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Alle Artikel kategorisiert unter »Viktor Rotthaler«

Soundtracks 2017/11

14.11.17 (Viktor Rotthaler) -
Er war das „Mastermind“ der Beatles, Produzent und finessenreicher Arrangeur in Personalunion: George Martin. Als er im März 2016 im Alter von 90 Jahren starb, gingen in den Nachrufen all seine anderen Werke fast unter. Dabei war es seine frühe Arbeit bei Parlophone Records gewesen, die ihn prädestiniert hat für die Fab Four, seine Bach-Bearbeitungen genauso wie Comedy-Platten mit Peter Sellers. Craig Leon hat nun zum ersten Mal mit dem Berlin Music Ensemble eine Auswahl seiner Filmmusiken und auch einiger orchestraler Werke vorzüglich eingespielt.

Von Django, Chet und Dalida

14.11.17 (Viktor Rotthaler) -
2017 war das Jahr der Biopics im deutschen Kino. Gleich drei große Ikonen der Jazz- und Pop-Szene wurden heuer auf der großen Leinwand besungen: Chet Baker, Dalida und jetzt Django Reinhardt. Während das Melodrama „Dalida“ zu den großen Höhepunkten des Kinojahres gehört, enttäuschten die anderen beiden Filme.

Die „Brücken“-Lady ist tot

31.10.17 (Viktor Rotthaler) -
Erinnert sich noch jemand an „Ding Ding Dong“, den Gewinner des Grand Prix d’Eurovision de la Chanson von 1975? Vermutlich nur noch wenige. An den Platz 17 von damals in Stockholm werden sich noch viele erinnern: „Ein Lied kann eine Brücke sein“, ein Discoschlager aus der Zeit, als der „Munich Sound“ von Silver Convention und Donna Summer die US-Charts eroberte. Der „Brücken“-Schlager war trotz der schlechten Platzierung der Höhepunkt der Karriere „unserer“ besten „Blue-eyed soul“-Sängerin der sechziger und siebziger Jahre gewesen: Joy Fleming.

Von Stockhausen zur Krautrock-Ikone

13.10.17 (Viktor Rotthaler) -
Von Stockhausen zur Krautrock-Ikone: So könnte man die Geschichte eines der einflussreichsten deutschen Popmusiker des späten 20. Jahrhunderts zusammenfassen. Zwei Gruppen haben die deutsche Popmusik in den 70ern geprägt: Kraftwerk aus Düsseldorf und Can aus Köln. Nach dem genialen Schlagzeuger Jaki Liebezeit, der „Mensch-Maschine“, im Januar ist nun auch Holger Czukay am 6. September gestorben, der wie Can-Mitbegründer Irmin Schmidt Stockhausen-Schüler war.

DVD-Tipps 2017/10

13.10.17 (Viktor Rotthaler) -
Gimme Danger – über den Mythos „The Stooges“. Studiocanal +++ You’ll Never Walk Alone – die Geschichte eines Songs. Alive

Von Richard Wagner zu Horst Wessel

21.09.17 (Viktor Rotthaler) -
Am 18. Dezember 1917 wurde eine Filmfirma gegründet, die wie keine zweite mit der Geschichte Deutschlands verbunden ist: die „Universum-Film AG“, kurz die Ufa. Das „deutsche Filmerbe“, es besteht vor allen Dingen aus Ufa-Filmen: Fritz Langs „Metropolis“, F. W. Murnaus „Faust“, Josef von Sternbergs „Der blaue Engel“, Josef von Bakys „Münchhausen“ oder Veit Harlans antisemitischem „Jud Süß“. Auf Erich Pommers Tonfilmoperetten folgten nach der „Entjudung“ der Ufa 1933 die großen Propagandafilme, die vor allem von Herbert Windt und Wolfgang Zeller im „Wagner-Sound“ orchestriert wurden. 1949 wurde die Ufa Film GmbH von der amerikanischen und britischen Militärregierung aufgelöst. 1957 wurde der Ufa-Filmverleih gegründet. Aber das ist nur noch eine Fußnote zur deutschen Filmgeschichte.

Wunderknabe

17.09.17 (Viktor Rotthaler) -
Im Hollywood-Kino der fünfziger und sechziger Jahre war er der klassische „Tölpel vom Dienst“: Jerry Lewis. An der Seite seines Bühnen- und Filmpartners Dean Martin verkörperte er den „Prügelknaben“ par excellence. Zehn Jahre lang, bis 1956 waren Martin & Lewis das erfolgreiche Traumduo der Paramount gewesen. Wie „Dick & Doof“ haben sie sich improvisierend die Bälle zugespielt, der Italo-Crooner Dino und der jüdische Körperkomiker Jerry Lewis, der mit seiner schrillen Kinderstimme oft in „Vaudeville“-Manier in die Songs seines Partners einstimmte, wie bei „That’s Amore“.

Harry, drück doch schon mal mein Lied

18.07.17 (Viktor Rotthaler) -
Er ist der Mann, der 1970 den TV-„Kommissar“ Erik Ode zum Tanzen verführt hat, in der legendären Folge „Der Papierblumenmörder“ mit Thomas Fritsch als „Teekanne“. Und er hat den schrägsten Film mit Uschi Glas inszeniert, „Die Weibchen“, der soeben bei Bildstörung auf DVD/Bluray mit Soundtrack-CD von Peter Thomas erschienen ist. Sein Name: Zbynek Brynych. Dominik Graf, der zu seinen größten Fans gehört, nennt ihn den „Regiehexer von Karlsbad“.

Am Tag als der Regen kam

18.07.17 (Viktor Rotthaler) -
Spätestens seit den 50ern gehört das Star-Biopic zu den interessanten Subgenres des Melodramas. Waren es anfangs oft noch Filme über Komponisten wie Cole Porter oder George Gershwin und Jazzmusiker wie Benny Goodman oder Glenn Miller, so rückten später immer mehr Sänger in den Mittelpunkt. Auch in Deutschland entstanden in den letzten Jahren zwei sehr beachtliche Biopics für das Fernsehen: die Udo-Jürgens-Story „Der Mann mit dem Fagott“ und „Du bist nicht allein“ mit einem herausragenden Christoph Waltz als Roy Black. Zwei Filme über Schlagersänger, die ein Gefühl für die Branche vermitteln.

Im Kino – Chet-Baker-Biopic: „Born To Be Blue“

13.06.17 (Viktor Rotthaler) -
Es war der große Jazz-Fan Clint Eastwood, der 1988 mit „Bird“ dem genialen Saxophonisten Charlie Parker sehr respektvoll ein filmisches Denkmal gesetzt hat. Ein Jazzmusiker-Bio-pic, das Maßstäbe gesetzt hat. Weil er wusste, dass er „Bird“ nicht übertreffen könnte, hat ein anderer Jazz-Fan, Woody Allen, seine Hommage an Django Reinhardt gleich als pure Fiktion angelegt. In „Sweet and Lowdown“ erzählt er sehr liebevoll die Geschichte des „zweitbesten Gitarristen der Welt“: Emmet Ray, verkörpert von einem sehr charmanten Sean Penn. Durch diesen Kunstgriff hat es Allen geschafft, uns seinen Django etwas näher zu bringen.
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