Tag der Kinderstimme

Rück- und Ausblick auf Angebote rund um das Singen mit Kindern


(nmz) -
Mit dem „Tag der Kinderstimme“ hat sich in Baden-Württemberg seit 2019 ein landesweites Partnernetzwerk zusammengefunden, um das Singen mit Kindern zu fördern. Sechs starke Bildungspartner, der Schwäbische und der Badische Chorverband, der Landesverband der Musikschulen, die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, die Jugendmusikschule Ludwigsburg, und die Stiftung „Singen mit Kindern“ setzten 2021 mit Onlineangeboten auch in der Corona-Pandemie neue Impulse für die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In der Ausgabe 4/21 der nmz wurde bereits über die Angebote berichtet. Hier ein Rück- und ein Ausblick.
Ein Artikel von vdm

Den Auftakt des digitalen „Tag der Kinderstimme 2021“ bildeten zwei Onlineseminare des Schwäbischen Chorverbands. Auf den Workshop „Gut gestimmt?! – Der Erwachsene und seine Stimme als Vorbild für das Kind“ im Februar folgte ein zweiter mit dem Titel „Raum für Töne – Kindliche Stimmentwicklung stärken“ im März. Anhand von praktischen Übungen wurde hier verdeutlicht, wie der kreative Einsatz von Kinderliedern und Stimmspielen die Sprachförderung unterstützt. Die Dozentinnen Dorrit Meincke und Annette Mangold führten in die Themenbereiche ein und gaben praxisnahe Tipps aus ihrem musikpädagogischen Erfahrungsschatz. Die Besonderheiten des Singens mit Kindern und Jugendlichen in Corona-Zeiten thematisierte der Badische Chorverband mit seiner Veranstaltung im April. Dozentin Sabine Neck zeigte anschaulich, dass Corona in keiner Weise das Ende von Schul-, Kinder- und Jugendchören bedeutet und wie es mit richtigen Tipps und Tricks auch ohne High-Tech-Ausstattung und teuren Programmen funktioniert, spielerisch eine Chorprobe auf Abstand zu gestalten.

Mit dem Thema „Kindern eine Stimme geben“ widmete sich das Online-Forum der PH Ludwigsburg im Juni den Erfahrungen interkultureller Projektarbeit. Im Zentrum stand die Projektarbeit zweier Vereine, die sich in Deutschland und international für Kinder aus benachteiligten Verhältnissen einsetzen. Die Dozentinnen machten Mut, kulturelle und bürokratische Hürden zu überwinden und Kindern interkulturell die Hand zu reichen. Ergänzend gab Christine Dettmann musikethnologische Einblicke in traditionelle Musik(en) der Welt und deren Verbindung zur Identitätsstiftung der nächsten Generation. 45 Teilnehmer nahmen Anregungen für die eigene musikalische Arbeit und unterschiedliche musikalisch-interkulturelle Perspektiven mit.

Der Landesverband der Musikschulen stellte im Oktober mit dem Thema „Singen mit Kindern in der Musikschularbeit“ die SingPause der Musik- und Kunstschule Böblingen vor. Auf Grundlage der Ward-Methode unterrichtet die SingPause 1.000 Kinder an fünf Böblinger Grundschulen. Der Musikschulleiter Rainer Kropf informierte über Rahmenbedingungen, Finanzierung und die Erfahrung aus drei Jahren Projektlaufzeit. Exemplarisch gab SingPausen-Lehrkraft Madline Faschian Einblick in die Unterrichtspraxis. Vorgestellt wurde die Ward-Methode im letzten Online-Seminar „Alle Kinder können singen“ der Stiftung „Singen mit Kindern“ im November. Mit dieser Reihe interessanter und vielfältiger Online-Seminare rund um das Singen mit Kindern ist es dem baden-würt-tembergischen Partnernetzwerk „Tag der Kinderstimme“ erfolgreich gelungen, digital eine musikpädagogische Brücke über die Corona-Zeit hinweg zu schlagen. Perspektivischer Ausblick ist der nächste „Tag der Kinderstimme“ in Präsenzform am  2. April 2022. Der landesweite Fachtag mit Workshops, Diskussionen, Projektvorstellungen, Konzerten und fachlicher Begegnung findet in der Jugendmusikschule Ludwigsburg e.V. statt und richtet sich an alle, die Freude am Singen mit Kindern haben: unter anderem Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Chorleiterinnen und Chorleiter, Musikpädagoginnen und Musikpädagogen, Studentinnen und Studenten wie auch Eltern.

Nähere Informationen: www.tag-der-kinderstimme.de

 

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