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Alle Artikel kategorisiert unter »Harry Lehmann«

Komponieren im Medium der Samples

26.02.20 (Harry Lehmann) -
Die Digitalisierung führt zu einem Bruch mit einer tausendjährigen Musikkultur, die auf dem Lesen und Schreiben von Noten beruhte. Wurde Kunstmusik bislang im Medium der Noten komponiert, so entwickeln sich heute – nicht nur in der Populär-, sondern auch in der Kunstmusik – die Samples zum neuen Medium der Komposition. Die im 20. Jahrhundert aufkommende Popmusik hatte diesen Bruch antizipiert, aber noch nicht vollzogen. Erst wenn die Digitalisierung auch die am stärksten in der Notenschrift verankerte Musik erfasst hat, kann man davon sprechen, dass die Epoche der literalen Musikkultur zu Ende geht.

Freies Ausloten von Wirklichkeitsbezügen

18.09.18 (Harry Lehmann) -
Die „Künstlerische Forschung“ (KF) ist ein Oxymoron, das zwei Dinge vereint, die sich in der Moderne getrennt haben: die Wissenschaft und die Kunst. Weder sind Künstler bereit, sich wissenschaftlichen Standards und Methodenzwängen unterzuordnen, noch lässt sich wissenschaftliche Reputation dadurch erlangen, dass man in den Künsten erfolgreich ist. Offensichtlich ist, dass sich die Disziplin der KF als Begleiterscheinung der fortschreitenden Akademisierung des Kunst- und Musikstudiums mit PhD-Programmen ausgebildet hat.

Neue Musik zwischen Euphorie und Nervosität

09.01.17 (Dirk Wieschollek) -
Das Selbstverständnis und die Bedeutung zeitgenössischer Musik stehen momentan so stark im Fokus ästhetischer Diskussion wie schon lange nicht mehr. Welche Inhalte kann sie noch transportieren? Welcher Medien und Begrifflichkeiten bedient sie sich, um unter den veränderten Wahrnehmungs- und Produktionsbedingungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts künstlerische Relevanz zu behaupten? Einer derjenigen, die den Diskurs intensiv mit vorangetrieben haben, ist der Philosoph Harry Lehmann.

Im Windschatten der digitalen Revolution

06.02.15 (Harry Lehmann) -
Seit etwa sieben Jahren gibt es in der Neuen Musik eine Diskussion, an welcher alle einschlägigen deutschsprachigen Musikjournale beteiligt sind und in deren Verlauf sich bislang an die 30 Autoren zu Wort gemeldet haben. Ausgelöst wurde sie durch ein Gedankenexperiment über die möglichen Folgen der Digitalisierung in der Neuen Musik, das ich auf der Frühjahrstagung in Darmstadt 2008 angestellt hatte,1 welches zwei Jahre später zu dem von Claus-Steffen Mahnkopf initiierten Band „Musik, Ästhetik, Digitalisierung – Eine Kontroverse“ führte.2
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