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Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Ernst«

Durchdeklinierte Liebesvielfalt: Jan Philipp Gloger inszeniert Händels „Alcina“ an der Semperoper

01.11.11 (Michael Ernst) -
Wann wird der Mann zum Mann? An der Dresdner Semperoper wird die alte Sangesfrage so beantwortet: Wenn er eine Krawatte trägt. Bis dahin ist er willenloses Lustobjekt. Jedenfalls auf der Liebeszauberinsel von Alcina. Das verführerische Weib lässt die bei ihr gestrandeten Mannsbilder zu Viechern werden. Eine Enklave der Libertinage. Bis die wahre Liebe Einzug hält. Und der Mann wieder zum Mann wird. Mit allen Pflichten und – Krawattenzwang.

Avanciertes, Provokantes und ein Jubilar

31.10.11 (Michael Ernst) -
TonLagen, das Dresdner Festival der zeitgenössischen Musik, stand diesen Herbst ganz im Zeichen von Jahrestagen. Vom 1. bis 16. Oktober widmete es sich der vor exakt 100 Jahren erfolgten Eröffnung des Festspielhauses Hellerau. Zugleich gedachte man eigener Ursprünge sowie mit einem durchgehenden Fokus des 75. Geburtstages von Steve Reich.

Mit Schostakowitsch infiziert

06.10.11 (Michael Ernst) -
Salzburg – Bayreuth – Gohrisch. Man muss diese drei ungleichen Festspielorte wirklich nicht als Kadenz bezeichnen, wie das eine Vertreterin sächsischer Landespolitik kürzlich tat. Eine Kadenz ist etwas anderes, doch zu einem gedanklichen Dreiklang taugen sie schon. Denn hier wie da und auch dort wirken Musiker der Sächsischen Staatskapelle mit. In Salzburg künftig zu den Osterfestspielen, in Bayreuth seit langem im Festspielorchester und in Gohrisch bei den Internationalen Schostakowitsch Tagen. Die fanden Mitte September zum zweiten Mal statt und waren nach dem Debüt 2010, das an Dmitri Schostakowitschs ersten Aufenthalt dort vor genau fünfzig Jahren erinnern sollte, erneut ein großer Erfolg.

Masken, aber kein Ball oder: Der Tod ist nackt

03.10.11 (Michael Ernst) -
Das Leben ist eine Lüge. Jetzt werden wir auch im Theater betrogen. Gewiss nicht zum ersten und wohl auch nicht zum letzten Mal. Zur Spielzeiteröffnung hat die Semperoper Verdis „Maskenball“ angesetzt. Aufgetischt wurden zwar Masken, aber kein Ball. Und nur sehr wenig Verdi.

Keine Hochzeitsreise: zur ersten Tournee der Dresdner Staatskapelle mit Christian Thielemann

17.09.11 (Michael Ernst) -
Eine Balz hat es gar nicht gegeben. Sie sind dennoch ein Paar. Nur der offizielle Eheschluss steht erst noch aus. Für Flitterwochen ist es daher ebenso zu früh wie schon zu spät. Die Sächsische Staatskapelle und ihr designierter Chefdirigent Christian Thielemann – eigentlich noch zwei Künftige, denn ihr vertragliches Zusammenspiel beginnt erst zur Saison 2012/13 – sind offenbar schon längst im künstlerischen Alltag angekommen. Mitte September absolvierten sie ihre erste gemeinsame Gastspielreise.

Historischer „Fidelio“ als Kulturgut

06.09.11 (Michael Ernst) -
Schon die Präsentation für die Presse geriet zu einer kleinen Sternstunde. Das ist angesichts der Schwemme von CD- und DVD-Offerten verständlicherweise selten genug. In diesem Fall ging es aber nicht mal um eine Novität, sondern um eine Rarität. Wenn die in den prächtigen Räumen der Dresdner Semperoper vorgestellt wird, darf durchaus eine Besonderheit auf dem sonst doch so inflationär besetzten Markt der Ton- und Bildträgerindustrie erhofft werden.

Ein Herz für Europa - Die Dresdner Musikfestspiele 2012 wurden vorgestellt

05.09.11 (Michael Ernst) -
Ein weißer Pfau. Krone auf Köpfchen. Das Gefieder gespreizt. Eitler Radschlag, also ein Hahn. Kein Albino, dennoch eine Raritesse. Und die prangt nun ganz aktuell auf den Broschüren, bald wohl auch auf Plakaten für die Dresdner Musikfestspiele 2012. Deren Motto und sowie das Programm wurden Anfang September bekanntgegeben: „Herz Europas“. Ein Pfauenherz?

Sächsisches Sommeridyll – „very british“: das Moritzburg Festival als Podium für junge Kammermusiker

24.08.11 (Michael Ernst) -
Wo trifft sich die Musikwelt Sommer für Sommer? Gewiss, in Bayreuth und Salzburg nebst einigen weiteren Stätten, die illuster genug und international seit langem bekannt sind. Aber Moritzburg, das Städtchen mit dem berühmten Schloss vor den Toren von Dresden? Moritzburg ist vor allem ein Treff für Musikerinnen und Musiker aus aller Welt, die enorme Talente sowie ein großes Herz für die Kammermusik haben. In diesem Geist des gemeinsamen Musizierens setzen sie in der sommerlichen Musikwelt ein Zeichen.

Brönnbrönn! Das Echo von Dresden – Die Jazz-Industrie feiert ihre kommerziellen Träume in der Autofabrik

19.06.11 (Michael Ernst) -
Erst 2010 in Bochum gestartet und anschließend noch einmal kräftig in Frage gestellt, wirkt der Jazz-Echo zur aktuellen Vergabe 2011 in Dresden tatsächlich etabliert. Große Namen und ein schier unerschütterliches Selbstbewusstsein sind angesagt. Vollmundig und gern zitiert heißt es auf der Internet-Präsenz der Deutschen Phono-Akademie, dem preisstiftenden Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie e.V.: „Der Deutsche Musikpreis ECHO ist seit 1992 der Höhepunkt eines jeden Musikjahres.“ Bei Höhepunkten können die beteiligten Partner bekanntlich sehr unterschiedlicher Meinung sein.

Sächsische Osterhasen für Salzburg: Thielemann wird 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele

08.06.11 (Michael Ernst) -
Die Würfel sind gefallen. Noch bevor allzu viel Wasser die Donau, die Elbe und die Salzach hinabfließen konnte, wurden in Windeseile Tatsachen geschaffen und Nägel mit Köpfen gemacht. Die deutsch-österreichische Gerüchteküche heizte dennoch etwas schneller an und wollte sogleich gewusst haben, wer nach dem schroffen Rückzug der Berliner Philharmoniker von den Salzburger Osterfestspielen deren Zukunft gestalten wird. Ernsthaft in Frage kam dafür wohl nur die Sächsische Staatskapelle aus Dresden mit ihrem künftigen Chefdirigenten Christian Thielemann.
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