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Alle Artikel kategorisiert unter »Frieder Reininghaus«

Enttäuschend: Die deutsche Erstaufführung von Verdis „Jérusalem“ in Bonn

01.02.16 (Frieder Reininghaus) -
Auf den ersten Blick mag es scheinen, als würde mit der ersten szenischen Aufführung von Giuseppe Verdis „Jérusalem“ in Deutschland durch die Oper Bonn ein Mangel behoben. Bei dieser vieraktigen Historien-Oper, die Ende 1847 in der Salle de la rue Peletier das Licht der Musiktheaterwelt erblickte, handelt es sich um die (nicht allzu tiefschürfende) Überarbeitung des Dramma lirico „I lombardi alla prima crociata“.

Die Hilflosigkeit gegenüber der Gewalt – Benjamin Brittens „The Rape of Lucretia“ im Kölner Staatenhaus

19.01.16 (Frieder Reininghaus) -
Wie lange Köln sich noch mit Provisorien für seinen Musiktheaterbetrieb abfinden muss, steht in den Sternen. Doch anders als zu deren Konstellationen wagt am Niederrhein niemand mehr eine Prognose für die Wiederinbetriebnahme seines Opernhauses. Mitte November wurde mit dem „Staatenhaus“ auf dem Messegelände ein neues Ausweichquartier in Betrieb genommen. Es gab „Benvenuto Cellini“ von Hector Berlioz. „Viel Spektakel, aber auch viel Leerlauf“, resümierte der zuständige Feuilleton-Redakteur des Kölner Stadtanzeigers in der Frankfurter Rundschau die Produktion, mit der sich der neue Gürzenich-Kapellmeister François-Xavier Roth als GMD der Oper vorstellte. Der mit La Fura dels Baus berühmt gewordene Regisseur Carlus Pedrissa bereitete die großformatige Künstleroper mit ermatteter Theaterphantasie auf („Die Invasion der Quallen“, FR v. 16.11.2015).

Mit bewährtem Werkzeug operiert – Brechts und Weills „Dreigroschenoper“ im Theater an der Wien

14.01.16 (Frieder Reininghaus) -
Seit zehn Jahren wird das Theater an der Wien – im späten 20. Jahrhundert zum Musical-Theater umgewidmet – wieder als Opernhaus bespielt. Das Jubiläum wird unter anderem mit festlichen Konzerten begangen (wiewohl der Haupt-Festdirigent Nikolaus Harnoncourt altersbedingt nicht mehr zur Verfügung steht), mit einer Erinnerung an den im Vorgängerhaus uraufgeführten „Fidelio“ und mit jener Anti-Oper, die Bertolt Brecht und Kurt Weill 1928 über Nacht grenzüberschreitend berühmt machte. Die „Dreigroschenoper“ traf Ende der Berliner Zwanziger Jahre den Nerv der Zeit, indem sie John Gays und John Christopher Pepuschs akkurat zweihundert Jahre zuvor entstandene Beggar’s Opera adaptierte und die urbanen Zustände thematisierte: Dickicht und Unwirtlichkeit der Städte, organisierte Straßenbettelei, Kriminalität, Prostitution, Korruption sowie die segensreiche Entfaltung des Bankenwesens.

Mit dem Sprenggürtel inszeniert – Jacques Fromental Halévys „La Juive“ in Mannheim

12.01.16 (Frieder Reininghaus) -
Wurden nicht erst vor einigen Tagen in einem mit der Bundesrepublik gut befreundeten Land etliche Menschen einzig aus dem Grund hingerichtet, dass sie nicht der in ihrer Wohnregion mehrheitlich gepflegten Glaubensgemeinschaft angehörten? Das zentrale Problem der 1835 an der Opéra in Paris uraufgeführten „Jüdin“ ist unmittelbar aktuell.

Meer und Mehrwert – Christof Loy präsentiert Brittens „Peter Grimes“ im Theater an der Wien

16.12.15 (Frieder Reininghaus) -
Die Besucher des Küstenstädtchens Aldeburgh in Suffolk erleben, wenn sie nicht eitel Sonnenschein erwischen, die von Osten an die Küste brandende aufgewühlte Nordsee. Trotz der Deichbaumaßnahmen hat sie in der Neuzeit die Hälfte der Ortschaft weggespült. In den letzten Jahrzehnten fand, nicht zuletzt dank des von Benjamin Britten und Peter Pears 1948 ins Leben gerufenen Musik-Festivals, eine kräftige Touristifizierung der Region statt und mit ihr ökonomische Aufwertung.

Alvis Hermanis: ein bisschen Mephisto sein?

11.12.15 (Frieder Reininghaus) -
„La Damnation de Faust“ von Hector Berlioz, dirigiert von Philippe Jordan, szenisch aufbereitet von Alvis Hermanis an der Opéra Bastille in Paris. Frieder Reininghaus klärt uns über die unselige Rolle des Regisseurs zwischen Theater und Politik auf.

Großes Gurgeln für die Restauration

09.12.15 (Frieder Reininghaus) -
Christoph Marthaler lässt Rossinis „Viaggio a Reims“ in Zürich stranden, meint Frieder Reininghaus.

Werbeästhetik: Da wäre Paartherapie angesagt

08.12.15 (Frieder Reininghaus) -
Die Bearbeitung einer Bearbeitung von Leonardo Vincis „Didone abbandonata“ im Schwetzinger Rokoko-Theater. Frieder Reininghaus war für nmz-online dabei.

Kühl und bestechend

26.11.15 (Frieder Reininghaus) -
Esa-Pekka Salonen und Krzysztof Warlikowski präsentieren Béla Bartóks „Barbe-bleue“ und Francis Poulenc „La Voix humaine“ an der Pariser Oper. Frieder Reininghaus hörte eine herausragende Barbara Hannigan.

Das hässliche Elflein und der schöne Yasin

24.11.15 (Frieder Reininghaus) -
Roland Kluttig dirigiert, Kirill Serebrennikov inszeniert „Salome“ an der Staatsoper Stuttgart – und Frieder Reininghaus berichtet.
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