Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Scheiner«

Bob Dylan ohne Text – total schlüssig

21.08.20 (Michael Scheiner) -
„Eigentlich“, skizziert Bandgründer Alexander Beierbach Vorüberlegungen zum dritten Album mit Dylan-Songs, „hätte es eine Liveaufnahme werden sollen“. „Wherever You Roam“ ist dann doch ein Studioalbum geworden. Am 22. Mai erschienen, rundet es eine Trilogie mit Songs des großen amerikanischen Barden Bob Dylan aufs Trefflichste ab. Aufgenommen wurde es allerdings, darauf legt der Berliner Saxophonist Wert, „praktisch unter Livebedingungen“.

Friedvolle Barockpunks – Die 2. Singer Pur Tage am Adlersberg bei Regensburg

10.08.20 (Michael Scheiner) -
Es war einer der Momente, in denen überdeutlich wird, dass Musik – wie auch Kunst im Allgemeinen – spürbar mehr ist und kann, als zu unterhalten, Vergnügen zu bereiten, anzuregen oder einfach zu zerstreuen. Beim Lied „Versa est in luctum“ weitete sich der gotische Kirchenraum in Adlersberg immer mehr aus, durchdrang die alten Mauern und dehnte sich unter dem Einfluss des Gesangs von Singer Pur und der Sopranistin Monika Mauch bis in kosmischen Dimensionen aus.

„Love it or leave it!“

29.04.20 (Michael Scheiner) -
„Love it or leave it!“ Ein Satz, den Nils Wogram blind unterschreiben würde. Künstlerische Freiheit bedeutet dem Posaunisten viel, ohne dass dabei die Erwartungen des Publikums ignoriert werden. Mit Root 70 hat sich der gebürtige Braunschweiger „über Jahrzehnte ein Vertrauen erspielt“, welches dazu geführt hat, dass „das was die Zuhörer gern hören und das was wir gern spielen möchten“ in Einklang gebracht werden konnte.

Eigene Wahl statt Musik über Algorithmus

08.08.19 (Michael Scheiner) -
Pioniere sind sie gewissermaßen beide. Nach dem Schlagzeugstudium und einigen Jahren als Soloschlagzeugerin im New Mexico Symphony Orchestra von Santa Fe brach Robyn Schulkowsky eine konventionelle Karriere ab. Sie ging für ein Kompositionsstudium nach Köln zu Christoph Caskel. Noch während des Studiums startete sie mit Uraufführungen von Werken von John Cage bis Olga Neuwirth, Walter Zimmermann, Morton Feldman und Iannis Xenakis als Solistin durch. Als Instrumentalistin und Interpretin Neuer Musik nahezu allein auf weiter (Musik-)Flur, machte sie sich auch in der Free-Jazz-Szene, wie im Bereich so genannter Weltmusik einen Namen als Improvisatorin. In vielen Kooperationen, darunter mit Fredy Studer und dem amerikanischen Avantgarde-Schlagzeuger Joey Baron begann sie nach neuen Klängen und Klangmöglichkeiten zu forschen und diese auszuloten.

Späte Würdigung einer großen Sängerin

21.11.17 (Michael Scheiner) -
„End Price: 541 US-Dollar“, rund 448 Euro. Soviel wurde für das Album „It’s Alright With Me“ bei einer Internetauk­tion vor zwölf Jahren gezahlt. Vermutlich hätte sich Inge Brandenburg darüber geärgert, vielleicht sogar einen ihrer berüchtigten Wutanfälle bekommen. Denn sie hätte nichts davon gehabt, dass ihr einziges „richtiges“ Jazzalbum, das sie 1965 selbst für die CBS produziert hatte, heute Sammlerwert hat und zu exorbitanten Preisen gehandelt wird. Vielleicht wäre sie aber auch stolz darauf gewesen, es allen Ignoranten und Kritikern richtig gezeigt zu haben: „Seht her, ich bin etwas wert! Ich bin die beste Jazzsängerin und kann Bleibendes schaffen!“

Starke Kontraste und kraftvolle Hatz – Krzysztof Meyer in Regensburg

08.11.17 (Michael Scheiner) -
„Zu den 50 hat es nicht mehr gereicht!“ Der polnische Komponisten Krzysztof Meyer klingt zugleich ein wenig bedauernd und erleichtert. „Ich bin aber auch froh, dass ich endlich frei bin“, schiebt der 74-Jährige mit deutlichem Nachdruck nach, „48 Jahre in der Lehre und pädagogischen Arbeit sind wirklich genug.“

In Pampers zum Inferno

03.02.17 (Michael Scheiner) -
Die Produktion von Moritz Eggerts Oper „Freax“ im Herbst 2007 im Rahmen des Internationalen Beethovenfestes Bonn endete im Eklat. Nach der Regieverweigerung Christoph Schlingensiefs wurde die Oper konzertant uraufgeführt, mit einem Film Schlingensiefs als Pausenkommentar.

Mythische Klangwucht und opernhaftes Jodeln

31.03.16 (Michael Scheiner) -
Könnte man sich statt der Augen die Ohren reiben, die 47. Internationale Jazzwoche Burghausen hätte wohl zeitweise ein lustiges Bild abgegeben. Nie zuvor seien so viele französische Bands und Musiker bei der Jazzwoche aufgetreten, wunderte sich selbst Joe Viera. Scheinheilig könnte man mutmaßen, dass der Gedanke von der deutsch-französischen Freundschaft nach Jahrzehnten – auch – bei den Festivalmachern angekommen sei.

Bei uns hören viele junge Leute Jazz

02.02.16 (Michael Scheiner) -
Vergangenen Herbst hat ein junges israelisches Quartett bei den Ingolstädter Jazztagen viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, das zuvor faktisch unbekannt war. Anfänglich noch entspannt abwartend, ließ sich das Publikum von den ausgefeilten, temperamentvollen Soli des gerade mal 26-jährigen Omri Abramov (ss, ts) auf seinem elektronischen Blasinstrument EWI und Guy Shkolnik (synth) am Flügel regelrecht mitreißen. Am Ende mussten gar Rufe nach Zugaben ignoriert werden.

„Heimatsound“, nur anders

15.07.15 (Michael Scheiner) -
„Glücklich: Komponist Volker Nickel und Dirigent Johannes X. Schachtner nach der Aufführung von Nickels ‚Divertimento II‘ – Ihr wart toll JU[MB]-LEs!“ Mit den „Jumbles“ sind keine Akrobaten gemeint, sondern junge Musiker/-innen, die am Abend vor dem Facebook-Eintrag das Gründungskonzert des Jugendensembles für Neue Musik Bayern erfolgreich bewältigt haben. Das war in der Black Box des Münchner Gasteig.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: