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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter P. Pachl«

Physisches für das Sammlerherz

16.01.20 (Peter P. Pachl) -
Der persönliche Jahresrückblick der nmz-Phonokritiker. Kuriose Kostbarkeiten.

Butterfly light als „Weihnachtsoperette“ – Paul Abrahams „Dschainah, Das Mädchen aus dem Tanzhaus“ an der Komischen Oper Berlin

01.01.20 (Peter P. Pachl) -
Die „Weihnachtsoperetten“ der Komischen Oper Berlin werden auf dem Programmzettel halbfett als „Konzertante Aufführung“ bezeichnet – ein Understatement, denn es handelt sich dabei um eine Mischform zwischen Konzert und vollszenischer Darbietung, mit Beleuchtung, Choreografie der auswendig agierenden Darsteller*innen und glitzernden, paillettenreichen Kostümen. Die besondere Form hat seit acht Jahren Tradition und auch diesmal Qualität.

Das verbotene „B-Wort“ – Barrie Kosky als Klavierbegleiter in „Lonely House“ an der Komischen Oper Berlin

19.12.19 (Peter P. Pachl) -
Als eine „Wiederentdeckung“ der „eher unbekannten Seite von Kurt Weill“ hatte die Komische Oper Berlin einen ungewöhnlichen Liederabend angekündigt: „Gemeinsam mit der Sängerin und Schauspielerin Katharine Mehrling präsentiert Kosky eine emotionale Reise voller Lachen und Weinen durch die in Deutschland unbekannte Seite eines der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts – zwischen Paris und New York“.

Radikal modern? – Radikal altbacken! – „La Traviata“ an der Komischen Oper Berlin

10.12.19 (Peter P. Pachl) -
Als „Klassiker – radikal modern“ hatte die Komische Oper Berlin Giuseppe Verdis einzige aktuelle, in seiner Gegenwart spielende Oper über Leben und Tod einer Edelkurtisane angekündigt. Aber die Inszenierung von Nicola Raab verschenkt die sich in Beliebigkeiten nicht vermittelnde Handlung und erzeugt einen vergleichsweise radikal altbackenen Eindruck, dem leider auch die musikalische Seite nichts entgegenzusetzen vermag, außer Lautstärke. Peter P. Pachl ist enttäuscht.

Bollywood und andere Missgeschicke – Saint-Saëns’ „Samson et Dalila“ an der Berliner Staatsoper

25.11.19 (Peter P. Pachl) -
Der übermächtig starke Samson, der in der Liebesvereinigung mit der gegnerischen Dalila seine Kraft verliert – ein grandioser Hollywood-Stoff! Das dachten sich wohl auch die Verantwortlichen an der Staatsoper Unter den Linden und engagierten den argentinischen Filmregisseur Damián Szifron für die Neuinszenierung der Oper von Camille Saint-Saëns. Ein Experiment, das mit realistischen Monumentalkulissen wohl die Herzen konservativer Opernbesucher erfreuen sollte, das aber nach hinten losging, trotz partiell guter Personenregie und musikalischem Glanz.

Dürftig und reizvoll: Samuel Penderbaynes „Die Schneekönigin“ in Berlin

24.11.19 (Peter P. Pachl) -
Elektronik contra analoge Musikerzeugung – das scheint der zentrale musikalische Kampfplatz für diese Produktion in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin gewesen zu sein. Für unseren Rezensenten Peter p. Pachl ist das ein bisschen wenig. Als Theaterstück ist es gleichwohl gelungen und reizvoll.

Geräuschvolles Seelengemälde – Uraufführung von Chaya Czernowins „Heart Chamber“ an der Deutschen Oper Berlin

17.11.19 (Peter P. Pachl) -
Erfreulich, dass die Deutsche Oper Berlin alljährlich einen Kompositionsauftrag für eine neue Oper vergibt. Die Wahl fiel diesmal auf die besonders erfolgreiche, 1957 in Haifa geborene Komponistin Chaya Czernowin. Deren erste Oper war – ein seltener Fall bei Neuschöpfungen – wiederholt inszeniert worden, unter anderem auch von Claus Guth, der damit für die Uraufführung an der Deutschen Oper Berlin prädestiniert schien. Die extrem aufwändige Produktion wurde sehr positiv aufgenommen. Peter P. Pachl rezensiert.

Uraufführung von Elena Kats-Chernins „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ an der Komischen Oper Berlin

04.11.19 (Peter P. Pachl) -
Die Supermärkte verkaufen schon seit Wochen Jahresendprodukte und Weihnachtsspezereien, da kommt, im Schema des traditionellen Weihnachtsmärchens, mit Anfang November das erste musikalische Kinderstück. Die Novität, ein Auftragswerk der Komischen Oper Berlin, folgt dem Erfolgsschema der Kinderbücher Michael Endes als Vorlage für Opernpartituren. Zwar erzählt es mehr, als dass es auf schwache Bebilderung setzen könnte, aber es erweist sich musikalisch als durchaus gelungen, meint unser Rezensent Peter P. Pachl.

Kindliches Mörderspiel – Alessandro Scarlattis Oratorium „Il Primo Omicidio“ als szenische Uraufführung an der Staatsoper Berlin

02.11.19 (Peter P. Pachl) -
„Der erste Mord“ – ein guter Krimititel und sicher auch gut für eine Oper, das dachte sich wohl die Intendanz der Staatsoper Unter den Linden, die durch die theatrale Aufbereitung eines Oratoriums von Alessandro Scarlatti eine weitere szenische Uraufführung bei den Barocktagen für sich verbuchen kann. Doch „Il Primo Omicidio ovvero Caino“, wie die 1707 entstandene und erst 1964 wiederentdeckte Partitur auf ein Libretto von Pietro Ottoboni im vollen Titel heißt, geriet zwiespältig, meint unser Kritiker Peter P. Pachl.

Oberbeliebig: Uraufführung des Scarlatti-Projekts „Love, you son of a bitch“ an der Staatsoper Berlin

26.10.19 (Peter P. Pachl) -
Marketingtechnisch clever angekündigt, als eine Collage von Kompositionen von Vater und Sohn Scarlatti, als Auftakt der diesjährigen Barock-Tage der Staatsoper Unter den Linden, erweist sich das jüngste Projekt der für „alternative Formate“ geschaffenen Reihe „Linden 21“ als überaus fragwürdig – mehr Selbstzweck denn ein Chiasmus von alter und neuer Musik.
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