Steph Winzen wird neue Stadtmusikerin in Mainz


(nmz) -
Die Stiftung Schlaraffia Moguntia würdigt Steph Winzens große musikalische Verdienste für das kulturelle Leben in Mainz mit der Ernennung zur Mainzer Stadtmusikerin. Im Oktober löst sie Daniel Beckmann, Domorganist zu Mainz, ab und wird für die kommenden zwölf Monate ihre musikalischen Künste als Botschafterin auch in den Dienst der Stiftung stellen.
Ein Artikel von Christiane Maier

Steph Winzen studierte von 2004 bis 2009 bei Linda Bangs-Urban an der Mainzer Musikhochschule Saxophon, setzte ihre Studien bei Wardy Hamburg von 2009 bis 2011 fort. Seit 2010 ist sie Lehrbeauftragte für Saxophon am Peter Cornelius Konservatorium in Mainz. Ein wichtiges Ziel ihres pädagogischen Schaffens ist die Nachwuchsförderung, nicht nur im Unterricht, sondern gerade auch im gemeinsamen Zusammenspiel. Deshalb gründete sie 2013 das Mainzer Saxophonorchester, in dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam Bearbeitungen und Originalkompositionen für Saxophonorchester spielen. Die nächste Probenphase ist am 25./26. November im Mainzer Konservatorium.

Künstlerisch ist die auf sämtlichen Saxophonen, Klarinette sowie Querflöte professionell konzertierende Steph Winzen ein Allrounder-Ausnahmetalent. Auf Ihrer 2016 erschienenen Solo-Saxophon-CD, die Werke von Kompositionen von Barry Cockcroft, Ronald L. Caravan sowie Astor Piazolla und anderen enthält, gelingt es ihr die Charakteristika der Klangqualitäten der einzelnen Saxophone mit den kompositorischen Paradigmen der einzelnen Werke perfekt in Einklang zu bringen. Eine absolute Bereicherung für Kenner gehobener, artifizieller und makelloser Interpretationen von modernen Kompositionen für Saxophon. Die Tango Etude Nr. 3 von Piazzolla ist sehr farbenprächtig eingespielt und zeigt ihre Vorliebe für dessen Werke.

„Im 25. Todesjahr von Astor Piazzolla kann man ihn gar nicht oft genug spielen“, beteuert Steph Winzen. Zu hören ist die designierte Mainzer Stadtmusikerin mit dem „Libertango“ und „Histoire du Tango“ am 22.09.2017 um 18.30 Uhr beim Dozentenkonzert im Cornelius-Saal des Mainzer Konservatoriums.

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