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Alle Artikel kategorisiert unter »Mathias Nofze«

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Ein Preis, der Karrierewege ebnen kann

30.08.22 (Mathias Nofze) -
Der Preisträger spielte Klavier. Das wäre eigentlich nicht der Rede wert. Doch Aurel Dawidiuk heimste beim diesjährigen Deutschen Musikwettbewerb (DMW) einen Preis in der Kategorie Orgel ein (das finale Wertungsspiel ging in der Kirche St. Simon und Judas in Hennef über die Bühne).

Beethoven ist personifizierte Regelverletzung

29.03.20 (Mathias Nofze) -
Das Unvollendete vollenden: viele haben es versucht. Mozarts Requiem lockte zahlreiche Bearbeiter von Süßmayer bis Robert Levin an, Alban Bergs Opernfragment „Lulu“ ließ Friedrich Cerha nicht ruhen, und auch Schuberts „Unvollendete“ zog eine stattliche Zahl von musikalischen „Restauratoren“ an. Immer waren menschliche Hirne mit mehr oder weniger ausgeprägter Stilsicherheit am Werk. In der gegenwärtigen Ära der zumindest partiellen Digitaleuphorie wird auch der Job des Bearbeiters zunehmend dem Kollegen Algorithmus anvertraut.

Einblicke in Denkprozesse

17.05.18 (Mathias Nofze) -
„Enseigner librement la recherche en train de se faire“ (Forschung in ihrer Entstehung zu lehren) – das ist das Motto des in Paris ansässigen Collège de France, jener einzigartigen französischen Wissenschaftsinstitution, die sich seit 1530 natur- und geisteswissenschaftlicher Grundlagenforschung widmet. Dem Publikum sollen weniger Ergebnisse präsentiert als vielmehr Einblicke in Denkprozesse gewährt werden.

Wenn die Klappen klickern

31.03.18 (Mathias Nofze) -
Fast unmerklich beginnt das Stück, mit einem leisen, tiefen Ton, dem viel Luft und ein seltsames Schnalzen beigemischt wird. Es folgt ein kurzer, hoher Pfeifton, gepaart mit einem abwärts führenden Glissando. Dann wieder ein paar Pfeiftöne über hauchiger Bassgrundierung. Aus diesem pointillistischen Beginn entwickelt die aus Taiwan stammende Komponistin Ling-Hsuan Huang ihr Stück „The way we talk“ für zwei riesige Bassblockflöten. Diese „Paetzold-Flöten“ muten wegen ihrer kastenförmigen Erscheinung wie dadaistische Klangapparaturen an.

Reich schattierte Musik für feine Ohren – Konzertabend mit Koto im „Studio Musikfabrik“ Köln

21.02.18 (Mathias Nofze) -
Sie ist „das“ typische Instrument der höfischen Musikkultur Japans: die „Koto“, eine Wölbbrettzither, über deren Wertschätzung am Kaiserhof bereits Aufzeichnungen am Beginn des 11. Jahrhunderts berichten. Einem zeitgenössischen Komponisten, sei es aus Japan, sei es aus der westlichen Hemisphäre, der für dieses Instrument zu schreiben plant, begegnet also Tradition pur. Und das kann Fluch oder Segen sein, ein lähmendes Hemmnis oder ein produktiver Widerstand.

Spardebatten statt Profilbildung

30.04.15 (Mathias Nofze) -
Die Funkstille ist beendet, Radio France ist wieder auf Sendung. Seit dem 19. März war das anders. Dudelfunk und jede Viertelstunde eine Durchsage – so sahen die Tage mit dem größten Sender des Landes aus. Das nervte nicht nur die Zuhörer, sondern zunehmend auch die Politik. Vor einigen Tagen nun ist der längste Streik in der Geschichte der Sendeanstalt zu Ende gegangen.

Der Kampf ums Publikum hat begonnen

01.03.15 (Mathias Nofze) -
„Hat die Musikstadt München eine Zukunft?“ fragte jüngst die Frankfurter Allgemeine Zeitung mit Blick auf die (vorerst) gestoppten Planungen für einen neuen Konzertsaal. Steht die Zukunft an der Isar also noch in den Sternen, hat sie in Paris gerade begonnen. Mitte Januar wurde im Nordosten der Hauptstadt die neue Philharmonie eröffnet, architektonisch gewagt, akus-tisch ein Wunderwerk. Stararchitekt Jean Nouvel schuf ein zerklüftetes Gebilde, das wirkt, als hätten sich gigantische Stahlplatten nach einem Erdstoß ineinander verkeilt.

In vielen Instrumenten schlägt ein Herz aus Deutschland

27.02.14 (Mathias Nofze) -
Franz Liszt zeigte auf ihm seine Zauberkunststücke, Frédéric Chopin ließ sich eines nach Mallorca ins schaurig-schöne Kartäuser-Kloster von Valldemossa senden. Die Rede ist von Klavieren der französischen Marke Pleyel, ein Name, der in der Musikwelt des 19. Jahrhunderts für Instrumente von höchster Präzision und unvergleichlichem Klang stand. Doch nun ist das traditionsreiche, 1807 gegründete Unternehmen am Ende. Mit Ablauf des Jahres 2013 stellte der Betrieb in Saint-Denis im Norden von Paris die Produktion ein. Zum Schluss verließen nur noch rund 20 luxuriös veredelte Flügel pro Jahr die Werkstatt.

Atonalitätsstreit wird in Paris wieder aufgewärmt – Streit unter den Kollegen Komponisten

04.12.13 (Mathias Nofze) -
Jules Verne hat es geahnt: die Musik der Zukunft wird furchtbar klingen. Den Beweis dafür trat vor einigen Monaten der Pianist und Komponist Jérôme Ducros an – und sorgte für einigen publizistischen Wirbel. Am ehrwürdigen Collège de France hielt er einen Vortrag mit dem Titel „L’Atonalisme – et après?“ – auf Einladung von Karol Beffa, ebenfalls Komponist und im vergangenen akademischen Jahr Inhaber des Lehrstuhls für „Creation artistique“ am Collège de France. Die beiden verbindet eine Skepsis gegenüber avantgardistischer Musik, vor allem derjenigen in der Nachfolge der Darmstädter Schule.
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