Zusammenhang sogar die fast gleich klingenden Sängerinnen vertauscht. Und so wurde im Eifer des Gefechts Minas „Heißer Sand“ schon mal Milva untergejubelt. Dabei hatte die große Zeit von Milva in Deutschland erst in den siebziger Jahren begonnen, als sie zum Dauergast in den großen Fernsehshows jener Ära wurde.

Soundtrack 2021/05

18.05.21 (Viktor Rotthaler) -
Zusammen mit Max Steiner und Erich Wolfgang Korngold gehörte er zur ers­ten Generation des „Golden Age of Film Music“, die aus Mitteleuropa stammte: Franz Wachsmann, geboren in Königshütte, Oberschlesien. Angefangen hatte er im Berlin der Roaring Twenties als Pianist der Weintraubs Syncopators. Für Friedrich Hol­laender orchestrierte er den Tingeltangelsound in Josef von Sternbergs „Der blaue Engel“. Nach der „Entjudung“ der Ufa, nach der „Machtergreifung“ der Nazis 1933 emigrierte der jüdische Musiker nach Frankreich. Dort „überwinterte“ er zusammen mit Hollaender, Wilder und Lorre im „Hotel Ansonia“.

CD-Tipp 2021/04

14.04.21 (Viktor Rotthaler) -
Er war der „modernste“ aller europäischen Filmkomponisten der Nachkriegszeit: Ennio Morricone. Er komponierte „Pferde-Opern“ für Sergio Leone genauso wie Wiegenlieder für Dario Argentos Giallos. Dabei bewegte er sich immer zwischen Pop und der Avantgarde. Und schuf dabei ein musikalisches Universum, das auch jenseits der längst vergessenen Filme noch heute fasziniert.

Digitales Heimkino

13.02.21 (Viktor Rotthaler) -
Zu den wenigen erfreulichen Dingen während der „Corona“-Zeit gehört, dass viele Kinematheken aus der Not eine Tugend gemacht haben. Als „Ersatz“ für das wegen des Lockdowns entfallene Kinoprogramm wird inzwischen von vielen dieser Kinos ein digitales „Heimkino“ angeboten.

DVD-Tipp 2021/02

13.02.21 (Viktor Rotthaler) -
Das große filmische Teamwork von Bertolt Brecht und Hanns Eisler ist ein Musterbeispiel für die Filmmusik der späten Weimarer Republik jenseits der Ufa-Tonfilmoperetten von Heymann und Hollaender. 1933 wurde bekanntlich“ die Ufa „entjudet“ und viele der Mitarbeiter wurden ins Exil gezwungen. In diesem Zusammenhang mutet es seltsam an, wenn nach Eislers Rückkehr aus den USA in der DDR Anfang der 1950er zwei antisemitisch konnotierte Begriffe für ihn in den Debatten herumspuken: „Formalist“ und „heimatloser Kosmopolit“. Damals galt der von den Nazis verbotene „kommunistische“ Film „Kuhle Wampe“ in Deutschland noch als verschollen.

Wiener Müßiggang mit Stil

22.11.20 (Viktor Rotthaler) -
Endlich wurde ein Schmuckstück der österreichischen Filmgeschichte von Hoanzl in der „Edition Der Standard“ auf DVD veröffentlicht: die Tonfilm­operette „Sehnsucht 202“. Ende der zwanziger Jahre, beim Übergang vom Stumm- zum Tonfilm, war bei der Ufa ein neues Genre entstanden: die so genannte Tonfilmoperette.

Nicht mehr fliehen

08.10.20 (Viktor Rotthaler) -
In den letzten Jahren haben Filmwissenschaftler mit viel Elan an der Pflege des filmhistorischen Erbes gearbeitet. So wurden inzwischen fast alle Stummfilmklassiker der Weimarer Republik mit viel Sorgfalt vorbildlich restauriert. Als Begleitprogramm zur neuen Staffel von „Babylon Berlin“ zeigt die ARD in ihrer Mediathek sogar zurzeit eine Auswahl dieser Weimar-Klassiker, von Langs „Metropolis“ bis zu Murnaus „Der letzte Mann“. Gleichzeitig ist nun endlich auch bei Absolut Medien „Die Stadt ohne Juden“ mit dem Score von Olga Neuwirth auf DVD/BluRay erschienen. Und wie der Zufall so spielt, hat nun auch noch der Pay-TV-Sender Sky einen „Solitär“ der deutschen Filmgeschichte der frühen Nachkriegszeit ausgegraben: Herbert Veselys Experimentalfilm „Nicht mehr fliehen“ mit einem Score des jungen Gerhard Rühm.
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