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Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Scheiner«

„Heimatsound“, nur anders

15.07.15 (Michael Scheiner) -
„Glücklich: Komponist Volker Nickel und Dirigent Johannes X. Schachtner nach der Aufführung von Nickels ‚Divertimento II‘ – Ihr wart toll JU[MB]-LEs!“ Mit den „Jumbles“ sind keine Akrobaten gemeint, sondern junge Musiker/-innen, die am Abend vor dem Facebook-Eintrag das Gründungskonzert des Jugendensembles für Neue Musik Bayern erfolgreich bewältigt haben. Das war in der Black Box des Münchner Gasteig.

Auf der Suche nach dem Unvorhergesehenen

13.04.15 (Michael Scheiner) -
„Er ist genau der Richtige für uns.“ Kathrin Jacobs, Kulturamtsleiterin in Neuburg an der Donau und damit Chefin der renommierten Sommerakademie, klingt euphorisch, wenn sie von ihrem neuen künstlerischen Leiter spricht. Der Cellist Alexander Suleiman leitet seit diesem Jahr die Sparte Klassik in der Nachfolge Herbert Wiedemanns. Suleiman hat bereits mehrfach als Dozent für Cello und Barockcello in Neuburg Kurse geleitet. Mit ihm wolle man die Sommerakademie „stärker international ausrichten“. Die Erwartungen sind wahrscheinlich keineswegs zu hochgesteckt, jettet der Ingolstädter doch seit vielen Jahren als musikalischer Nomade um den Erdball.

Geschäfte, viel Musik und eine Willenserklärung

06.05.14 (Michael Scheiner) -
Der Taxifahrer war ahnungslos. Jazzmesse? Jazzahead? „Was ist das –Tschöss?“ In der Tram sah es besser aus. Plakate der jazzahead! in jedem Wagen und man konnte sogar ein Übersichtsprogramm mitnehmen. Fast beschlich einen das erhebende Gefühl, keiner seltenen Minderheit anzugehören, die eigentlich unter Schutz gestellt werden müsste. Je näher man der Bremer Messe kam, desto höher wurde die Plakat-, Fahnen- und Leuchttafeldichte. Eine schwere Hürde hatte die freie Hansestadt aber noch aufgebaut. Bevor Musiker und Besucher ihr gallisches Dorf betreten und vier Tage ausgelassen feiern konnten, galt es, diese Klippe unter Gefahr für Leib und Hörvermögen zu überwinden. Zwischen Hauptbahnhof und Halle 3 stand bunt und lärmend die Bremer Osterwiese. Ein Volksfest mit dumpfen Elektrobeats und scheppernden Ohrwürmern. War diese Hürde konsumfreudiger Massenkultur durchschritten, öffnete sich die Glastür zum Jazzerparadies.

Die Tragik von Zusammenbruch und Auflösung

05.05.14 (Michael Scheiner) -
„Müssen wir abstürzen?“ Es musste wohl ein Absturz sein, das Leben von Zelda und F. Scott Fitzgerald. Sie, eine Verkörperung des „flapper girls“ der 20er Jahre, der modernen, kurze Kleider und Haare tragenden, provokanten jungen Frau. Und er, der junge Schriftsteller an der Schwelle zum Ruhm. Gemeinsam waren sie eines der berühmtesten Glamour-Paare der 20er-Jahre in Amerika, der „roaring twenties“. Sie führten ein ausschweifendes Leben mit Alkohol in Strömen, nächtelangen Parties und mondänen Festen. Ein Leben, das auch von extremen Spannungen zwischen einer obsessiven Liebe, großer Leidenschaft, Streit und Hass, Enttäuschung und erneuter Versöhnung geprägt war. In seinem inzwischen berühmtesten Roman hat Fitzgerald das Lebensgefühl dieser Zeit in der Figur des „The Great Gatsby“ (Der große Gatsby) schonungslos eingefangen.

Musikalisches Feuerwerk zum 30-jährigen der „Negerländer“ und ihrer Seitentriebe beim Jazzclub Regensburg im Leeren Beutel

24.10.13 (Michael Scheiner) -
Ein riesengroßes Familienfest. Carla war aus Portugal gekommen, Sabine aus Berlin, Hans-Peter aus Bad Homburg. Einige hundert mehr, das Gros aus Regensburg und dem weiteren Umland ließen das Jubiläumsfestival der „Negerländer“ im Leeren Beutel zum rauschenden Fest – Familienfest eben – werden. Vor 30 Jahren gegründet, war das mit drei Saxofonisten und einem Schlagzeuger besetzte Quartett aus der Oberpfalz Avantgarde und avancierte schnell zur Kultband – um dem beliebtesten Nullbegriff der Popmusik einmal mit Inhalt zu füllen.

Profis abgehängt: Publikumspreis für das Uni Jazz Orchester Regensburg beim Festival „JazzAscona“

04.07.13 (Michael Scheiner) -
Es war ein Sieg auf ganzer Linie: Nach drei Auftritten, zwei davon auf den Hauptbühnen des malerisch am Lago Maggiore gelegenen Städtchens, gewann das Uni Jazz Orchester Regensburg (UJO) beim Schweizer Festival „JazzAscona“ mit dem slowenischen Sänger Uros Perich den „AET My Choice“, den Publikumspreis.

Ein richtiges Leben im falschen führen...

06.06.13 (Michael Scheiner) -
Christoph J. Bauer und Peter Brötzmann: Brötzmann – Gespräche, mit einem Essay von Christoph J. Bauer, Posth Verlag, Berlin 2012, 174 S., € 19,99, ISBN-13 978-3-944298-00-9

Bunte und kühle Texte, urbane Geschichten

09.05.13 (Michael Scheiner) -
Verzweifelt fragten Regensburger Studenten auf Facebook nach Karten. Ausverkauft?! Das Konzert einer studentischen Bigband mitten unter der Woche? Gar zweimal hintereinander.

Überbordendes Temperament: Zaz zeigt beim Bluetone-Festival in Straubing auch ungeahnte künstlerische Seiten

15.07.12 (Michael Scheiner) -
Ein Derwisch, ein Feger, ein Powerpaket. Zaz macht es einem leicht – ihr zu verfallen und Gedanken an kritische Distanz oder künstlerische Abwägung fallen zu lassen. Die Neuronen des französischen Senkrechtstarters auf dem Popmarkt scheinen ununterbrochen „action“ zu feuern. Die große Bühne im Volksfestzelt beim Straubinger Bluetone-Festival bietet kaum genug Platz für die wie ein Gummiball von einer zur anderen Seite federnden, laufenden, springenden und tanzenden Sängerin.

Freiheit und Gemeinschaft: Vom 5. bis 8. Juli findet in Regensburg das 31. Bayerische Jazzweekend statt

28.06.12 (Michael Scheiner) -
„Comprovisation“ scheint das Zauberwort des 31. Bayerischen Jazzweekends zu sein, das vom 5. bis 8. Juli Gassen und Plätze der Regensburger Altstadt musikalisch unter Strom setzt. Diese eigenwillige, nur schwer verständliche Verballhornung aus dem englischen „composition“ und dem sowohl deutsch wie englisch lesbaren „Improvisation“ taucht so häufig auf der Internetseite des Festivals auf, dass es den Anschein einer magischen Formel bekommt. Auf dem Hintergrund einer der selbstverständlichsten Grundlagen des Jazz, nämlich der fortwährenden Verbindung von Komposition und Improvisation im Spiel von Jazzmusikern, ist der inflationäre Gebrauch dieses Wortungetüms ein wenig unergründlich.
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