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Alle Artikel kategorisiert unter »Tobias Hell«

„Man muss sich öffnen“: Public Viewing mit „Lohengrin“ in Bayreuth

14.08.11 (Tobias Hell) -
Es dürfte nur wenig Theater weltweit geben, bei denen das Verhältnis von Angebot und Nachfrage so weit auseinander klafft, wie in Bayreuth. Auch wenn es bei den Bestellungen von ehemals 10:1 inzwischen auf 6:1 gesunken ist, als Normalsterblicher ohne Promibonus wartet man in der Regel immer noch mindestens sieben Jahre, bis eine der ersehnten Karten im Briefkasten landet.

Musik, auch verbal artikuliert

06.06.11 (Tobias Hell) -
Sicheres Auftreten und Schlagfertigkeit vor dem Journalistenmikrofon, das ist für eine erfolgreiche Musiker­karriere eigentlich schon die halbe Miete. Heute mehr denn je, wo die CD-Industrie im Wochentakt neue Stars aus dem Hut zaubert und Wettbewerbe wie Pilze aus dem Boden schießen. Das scheint auch dem Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft nicht entgangen zu sein, der seinen seit 1953 jährlich vergebenen Musikpreis 2007 unter dem Motto „Ton und Erklärung“ neu ausrichtete und mit seinem innovativen Konzept im Augenblick wohl singulär dastehen dürfte.

Packendes Kammerspiel versandete in Versatzstücken – Musikalisches Triptychon in München

08.02.11 (Tobias Hell) -
Ein musikalisches Triptychon über das Sterben, schwankend zwischen Wut, Mitleid und Resignation. So lässt sich vielleicht am besten zusammenfassen, was Dramaturg Miron Hakenbeck für seine erste Regiearbeit an der Bayerischen Staatsoper aus drei höchst unterschiedlichen Einzelwerken zusammengeleimt hat. Wobei der Abend gleich mit „Rothschilds Geige“ extrem stark startete.

Das Geheimnis des Erfolgs: Musiker hautnah erleben

30.01.11 (Andreas Kolb) -
Der Verband Deutscher Schulmusiker (VDS) hat den Pianisten Lars Vogt mit der Leo-Kestenberg-Medaille 2010 ausgezeichnet. Die musikpädagogische Auszeichnung wurde im Rahmen eines Nachtkonzertes am 30. September im Clara-Schumann-Saal von Dr. Hoch‘s Konservatorium in Frankfurt/Main überreicht. Lars Vogt, einer der führenden Vertreter der mittleren Pianisten-Generation in Deutschland, erhielt den Preis für die von ihm 2005 gegründete Initiative „Rhapsody in School“. In ihr engagieren sich zahlreiche Musiker dafür, dass Schüler mit klassischer Musik in Kontakt kommen, indem sie in ihrer Freizeit vor Schulklassen spielen.

In Windschatten Orffs: zur Uraufführung von Enjott Schneiders „Orbe rotundo“ durch den Münchner Motettenchor

08.12.10 (Tobias Hell) -
Eigentlich gäbe es das vor der Uraufführung von Enjott Schneiders „Orbe Rotundo“ heraufbeschworene Problem ja gar nicht. Immerhin hat Carl Orff doch selbst nach dem Triumph der „Carmina Burana“ mit den „Catulli Carmina“ und „Trionfo di Afrodite“ noch zwei weitere Werke verfasst, die seinen ersten Welterfolg zum abendfüllenden Dreigestirn runden sollten.

Ruhig atmen! „Unter Wasser – Ein Freiheitsentzug“ im Münchner Dantebad

15.06.10 (Tobias Hell) -
Viele kennen das vielleicht noch vom letzten Weihnachtseinkauf. Wenn sich wieder mal die Frage stellt: Was schenke ich jemandem, der schon alles hat? Und im Grunde genommen geht es da den Komponisten und Theatermacher unserer Tage ziemlich ähnlich. Was nämlich soll man noch auf der Bühne zeigen, was bislang noch nicht versucht wurde? Klaus Schedl, Philipp Kolb und Cornel Franz haben dieses Problem auf ihre ganz eigene Art gelöst. „Unter Wasser – Ein Freiheitsentzug“ lautet der Titel ihrer gemeinsamen Arbeit, die nun im Münchner Dantebad ihre Uraufführung erlebte.

Schlingensief, Orfeo und eine Maschinenoper: zur Eröffnung der Kunstfestspiele Herrenhausen

08.06.10 (Tobias Hell) -
Einen „Brückenschlag zwischen den Disziplinen und zwischen den Generationen“, den wünscht sich Intendantin Elisabeth Schweeger zur Eröffnung der ersten Kunstfestspiele Herrenhausen in Hannover. Und beim Blick ins Programm des ehrgeizigen neuen Festivals, scheint dieses Ziel mit einer musikalischen Bandbreite von Bach und Monteverdi bis Wolfgang Rihm und Heiner Goebbels durchaus in greifbarer Nähe zu sein.

Von Mäusen und anderen lauten Monstern

05.05.10 (Tobias Hell) -
„Das ist halt Neue Musik.“ Zumindest versucht ein neunjähriges Mädchen, es so seinem kleinen Bruder zu erklären. Der hatte sich gerade noch die Ohren zugehalten, als der E-Bass laut aufjaulte, um sich anschließend mit den rumpelnden Klängen des Schlagwerks zu duellieren. Neugierig ist der junge Mann aber genau so wie der Rest der Kinderschar, die hier in der Black Box des Münchner Gasteigs auf eine musikalische Entdeckungsreise mitgenommen wird.

Unsagbares: Eggert, Schnebel und Pauset bei der Münchner musica viva

07.02.10 (Tobias Hell) -
Will ein zeitgenössischer Komponist nicht nur für die Schublade komponieren, so empfiehlt es sich meist eher für kleinere Besetzungen schreiben. Sonst kann eine Uraufführung nämlich schnell mal aus Kostengründen scheitern. Größere Dimensionen lassen sich heute fast nur mit einem starken Partner im Rücken erreichen. Doch zum Glück gibt es ja nach wie vor genügend Ensembles, die sich hier nicht zurückhalten. Ambitioniert zeigt sich in dieser Hinsicht unter anderem auch der Bayerische Rundfunk, der im Rahmen seiner „Musica Viva“ regelmäßig Auftragskompositionen vergibt.

Ohne Reißbrett: das Casal Quartett mit Larsson und Kaminski in München

24.11.09 (Tobias Hell) -
Mehr noch als ihre vielen Geschwister ist die Musik eine Kunst, die direkt an unsere innersten Gefühle appelliert. Vielleicht ist es ja gerade deshalb oft so schwer dafür die richtigen Worte zu finden oder gar objektiv über sie zu diskutieren. Gerade bei der zeitgenössischen Musik, die nicht immer sofort ins Ohr geht, scheint jedoch nach wie vor eine offensive Taktik gefragt um dem Publikum seine Berührungsängste zu nehmen und Neues zu erklären. Die Bayerische Akademie der schönen Künste praktiziert dies unter anderem mit ihrer Reihe „Kammermusik im Dialog“, zu der sich jetzt Hakan Larsson in der Münchner Residenz den Fragen von Moderator Christoph Schlüren stellte.
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