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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter P. Pachl«

Attisches Theater ohne lustvollen Exzess: Henzes „The Bassarids“ an der Komischen Oper Berlin

14.10.19 (Peter P. Pachl) -
Nach der deutschen Erstaufführung von Hans Werner Henzes „Die Bassariden“, 1966 an der Deutschen Oper Berlin und in deutscher Sprache, bringt die Erstaufführung an der Komischen Oper nun in englischer Sprache eine späte Bearbeitung des Komponisten, ergänzt aber das nur in der Urfassung vorhandene szenische Intermezzo und verzichtet – zugunsten eines Nachvollzugs des antiken Theaters in Griechenland – auf die Topik des Geschehens.

Die lustigen Weiber und die Crossdresser – Otto Nicolais Shakespeare-Oper an der Staatsoper Berlin

04.10.19 (Peter P. Pachl) -
Die Tatsache, dass am Tag der Deutschen Einheit eine Spieloper von Otto Nicolai das Festprogramm bildete, mag den einen oder anderen Opernbesucher verwundert haben. Aber immerhin hat in diesem Opernhaus vor 170 Jahren die Uraufführung der „Lustigen Weiber von Windsor“ stattgefunden, und Otto Nicolai war einer der Vorgänger im Amte von Daniel Barenboim. Peter P. Pachl über Premiere mit „wenn“ und „doch“.

„I am American!“ – Giuseppe Verdis „La forza del destino“ an der Deutschen Oper Berlin

19.09.19 (Peter P. Pachl) -
Die in die Neuinszenierung der Oper „Die Macht des Schicksals“ an der Deutschen Oper Berlin eingestreuten Textblöcke evozierten bereits in der Premiere lautstarke Publikumsreaktionen und sorgten für Unterbrechungen. Zwar waren in der dritten Aufführung keine Trillerpfeifen mehr zu hören, aber erneut tobte, insbesondere im 4. Akt, ein Meinungs-Kampf in den Reihen des Publikums. Bert Brecht hätte daran seine Freude gehabt, wie nun wohl auch der Regisseur Frank Castorf. Peter P. Pachl mit Details.

Latex-Opfer – Malte Giesens „Wolfsschlucht“ an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt

17.09.19 (Peter P. Pachl) -
Im Rahmen ihrer „Überschreibungen“ von Händel bis Korngold hat die Deutsche Oper Berlin ein Musiktheater von Malte Giesen nach Motiven von Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ in Auftrag gegeben: die „Wolfsschlucht“, in Malte Giesens Partitur zum alleinigen Topos der Opernhandlung gemacht, kam in der musiktheatralischen Werkstatt, der ehemaligen Tischlerei dieses Hauses, zur Uraufführung. Peter P. Pachl besuchte die zweite Aufführung.

Zwillingswesen – Uraufführung von Zaimoglu/Senkels „Siegfried“ bei den Bayreuther Festspielen

14.08.19 (Peter P. Pachl) -
In diesem Sommer wird der 150. Geburtstag des in Bayreuth lange bewusst unterbelichteten Siegfried Wagner mit einer Reihe von Veranstaltungen begangen. Im Markgräflichen Opernhaus gab es zweimal Siegfried Wagners Oper „An Allem ist Hütchen Schuld!“ zu erleben, zwei Ausstellungen beleuchten unterschiedliche Aspekte seiner Kunst sowie Reflexionen in der bildenden Kunst über ihn. Im Rahmen von „Diskurs Bayreuth“ gab es diverse Diskussionsrunden und nun das Auftragswerk „Siegfried“ von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel als Uraufführung. Peter P. Pachl berichtet.

Zerbrochener Speer als Kreuz – „Parsifal“ bei den Bayreuther Festspielen

01.08.19 (Peter P. Pachl) -
Ein insgesamt großer Abend und ein musikalisches fesselndes Ergebnis des „Parsifal“ unter Semyon Bychkov, in einer nicht unproblematischen Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg, an welcher der Regisseur auch in diesem Jahr merklich weitergearbeitet und Modifikationen gesetzt hat. Peter P. Pachl hat für uns die Premiere der Neuinszenierung besucht.

Neunzigminütiger Digest – „Die Meistersinger von Nürnberg“ als Oper für Kinder in Bayreuth

29.07.19 (Peter P. Pachl) -
Während sonst für die Sonderreihe „Oper für Kinder“ bei den Bayreuther Festspielen ungewöhnliche Raumlösungen gefunden wurden, ist in diesem Jahr auf der Hälfte der Probebühne IV des Festspielhauses erstmals eine steile Tribüne errichtet. Auf der anderen Hälfte der Fläche der Probebühne ist das Orchester positioniert; davor eine Schusterwerkstatt, wie man sie auch auf dem Handwerkermarkt in Nürnberg zu sehen bekommt und in klassischer „Meistersinger“-Bühnenanordnung rechts davon das Haus Pogners – allerdings mit einem Balkon anstelle des für Beckmessers Ständchen obligatorischen Fensters zu Evas Zimmer. Ein Bericht von Peter P. Pachl.

Fulminant, überbordend, witzig – „Die Meistersinger von Nürnberg“ bei den Bayreuther Festspielen

28.07.19 (Peter P. Pachl) -
Spannend zu erleben, wie es in Bayreuth Inszenierungen gibt, die auf den ersten Blick Interesse auf Vertiefung machen, sich dann aber als wenig sinnerhellend herausstellen, andere hingegen, die von Jahr zu Jahr im Sinne der Weiterarbeit, der Idee der „Werkstatt Bayreuth“ folgend, wachsen und reifen. Die Abfolge der Premieren „Lohengrin“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“, obendrein mit identischer Besetzung in den Hauptpartien von Sopran und Tenor, ist ein Beispiel für ein sich weiter verdichtendes, an Witz und Spannung nicht abnehmendes Kunstwerk des Tertiärschemas im Kreativprozess des Musiktheaters. Peter P. Pachl analysiert.

Der Gang des grünen Ampelmännchens Richtung Publikum – „Lohengrin“ bei den Bayreuther Festspielen

28.07.19 (Peter P. Pachl) -
Die Stadt Bayreuth will Richard Wagner als grünes Ampelmännchen in die Verkehrsampeln setzen. Wird dieser Beschluss realisiert, so war Neo Rauch als Ausstatter des „Lohengrin“ in Bayreuth geradezu prophetisch. Denn am Ende der Oper läuft anstelle des rückverwandelten Gottfried ein grünes Männchen mit grün glühendem Zweig über die Bühne. Ein Bericht von Peter P. Pachl.

Divergierende Erzählebenen: Tobias Kratzer inszeniert „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen [Nachtrag]

26.07.19 (Peter P. Pachl) -
Mit Bravos und Buhs ist Tobias Kratzers Inszenierung des „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen aufgenommen worden. Unser Rezensent Peter P. Pachl sah eine unterhaltsame Aufführung, bei der die verschiedenen Erzählebenen nicht immer zueinander finden wollten, hörte gute Sängerleistungen und ein wenig überzeugendes Dirigat Valery Gergievs.
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