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Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Ernst«

Blutiger Wörtersee: „Der Riß durch den Tag“ von Johannes Maria Staud mit Bruno Ganz und der Staatskapelle Dresden

06.06.11 (Alexander Keuk) -
Der "Capell-Compositeuer" ist bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden seit 2007 eine feste Einrichtung. In Kooperation mit dem "KlangNetz Dresden" - Projekt des Netzwerk Neue Musik. Nach Isabel Mundry, Bernhard Lang und Rebecca Saunders ist es in diesem Jahr der Österreicher Johannes Maria Staud (*1974), der vornehmlich zum Ende der laufenden Saison drei neue Werke präsentiert. Am vergangenen Sonnabend feierte das Monodram „Der Riß durch den Tag“ von Staud in der Halle der VW-Manufaktur in Dresden seine Premiere.

Familienaufstellung bei Götterns: David Martons „Rheingold“-Adaption am Staatsschauspiel Dresden

05.06.11 (Michael Ernst) -
Der ungarische Regisseur David Marton inszeniert „Rheingold“, Musiktheater nach Richard Wagner, am Staatsschauspiel Dresden. Wo an der Semperoper und auch sonst ein ganzes Orchester gebraucht wird, genügen Marton ein Cello, etwas Live-Elektronik und ein Klavier. Der Vorabend zum „Ring“ – ein Kammerspiel? Martons „Rheingold“ – eine Empfehlung!

Kurt Sanderling erhält Schostakowitsch-Preis 2011

01.06.11 (Michael Ernst) -
Der einstige Weggefährte von Dmitri Schostakowitsch und Schirmherr der 2010 erstmals ausgerichteten Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch erhält eine wohlverdiente Ehrung und nimmt sie „nicht ohne Rührung“ an. Im kommenden Jahr wird er 100: Kurt Sanderling, einst Chef der Leningrader Philharmoniker, später der Sächsischen Staatskapelle, er hat sich um das Werk seines Freundes Dmitri Schostakowitsch tatsächlich verdient gemacht.

Ja ist denn schon wieder Ostern? Thielemann und die Staatskapelle Dresden kommen möglicherweise nach Salzburg

28.05.11 (Michael Ernst) -
Erst das Silvesterkonzert des Zweiten Deutschen Fernsehens, bald die Osterfestspiele in Salzburg? Die Sächsische Staatskapelle Dresden könnte schon bald gemeinsam mit ihrem künftigen Chefdirigenten Christian Thielemann ein weiteres Traditionsfeld der Berliner Philharmoniker bestellen.

Kein Sommerstück: Cezary Duchnowskis „Marthas Garten“ am Opernhaus Wrocław

17.05.11 (Michael Ernst) -
Starkstrom in der Oper, das bezieht sich in Wrocław nicht nur auf Orchesterklang, Stimmkraft und Emotionalität, sondern – wie soeben beim Festival Musica Electronica Nova zu erleben – auch auf pure Ton- und Bilderzeugung. Der frühe Pierre Boulez und der späte Karlheinz Stockhausen hätten ihre Freude gehabt. Das Publikum des Opernhauses Wrocław reagierte zwar überaus freundlich, schien aber doch ein wenig irritiert. Ein Stück wie „Ogród Marty“ („Marthas Garten“) von Cezary Duchnowski dürfte in diesem 1841 von Carl Ferdinand Langhans errichteten Theater noch nicht zu erleben gewesen sein.

Von der Ironie der Aufklärung

02.05.11 (Michael Ernst) -
Es klang schon im Vorfeld allzu verwegen: Aufklärung am Platz des Himmlischen Friedens – werden da nicht Feuer und Wasser gemischt? Jeder Versuch, etwas zum Leuchten zu bringen, müsste an diesem geschichtsträchtigen Ort doch erlöschen. Oder, so wäre vorab noch zu fragen gewesen, unterschätzt da nicht deutscher Hochmut die Fähigkeiten Chinas zum inneren Wandel?

100 Jahre Festspielhaus Hellerau: „Kein Museum seiner selbst!“

20.04.11 (Michael Ernst) -
Zur Grundsteinlegung am 22. April 1911 haben die Erbauer des Festspielhauses von Hellerau keinen Weitblick bewiesen. Sonst wären sie darauf gekommen, dass die 100-Jahr-Feier auf einen Karfreitag fällt. Alles vermeintlichen Trennung von Staat und Kirche zum Trotz sind öffentliche Feiern an so einem Tag verboten. Aber was heißt hier keinen Weitblick? Aus der Gesamtidee von Gartenstadt, Deutschen Werkstätten und Festspielhaus ist ein lebendiges Konglomerat geworden, das an jedem Tag gefeiert werden sollte!

„In memoriam Giuseppe Sinopoli“: die Staatskapelle Dresden erinnert an ihren früheren Chefdirigenten

19.04.11 (Michael Ernst) -
Vor zehn Jahren ist Giuseppe Sinopoli, der italienische Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden, in der Deutschen Oper Berlin an einem Herzinfarkt zusammengebrochen und wenig später gestorben. Christian Thielemann, einst Sinopolis Assistent und Korrepetitor, er hat mehrfach die Lebenslinien des Italieners gekreuzt. Ob Berlin, ob Bayreuth – immer wieder gab es Begegnungen. Zur Spielzeit 2012/13 wird er die Amtsnachfolge Sinopolis in Dresden antreten. Schon jetzt agiert er häufig in einer Übergangszeit am Pult der Kapelle. So auch in einem Gedenkkonzert, das dem vor zehn Jahren verstorbenen Meister gewidmet ist.

Mythos modern – Kopenhagens Konwitschny landet mit „Elektra“ in Leipzig

18.04.11 (Michael Ernst) -
Die Uraufführung gab es 1909 in Dresden, aber die Geschichte ist Jahrtausende älter. Die Oper „Elektra“ von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal, der eine gleichnamige Tragödie bereits 1903 veröffentlichte, geht auf das vierte Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zurück. Seinerzeit bedichtete Sophokles den blutrünstigen Stoff. Wie aktuell das Ganze geblieben ist, untersuchte Opernregisseur Peter Konwitschny 2005 in seiner Eröffnungsinszenierung der neuen Oper von Kopenhagen, die auch am Staatstheater Stuttgart zu sehen war.

Monteverdis Poppea an der Semperoper: Zustände wie im alten Rom oder Kein Komplott ohne Scheitern

07.04.11 (Michael Ernst) -
Italien im Jahr 1931 vor Berlusconi. Alles dreht sich um die Macht und die Eitelkeit und das kleine Ding am großen Mann. Es hat sich nicht viel geändert seitdem. Nur dass die mediale Vermittlung höfischer Skandale heute wesentlich schneller erfolgt. Stichwort Internet. Die Seitensprünge eines Nero etwa brauchten fast eineinhalb Jahrtausende, ehe sie auf die Opernbühne kamen. Erst zu 1643 schuf Claudio Monteverdi nach einem Libretto von Giovanni Francesco Busenello seine letzte Oper „L'incoronazione di Poppea“. In einer szenischen Deutung von Florentine Klepper hatte das in Venedig uraufgeführte Stück jetzt an Dresdens Semperoper Premiere.
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